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Vision: buch7-Kulturbahnhof ist Wirklichkeit!

Vision: buch7-Kulturbahnhof ist Wirklichkeit!
Projekt mit Vorbildcharakter startet früher dank Corona-bedingtem Umsatzplus des Online-Buchhändlers buch7
Kulturbahnhof Langweid

Es ist vollbracht: Das über hundertjährige Bahnhofsgebäude in Langweid am Lech ist fertig renoviert und wird jetzt als buch7-Kulturbahnhof mit Leben gefüllt. Es vereint ein Bio-Café sowie einen stationären Buchladen und ist zudem ein Ort für kulturellen und gesellschaftlichen Austausch.

Der buch7-Kulturbahnhof ist ein Projekt des Online-Buchhändlers buch7, das vor zwei Jahren startete. Über 500.000 Euro haben die Renovierungsarbeiten gekostet, sie konnten dank Corona-bedingtem Umsatzplus beim Online-Buchhandel schneller als geplant abgeschlossen werden. Bei der Renovierung wurde mit ökologischen Materialien der Original-Stil aus der Vorkriegszeit bewahrt, das Gebäude wird aber dank neuer Heiztechnik völlig CO2-neutral beheizt. Ein Projekt mit Vorbildcharakter für ganz Deutschland.

Graue Fassade, rissige Wände, lose Kabel, zerbrochene Bodendielen: Noch vor zwei Jahren drohte dem Bahnhof in Langweid der Zerfall – wie so vielen Bahnhöfen in ganz Deutschland. Die Nachbarn – darunter auch der Online-Buchhändler buch7 – konnten dem Bröckeln der Fassade tagtäglich zusehen. Gleichzeitig war buch7 auf der Suche nach Büro-, Laden- und Veranstaltungsräumen. Als bekennende Weltverbesserer war es den Gründern von buch7 auch immer ein Bestreben, nicht nur mit drei Vierteln des Gewinns andere, wertvolle Projekte zu fördern, sondern auch eigene gemeinnützige Projekte zu initiieren. Wo damit anfangen, wenn nicht vor der eigenen Haustüre, dem verfallenden Bahnhof! Gesagt, getan: Zwei Jahre später ist das Bahnhofsgebäude kaum wiederzuerkennen. Kernsarniert erstrahlt es in leuchtendem Sonnengelb und ist Ort des Dialogs und Gedankenaustauschs.

Die Vision von Benedikt Gleich, Gründer des Online-Buchhändlers buch7 und Initiator des buch7-Kulturbahnhofs, ist Wirklichkeit geworden.

Wir wollten ein historisches Gebäude vor dem Abriss bewahren und gleichzeitig einen Treffpunkt und ein Schaufenster für gesellschaftlich interessierte und engagierte Menschen schaffen. Autorenlesungen, Weltverbesserer-Treff oder Kulturkino, informative Veranstaltungen wie Vorträge oder Themenabende. All dies – und vieles mehr ist hier möglich.“ Benedikt Gleich, Gründer des Online-Buchhändlers buch7

 

Schnellere Renovierung dank Umsatzplus während Coronazeiten – Einsatz von nachhaltigen Materialien

Über 500.000 Euro haben die Renovierungsarbeiten gekostet und konnten Corona-bedingt sogar schneller als geplant abgeschlossen werden. 333.333,33 Euro davon kamen durch Spenden von buch7 zusammen.

Durch die zeitweise Schließung des stationären Buchhandels und die vermehrten Online-Bestellungen sind unsere Umsätze von März bis Juli bei buch7 um fast 50 Prozent gestiegen. Mit den unerwarteten Einnahmen konnten wir erfreulicherweise nun auch die Fassade erneuern und die Sanierung damit früher als geplant vollenden.“ Benedikt Gleich, Gründer des Online-Buchhändlers buch7

Bei den Renovierungen wurden bewusst nachhaltige und ökologische Materialien aus der Region verwendet und Wert darauf gelegt, den originalen Stil aus der Vorkriegszeit so gut es geht zu bewahren. So wurden beispielsweise die prägenden Rundbögen der drei Eingangsportale auf der Ostseite wieder freigelegt, die bei einer umfassenden Renovierung in den 60er-Jahren durch eckige Betonstürze ersetzt wurden. Doch nicht alles ist traditionell: Beheizt wird der Bahnhof modern mit einer ökologischen Grundwasser-Wärmepumpe, die das ganze Gebäude energiesparend mit Umweltwärme und Ökostrom völlig CO2-neutral beheizt. Als besonderes Highlight wurde im Erdgeschoss das ursprüngliche Ziegelmauerwerk freigelegt und aufwendig gesäubert, so dass jetzt sogar die Marmorierung der teilweise noch handgeformten Ziegel besonders zur Geltung kommt.

 

Eigene gemeinnützige GmbH gegründet

Personell stehen hinter dem gemeinnützigen Kulturbahnhof sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von buch7.de, die so langfristig die Verantwortung für dieses neue Projekt übernehmen. Dafür wurde der buch7-Kulturbahnhof als unabhängige und zu 100 Prozent gemeinnützige Gesellschaft gegründet. Der Gewinn fließt vollständig in den Betrieb. Zudem wird das Projekt finanziell vom Online-Buchhandel buch7 unterstützt, dessen Geschäftskonzept darauf ausgelegt ist, 75 Prozent des Gewinns an wertvolle soziale, kulturelle oder ökologische Projekte zu spenden. Gemeinsam mit anderen interessierten Menschen ist es das Ziel, aus dem historischen Gebäude einen belebten Treffpunkt zu machen, der dabei auch einen Beitrag zu einer sozialen, ökologischen und nachhaltigen Zukunft leistet. Bereits jetzt gibt es dort ein Bio-Café mit Buchladen und Eisverkauf. Weitere Ideen gibt es reichlich: So könnte in den nächsten Jahren zusätzlich ein warmer Wartebereich für Pendler mit Verkauf von Zeitschriften, Kaffee und Snacks im Sommer den eigentlichen Nutzen des Bahnhofs widerspiegeln. Der Außenbereich ist bereits jetzt durch eine Terrasse mit Sitzplätzen verschönert und soll ab 2021 einen Garten mit Insektenhotels, einem öffentlichen Kräutergarten und Spielmöglichkeiten für Kinder beherbergen.

 

Nachmachen erwünscht – Kulturbahnhöfe in Deutschland

Leerstehende, dem Verfall geweihte Bahnhofsgebäude sind in Deutschland keine Seltenheit. Der Wunsch der Bürger nach mehr Kultur und einem regen Meinungsaustausch auch nicht. In einigen Städten haben sich daher Kulturinteressierte zusammengeschlossen und vergleichbare Konzepte wie den buch7-Kulturbahnhof umgesetzt. So hat der Kulturbahnhof Cloppenburg 2015 seine Pforten geöffnet und bietet seitdem Theatervorstellungen und Kunstausstellungen an und beherbergt zudem die Kulturkneipe Bahnhof. Der Kulturbahnhof Idstein wird von der Stadt Idstein und der Hochschule Fresenius getragen und von engagierten Bürgern gemanagt. Mit Unterstützung der Stadt Idstein ist so eine neue Plattform für kulturelles Leben entstanden. Als „Haus der Bürger“ steht der Kulturbahnhof für alle offen und bietet Raum zum Austausch. Nicht weit vom buch7-Kulturbahnhof, in Tapfheim an der Donau, hat die Familie Failer den Bahnhof liebevoll renoviert und betreibt dort eine Schmuckmanufaktur mit Café.

 

Das Unternehmen buch7

Seit 2013 Berichte über fragwürdige Arbeitsbedingungen bei Amazon Aufsehen erregten, suchen viele Kunden eine soziale und ökologische Alternative für ihren Online-Buchkauf. Bei buch7 haben viele diese Alternative gefunden: Mit 75 Prozent des Gewinns fördert buch7 soziale, kulturelle und ökologische Projekte. Diesen moralischen Mehrwert kombiniert buch7 mit attraktiven Konditionen: Ein Vollsortiment mit über 10 Millionen lieferbaren Büchern, E-Books, CDs und Filmen, ein persönlicher Kundenservice mit guter Erreichbarkeit und die schnelle, natürlich versandkostenfreie Lieferung.

Nachhaltiges Handeln endet bei buch7 nicht bei der Förderung wertvoller Projekte: Auch alle CO2-Emissionen gleicht buch7 vollständig aus, die zehn angestellten Mitarbeiter erhalten faire Löhne, die anfallenden Steuern zahlt buch7 in Deutschland. Dazu kommt seit dem Jahr 2018 die Zertifizierung nach der Gemeinwohl-Ökonomie. Und auch der Datenschutz wird großgeschrieben: Ein Datenaustausch zu Werbezwecken – wie im Internet inzwischen üblich – ist bei buch7 aus Überzeugung ausgeschlossen.

 

Der buch7-Kulturbahnhof

Die buch7-Kulturbahnhof gemeinnützige GmbH hat den gemeinnützigen Zweck der Förderung von Kultur und Bildung sowie zahlreicher weiterer gemeinnütziger Zwecke. Verwirklicht wird dieser durch die Renovierung des ehemaligen Bahnhofs der Gemeinde Langweid am Lech, Landkreis Augsburg, zu einem vielseitig genutzten Kulturzentrum. Der Kulturbahnhof vereint ein Bio-Café sowie einen stationären Buchladen der buch7.de GmbH und ist vor allem ein Ort für kulturellen und gesellschaftlichen Austausch.

Weitere Informationen unter www.buch7.de und www.buch7-kulturbahnhof.de

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German
Kostenlose Literatur im Hofgarten: Perfekt für alle Lesebegeisterten. Das offene Bücherregal im Hofgarten lädt zum kostenlosen Schmökern, Tauschen und Lesen ein.
Öffnungszeiten aktivieren
SHOW
Ort

Alte Gasse 1
86152 Augsburg
Deutschland

Perfekt für alle Lesebegeisterten: Das offene Bücherregal im Hofgarten lädt zum kostenlosen Schmökern, Tauschen und Lesen ein.

Der Hofgarten allein ist ja schon einen Besuch wert: Etwas versteckt liegt der Barrockgarten hinter dem Augsburger Dom, ganz in der Nähe der  Regierung von Schwaben. Abgeschirmt vom Lärm der Stadt können die Besucher*innen hier auf einer der vielen Bänke entspannen: Am  Seerosenteich, neben einem Springbrunnen oder auf der Rasenfläche. Der Bücherschrank steht geschützt an der Nordostecke und lädt zum kostenlosen Schmökern, Tauschen und Lesen im Hofgarten oder auch Zuhause ein.

Wer zu Hause gut erhaltene Bücher übrig hat, kann sie in diesem Schrank anderen zur Verfügung stellen und sich selbst mit interessanter Lektüre versorgen.

Alle, die sich darüber hinaus gern über ihre Lieblingsbücher austauschen möchten, dürfen in den Büchern ihre Kontaktdaten und Lesetipps hinterlegen. Der wetterfeste Stahlschrank kann bis zu 250 Bücher beherbergen. Er wird von Lesepat*innen betreut.

 

Vom Kunstprojekt zum Bücherschrank

Ursprünglich handelte es sich bei der offenen Bibliothek im Hofgarten um ein Kunstprojekt. Es wurde im Juli 2001 als etwa drei Meter hohe, mahgonifarbene Vitrine in der Nordost-Ecke des Hofgartens aufgestellt. Über eine Leiter erreichte man das begehbare Dach, von dem aus Dichterlesungen stattfanden. Aufgrund der guten Resonanz blieb das Projekt bis zum Herbst 2002 bestehen. Weil sich die Augsburger*innen den dauerhaften Betrieb einer solchen offenen Bibliothek wünschten, wurde im Juli 2003 ein neuer Bücherschrank im Hofgarten aufgestellt. Bis heute können literaturbegeisterte Augsburger*innen und Besucher*innen dort ihren Horizont mit neuer Literatur erweitern.

 

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Bücherschränke in Augsburg und der Region:

Tipp
Öffnungszeiten
Hofgarten
April bis Oktober täglich 8.00 bis 21.00
Karte Kategorie
German
An- und Verkauf von Bücherschätzen aus zweiter Hand, direkt am Wertachbrucker Tor
Anrede
Frau
Öffnungszeiten aktivieren
SHOW
Ort

Am Backofenwall 13
Antiquariat
86153 Augsburg
Deutschland

E-Mail
kontakt [at] antiquariat-lesekauz.de

Omas Kochbuch, der bereits dreimal gelesene Roman, der Kunstband, den man zum Geburtstag bekommen hat, obwohl man den Maler eigentlich noch nie besonders mochte – wohin damit? Das Antiquariat Lesekauz kauft alte und neue gedruckte Schätze an.

So haben Bücher aus zweiter Hand die Chance, eine/n neue/n LiebhaberIn zu finden, und Kunden die Gelegenheit, Titel zu entdecken, die im Buchhandel längst vergriffen sind. Das schont zugleich Ressourcen…

Bücher vor Ort kaufen

Der Klick auf den Bestellbutton ist im Übrigen nicht immer der schnellste Weg, an eine  gewünschte Ware zu kommen. Bücher lassen sich auch vor Ort kaufen, und das könnte dann mit einem Spaziergang durch ein Stück Alt-Augsburg verbunden werden. Das Antiquariat Lesekauz befindet sich nämlich an einem romantischen Rest der Augsburger Stadtbefestigung, und ein Park ist gleich in der Nähe, um gemütlich in den neu erworbenen Bücherschätzen zu schmökern.

Ob richtig alte oder erst seit kurzem vergriffene Bücher, ob wissenschaftliche Schwergewichte oder Reiseführer und Kochbücher – Barbara Woeste, die studierte Germanistin, hilft ihren Kunden gerne, das passende Buch für den eigenen Bedarf oder als Geschenk zu finden, das man noch dazu gleich mitnehmen kann. Dazu braucht es weder Trucks noch Lieferdrohnen.

Parkplätze sind am Backofenwall zwar vorhanden, aber umweltfreundlicher erreicht man das Antiquariat Lesekauz mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Haltestelle „Senkelbach“ der Straßenbahnlinie 2 ist nur wenige Minuten entfernt, und viele Regionalbus-Linien halten gleichfalls ganz in der Nähe des Wertachbrucker Tores.

Kategorie(n)
Tipp
Öffnungszeiten
Wochentag
Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag 11:00 bis 13:30 15:00 bis 18:30
Donnerstag und Samstag 11:00 bis 14:00
Karte Kategorie

Kostenlose Orte in Augsburg - Die Stadtbücherei

Kostenlose Orte in Augsburg - Die Stadtbücherei
Entschleunigend, urban oder erfrischend – Augsburger*innen stellen ihre liebsten Plätze vor. Mit Stadtansichten von Cynthia Matuszewski.
Stadtbücherei Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski

Der Lieblingsort von Dominik ist die Stadtbücherei - Wirkung: erleuchtend...

Augsburg hat viele Sehenswürdigkeiten. Eine kurze Googlesuche und man findet Attraktionen wie die Fuggerei, den goldenen Saal oder die Puppenkiste. Wir möchten eine etwas andere Perspektive auf Augsburg bieten - abseits der ausgetretenen Touristenpfade. Wir haben Augsburger Bürger*innen nach ihren kostenlosen Lieblingsorten im Winter gefragt und konnten eine bunte Mischung aus Entspannungs-Orten in Stadt und Natur zusammentragen.

Als Ausgangspunkt haben wir den Königsplatz gewählt. Von hier aus beschreiben wir den Weg und wie man dort hinkommt – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Bei manchen Orten reicht auch wenig Zeit für eine kurze, erholsame Stippvisite - etwa in der Mittagspause oder nach Feierabend. In jedem Fall bieten die Orte eine erfrischende Abwechslung zum alltäglichen Augsburg.

 

Dominiks Lieblingsort: Die Stadtbücherei

Was sich mitzunehmen lohnt: Kulturelles Interesse, Neugier, Entdeckergeist, Lust am StöbernUngefähre Aufenthaltsdauer: 45 MinutenWirkung: erleuchtend

Betritt man die Neue Stadtbücherei in Augsburg so fallen nicht zuerst die Bücher auf, sondern die Farbe und die besondere Architektur. Das Augsburger Architektenbüro Schrammel hat sich fast ausschließlich auf die Farben Orange und Weiß konzentriert und ein Treppenhaus geschaffen, das an die Endlos-Stufen in den Bildern von Maurits Cornelis Escher erinnert. Tageslicht ist reichlich vorhanden - immerhin erstreckt sich die Glasfassade über alle Etagen.   

Und jede Etage weitet sich zu lichtdurchfluteten Lese- oder Computerebenen, in denen Sitzsäcke oder stylische (und gemütliche!) Sessel zum Verweilen einladen. Neben Büchern, Zeitschriften und Hörbüchern können hier auch DVDs, Schallplatten, Noten oder (Video-) Spiele ausgeliehen werden. Das Motto „für alle offen“ macht sich nicht nur in der Architektur, sondern auch durch die Bücherauswahl bemerkbar – es gibt Lesestoff in den unterschiedlichsten Sprachen.

Ich komme jede Woche hierher. Die besondere Architektur schafft eine angenehme Atmosphäre, in der ich mich unheimlich gern aufhalte. Zu jedem Thema finde ich hier interessante Bücher und manchmal bleibe ich auch länger und stöbere einfach nur ein wenig. Besonders gern habe ich auch die große Auswahl an Filmen und Dokus. Trotz Streaming Diensten bevorzuge ich irgendwie die DVDs.“ Dominik, 24, Geographiestudent. Er sieht das Glück im Einfachen -  wie Fahrrad fahren, am Lagerfeuer sitzen oder Frisbee spielen.

Hier noch einmal die Auswahl in Zahlen: 170.000 Bücher, 190 Zeitschriften und Zeitungen, 16.000 Hörbücher, 18.000 Noten, 16.000 CDs,  2.100 Schallplatten, 13.900 DVDs und Blu-Rays, 900 Brettspiele, 600 Konsolenspiele... Außerdem gibt es noch zahlreiche E-Books, Lernsoftware und vieles andere – einfach bei den Info-Ständen auf der jeweiligen Etage nachfragen.

Darüber hinaus bietet die Stadtbücherei auch viele kulturelle Veranstaltungen. So gibt es etwa kostenfreie Sprachkurse, Computerberatung für ältere Menschen, wechselnde Ausstellungen, Lesungen für Kinder und Erwachsene, Führungen, Vorträge zu diversen Themen aus der Stadtgesellschaft und vieles mehr. Auch ohne Mitgliedschaft kann hier kostenlos gelesen, gespielt, nachgedacht oder gelernt werden.

Und wer den orangefarbenen Escher-Stufen bis ganz hinauf in das dritte Obergeschoss folgt (oder ganz einfach den Aufzug nimmt), den erwartet in der Spitze des Elfenbeinturms ein schöner Blick auf die begrünten Dächer der Bücherei und den Perlachturm.  Der Weg:      Die Neue Stadtbücherei Augsburg befindet sich zwischen Augsburger Theater, Stadtmarkt und Annastraße am Ernst-Reuter-Platz 1. Am besten geht man vom Königsplatz aus 450 Meter durch die Fußgängerzone der Annastraße und biegt links in eine Ladenpassage ab, die direkt zum Ernst-Reuter-Platz 1 führt.

Öffnungszeiten: Mo-Fr 10 - 19 und Sa 10 - 15 Uhr

Zweigstellen der Stadtbücherei gibt es in Göggingen, Haunstetten, Kriegshaber und Lechhausen.  

Die kostenlosen Lieblingsorte unserer Sommer-Serie:

 

Die kostenlosen Lieblingsorte unserer Winter-Serie:

 

Stadtbücherei Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Stadtbücherei Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Die Ausstellung "Hol Dir Dein Leben zurück" (2017) informiert über Häusliche Gewalt. 2017 zeigte die Stadtbücherei Augsburg die Installation in ihrem Foyer. Foto: Cynthia Matuszewski
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Buchtipp: Ulrich Grobers Entdeckung der Nachhaltigkeit

Buchtipp: Ulrich Grobers Entdeckung der Nachhaltigkeit
"Beeindruckende Lektüre", so das Urteil von Norbert Stamm. Ulrich Grobers kenntnisreiche Schilderungen reichen von Franz von Assisis Sonnengesang bis zur Bildung des Begriffs „nachhaltige Entwicklung“ in der Gegenwart.
Die Erde vom Weltall aus gesehen. Foto piro4d, Pixabay, Weltall

Da bin ich jahrelang im Nachhaltigkeitsdiskurs unterwegs und dachte, ihn drauf zu haben: Carl von Carlowitz‘ forstwirtschaftliche Definition aus dem Jahr 1713: "Es darf immer nur so viel Holz geschlagen werden, wie durch planmäßige Aufforstung, durch Säen und Pflanzen nachwachsen kann." Oder die etwas langatmige Formel der norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtlands von "der Lebensweise, die Bedürfnisbefriedigung sowohl heute wie auch in aller Zukunft ermöglichen soll".

 

Schließlich unsere mutige Augsburger Definition mit den vier Dimensionen der Nachhaltigkeit: ökologisch, sozial, wirtschaftlich, kulturell – mutig deshalb, weil „Kultur“ sonst zumindest kommunal nicht so plausibel und definiert selbstverständlich als wesentlicher Teil nachhaltiger Entwicklung verstanden wird. Doch das Buch von Ulrich Grober belehrt mich eines Besseren, und das leicht und informativ.

 

Von Franz von Assisis Sonnengesang zur „nachhaltigen Entwicklung“

Grobers Erzählen übt einen Sog aus, wie er die Begriffsgeschichte nachzeichnet. Natürlich ist die nahe Vergangenheit das Spannendste: wann kam der Begriff ‚nachhaltige Entwicklung‘ denn nun auf? Und wer hat eigentlich dieses beliebte, aber verfängliche Bild der drei Säulen geprägt? Aber auch die oft zitierte forstwissenschaftliche Herkunft erfährt eine Erhellung, wenn Grober sie bis ins spätmittelalterliche Venedig zurückführt. Wichtige Gedankengänge sieht er noch weit früher – vor allem in Franz von Assisis Sonnengesang.

 

Waldbau, Raumfahrt, Naturschutz, Eine Welt…

Die Forstwissenschaft war im 18. Jahrhundert eine Wirtschaftswissenschaft – „nachhaltig“ war ein wirtschaftliches Vorgehen, nicht so sehr ein ökologisches. Die wirtschaftliche Ausbeutung der Erze in den Berggängen brauchte Stützbalken, die Feuer zum Herauslösen der Metalle aus dem Gestein Brennstoff. Doch das war nur der Ausgangspunkt: Grober beschreibt die forstwirtschaftliche Verbreitung nachhaltigen Waldbaus in den folgenden Jahrhunderten weltweit – in Japan, Frankreich, Indien, Skandinavien, den USA… Zusätzlich zur forstwirtschaftlichen Praxis an verschiedenen Orten entwickelt sich das Denken in Richtung Ökologie. Von „wise use“, dem weisen Gebrauch der Wälder, ist die Rede. Ästhetik kommt ins Spiel.

 

conservare - bewahren

Dann der große Einfluss der bemannten Raumfahrt: das Bild des „Aufgangs der Erde“, earthrise – der überwältigende Anblick unseres so schönen, so zerbrechlichen, so besonderen Heimatplaneten – von Astro- und Kosmonauten erlebt und weitergeben. Der Menschheit wird ihr Planet bewusst. Schließlich die Debatte um ‚conservation‘, Bewahrung der Natur, Ende der 70er Jahre – einen Moment lang driftet der Begriff der Nachhaltigkeit Richtung „nachhaltiges Bewahren“. In der gleichen Zeit tragen jedoch lange kolonialisierte Länder ihren Anspruch vor, aufzuholen in Sachen Wohlstand. Entwicklung meint wirtschaftliche Entwicklung, meist gedacht als industrielle Entwicklung, ohne fesselnden Naturschutz. Auch hier dröselt Grober ruhig und kenntnisreich, mit genau der richtigen Dosis an Details und doch den Faden und die Spannung nicht verlierend, die damalige weltweite Diskussion auf…

 

Der Begriff Nachhaltigkeit - inhaltlich gewichtig und elastisch zugleich

Entwicklung meint nicht Wirtschaftswachstum. Lebensqualität meint nicht Lebensstandard. Gutes Leben hängt, nach Befriedigung der Grundbedürfnisse, nicht mehr von immer mehr Warenbesitz und -nutzung ab. Ästhetik, Kultur… sind wie selbstverständlich ein wichtiger Teil von Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit als das Wort, das Grobers Einschätzung nach an Bedeutung eher noch gewinnen wird – inhaltlich gewichtig und elastisch zugleich. In Nachhaltigkeit sei alles enthalten, worauf es ankomme. Weshalb die Idee der Nachhaltigkeit unser „ursprünglichstes Weltkulturerbe“ sei. Das zu wissen und zu vermitteln ist unsere Aufgabe. Dabei hilft diese Kulturgeschichte.

 

Grober lesen!

Gut, dass das Buch gut greifbar ist. Erschienen zuerst 2010, ist die Taschenbuchausgabe von 2013 erfreulicherweise immer noch im Handel erhältlich. Und die Stadtbücherei Augsburg beherbergt ein Exemplar, die Uni-Bib zwei (in der Geographie und der Soziologie) und eins die Zentralbibliothek der Hochschule.

Details zum Buch http://www.aethic.de/2016/01/03/die-entdeckung-der-nachhaltigkeit/

 

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Dr. Norbert Stamm, Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
Dr. Norbert Stamm vom Büro für Nachhaltigkeit der Stadt Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
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Champignon–Knödel mit Rieslingsoße

Champignon–Knödel mit Rieslingsoße
Das Lifeguide-Rezept für "Augsburg kocht"
Champignon-Knödel mit Rieslingsoße. Lifeguide-Rezept im Kochbuch "Augsburg kocht". Foto: Eda Zeh

Es war schon etwas aufregend, als Roswitha Kugelmann mit Ann-Kathrin Glania-Bunea vom Sozialkaufhaus contact zusammen mit der Food-Fotografin Eda Zeh in unserer Küche eintrudelten, ihre Schreibblöcke und großen Kamerastative auspackten und auf einmal wir diejenigen waren, die fotografiert, befragt und beobachtet wurden. Wir waren sehr begeistert, dass wir bei "Augsburg kocht" mitmachen durften. In dem Kochbuch werden 50 Rezepte von Augsburger Projekten, Menschen, Unternehmen und Initiativen sowie deren Arbeit vorgestellt. Aber: Wir hatten noch nie gemeinsam gekocht, denn der Lifeguide war erst kurz zuvor, im Juli 2016, online gegangen und wir hatten bei unseren Treffen vor allem inhaltlich, weniger kulinarisch gearbeitet. Und jetzt gleich ein bayerisches Nationalgericht: Knödel!

Aber es lief alles sehr gut. Eda entfernte die Tischdecke von unserem uralten Küchentisch - Holz ist der bessere Untergrund für ihre Fotos - sie stieg auf Stühle, um uns in die dampfenden Töpfe zu gucken und machte zwischendurch auch noch völlig entspannt Fotos mit unserem Apparat. Von ihren Food-Fotos sind wir immer noch absolut begeistert und entzückt. Und wir freuen uns, heute im Lifeguide auch einige ihrer Fotos veröffentlichen zu dürfen, die nicht in dem Kochbuch Platz fanden. Das Interview mit Roswitha und Ann-Kathrin war eher ein heiteres Tischgespräch. Auch an die beiden unseren Dank für die freundlichen Fragen! Und zum Glück haben die Knödel in der Parmesan-Riesling-Soße allen sehr gut geschmeckt!

Champignon–Knödel  mit Rieslingsoße

Für 4 Personen

Zutaten:

400 g altbackene Brötchen

220 ml heiße Milch

½ Bund frischer Schnittlauch

2 Zwiebeln

1 Petersilienwurzel

80g Frühstücksspeck (kann man weglassen)

200 g braune Champignons

2 EL Butter

2 Eier

50 g Parmesan, gerieben

Salz, Pfeffer

1 Prise Muskat, gerieben

150 ml Riesling

150 ml Gemüsebrühe

150 ml Sahne

Für die Garnitur: frisch gehobelter Parmesan

Zubereitung:

  1. Brötchen in feine Scheiben schneiden, mit heißer Milch vermengen und 10 Minuten ziehen lassen.
  2. Schnittlauch abbrausen, einige Stängel beiseitelegen. Den Rest in feine Röllchen schneiden.
  3. Die Zwiebeln abziehen und fein würfeln. Die Petersilienwurzel schälen und würfeln. Den Speck klein schneiden. Die Champignons putzen und in feine Scheiben schneiden.
  4. Eine EL Butter im Topf erhitzen, den Speck darin auslassen. Die Champignons und die Hälfte der Zwiebeln zufügen und dünsten, bis die Flüssigkeit verdampft ist, dann zu den Brötchen geben und etwas abkühlen lassen.
  5. Die Mischung mit Eiern, Parmesan und Schnittlauch verkneten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
  6. Aus der Masse 8 Knödel formen.
  7. Die übrige Butter im Topf erhitzen und die restlichen Zwiebeln und die Petersilienwurzel andünsten. Mit Riesling und Brühe ablöschen. Alles 10 Minuten köcheln lassen. Anschließend mit dem Mixstab pürieren.
  8. Die Sahne einrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.
  9. Knödel in leicht köchelndem Salzwasser 15 bis 20 Minuten ziehen lassen.
  10. Knödel mit der Soße auf Tellern anrichten und mit Schnittlauch und Parmesan garnieren.

Das Lifeguide-Koch-Team wünscht Guten Appetit!

Eins möchten wir noch besonders erwähnen: Unser Gruppenfoto ist von dem Portraitfotografen Thomas Lecheler, dem das Kunststück gelang, ein Lifeguide-Team-Foto zu machen, auf dem wir uns alle gefallen!  "Augsburg kocht" gibt es im örtlichen Buchhandel, im Sozialkaufhaus Contact in Haunstetten oder bei den Lokalhelden im Bismarckviertel. Das Buch ist im Augsburger Wißner Verlag erschienen und kostet nur 18,90 Euro. Von einem Kauf des Buches im Sozialkaufhaus Contact profitieren die Macherinnen und Macher am meisten.

Schnittlauch in feine Röllchen schneiden: Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Foto: Eda Zeh
Schnittlauch in feine Röllchen schneiden: Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Foto: Eda Zeh
Braune Champignons: Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Foto: Eda Zeh
Braune Champignons: Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Foto: Eda Zeh
Parmesan hobeln: Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Foto: Eda Zeh
Parmesan hobeln: Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Foto: Eda Zeh
Knödel formen: Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Foto: Eda Zeh
Knödel formen: Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Foto: Eda Zeh
Knödel formen: Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Foto: Eda Zeh
Knödel formen: Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Foto: Eda Zeh
Genießen! Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Foto: Eda Zeh
Genießen! Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Foto: Eda Zeh
Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Von links: Eda Zeh, Annabell Hummel und Torsten Mertz.  Foto: Cynthia Matuszewski
Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Von links: Eda Zeh, Annabell Hummel und Torsten Mertz. Foto: Cynthia Matuszewski
Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Von links: Annabell Hummel, Cynthia Matuszewski und Torsten Mertz.  Foto: Eda Zeh
Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Von links: Annabell Hummel, Cynthia Matuszewski und Torsten Mertz. Foto: Eda Zeh
Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Von links: Eda Zeh und Annabell Hummel. Foto: Cynthia Matuszewski
Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Von links: Eda Zeh und Annabell Hummel. Foto: Cynthia Matuszewski
Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Zu Gast: Roswitha Kugelmann und Ann-Kathrin Glania-Bunea vom Sozialkaufhaus contact (v.l.) Foto: Cynthia Matuszewski
Das Lifeguide-Team kocht für das Kochbuch "Augsburg kocht". Zu Gast: Roswitha Kugelmann und Ann-Kathrin Glania-Bunea vom Sozialkaufhaus contact (v.l.) Foto: Cynthia Matuszewski
Lifeguide-Augsburg, das Team: Cynthia Matuszewski, Wiebke Kieser, Torsten Mertz, Annabell Hummel, Norbert Stamm (v.l.) . Foto: Thomas Lecheler
Lifeguide-Augsburg, das Team: Cynthia Matuszewski, Wiebke Kieser, Torsten Mertz, Annabell Hummel, Norbert Stamm (v.l.) . Foto: Thomas Lecheler
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Kochen macht glücklich

Kochen macht glücklich
15 Fragen an „Home in a Bowl“: "Wenn wir zu dritt sind, haben wir Superkräfte". Tanja Blum und die Schwestern Karin und Johanna Wehle haben ihre vielen Talente zusammengetan und das wirklich wunderbare Kochbuch „Home in a Bowl“ geschrieben.
Tanja Blum und Johanna Wehle (von links) von "Home in a Bowl" Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski

Das Treffen mit Johanna Wehle und Tanja Blum fühlt sich ein bisschen so an wie Kaffeetrinken mit gute Freundinnen oder ein Plausch mit der eigenen Tochter. Also sofort sehr gut. Die zwei sitzen in dem schönen Ladenlokal der Lokalhelden, vor sich einen dampfenden Ingwer-Tee. Beide wärmen ihre Hände an den bauchigen Tassen und strahlen an diesem grauen Novembertag sehr viel positive Energie aus. Das hat bestimmt auch etwas mit ihrer geheimen Superkraft zu tun, auf die wir später noch zu sprechen kommen.

Wenn die beiden von ihrem interkulturellen Kochbuch erzählen, merkt man sofort: Sie lieben, was sie tun. Eigentlich sind es ja drei Frauen, Tanja Blum und die Schwestern Karin und Johanna Wehle, die ihre vielen Talente zusammengetan und das wirklich wunderbare Kochbuch „Home in a Bowl“ erschaffen haben. Karin ist leider verhindert, sie macht eine kulinarische Reise durch Mexiko und während wir in Augsburg Tee trinken, probiert sie in Oaxaca eine Suppe aus Rindermägen und denkt darüber nach, Chili-Heuschrecken zu kosten. Wir sind gespannt auf ihren Bericht. Vorerst haben wir sie gebeten, ihre Antworten schriftlich zu ergänzen und das hat prima geklappt.  

Die drei Frauen sind im vergangenen Jahr in die Küchen von Menschen gegangen, die aus den unterschiedlichsten Ländern kommen und die in Augsburg ihr Zuhause gefunden haben. Sie haben in ihre Töpfe geschaut, mit ihnen geschnippelt und gekocht, mit den Kindern gespielt und mit ihnen über Erziehung und Politik, über Männer und die ferne Heimat gesprochen. Karin hat die Fotos und später das Layout des Kochbuchs gemacht, Johanna die Interviews für ihre Reportagen geführt und Tanja stand hinter den Köch*innen und notierte gewissenhaft alle Zutaten. Außerdem war sie für die Projektkoordination und die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Mehr zu dem Kochbuch „Home in a Bowl“ mit Portraits und über 40 Rezepten hier. Für ihren gemeinnützigen Verein, der zu Gleichberechtigung und Integration beitragen möchte, wünschen sich die drei Frauen noch ein paar neue Mitstreiter*innen.

 

Steckbrief:

Name: Johanna Wehle, Karin Wehle und Tanja Blum

Beruf:

Johanna: Sozialarbeiterin, selbstständige Sozialredakteurin

Karin: Webentwicklerin und Designerin

Tanja:  Projektmanagerin im kreativen sozialen Bereich, Koordinatorin von Freiwilligenarbeit im Asylbereich

Geboren in:

Johanna und Karin: Gangkofen bzw. Eggenfelden in Niederbayern

Tanja: Boos im Allgäu

Leben in: Augsburg

Lieblingsort: 

Johanna: Die Küche – da ist das Essen in der Nähe und der Wasserhahn. Also alles, was man so braucht.

Karin: Irgendwo am Wasser, am liebsten auf einer kleinen Insel am Ende der Welt. Notfalls tut es aber auch eine Badewanne.

Tanja: Der Siebentischwald, da bin ich unheimlich gern mit dem Rad unterwegs.  

Was motiviert Euch?

Tanja: Etwas zu verändern und zu hinterlassen, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist.

Johanna: Die Liebe zum Leben, zu gutem Essen und zu einer guten Zukunft.

Tanja: Wenn wir zu dritt sind, haben wir Superkräfte.

 

15 Fragen an „Home in a Bowl“

Was war Euer Lieblingsessen als Kind?

Johanna: Spagetti Bolognese – damals noch mit Fleisch. Und weiche Eier zum Frühstück.

Karin: Blumenkohl in Schinken-Käsesoße und Spinat.

Tanja: Butterknödel-Suppe – das hat meine Oma immer gekocht. Das war auch mein erstes eigenes Gericht.

Was kocht Ihr, wenn Besuch kommt?

Johanna: Fingerfood – ich mag es sehr gern, wenn man immer ganz viele kleine Teller hat – egal ob asiatisch oder italienisch. Irgendetwas, wo alle reingreifen können, das ist für mich sehr kommunikativ.

Tanja: Die zwei Dhals aus dem Kochbuch – das geht schnell und alle Freunde fahren darauf ab.

Karin: Von Reisen mitgebrachte Rezepte wie Thai-Curries mit selbstgemachter Currypaste, vietnamesische Pho, Sommerrollen, verschiedene chinesische Gemüsegerichte und Teigtaschen...

Johanna: "Essen ist etwas, was jeder braucht, worum sich jeder tagtäglich kümmern muss. Und Kochen hat so wahnsinnig viele schöne Facetten. Man kann daraus etwas Wunderbares machen, ein Kunstwerk. Außerdem schmeckt Essen gut und bringt Menschen zusammen. Mir fallen sehr wenige Dinge ein, die soooo viele positive Aspekte haben."

Kann Essen und Kochen auch ein politisches Statement sein?

Johanna: Also ich glaube, Essen und Kochen sind vor allen Dingen Alltag. Aber wenn man es ganz genau nimmt, sollte Politik auch den Alltag miteinbeziehen. Also wahrscheinlich ja…

Tanja: … essen bringt ja auch die unterschiedlichsten Menschen zusammen, in Gesprächen und beim Meinungsaustausch …

Karin: ...und dann gibt es natürlich noch den Einfluss, den Produktion und Transport der Zutaten auf die Umwelt und den Rest der Menschheit haben.

Karin: "Wer Linsen kocht, obwohl er sich auch Fleisch leisten könnte, sagt damit ohne Zweifel etwas über seine Prioritäten aus."

Alle Welt kocht, alle Welt postet Fotos von leckeren Gerichten. Warum ist Kochen so toll?

Johanna und Tanja (lachen): Es macht glücklich

Johanna: Essen ist etwas, was jeder braucht, worum sich jeder tagtäglich kümmern muss. Und Kochen hat so wahnsinnig viele schöne Facetten. Man kann daraus etwas Wunderbares machen, ein Kunstwerk. Es gibt ja wirklich auch wunderschönes Essen, Essen für das Auge. Außerdem schmeckt Essen gut und bringt Menschen zusammen. Mir fallen sehr wenige Dinge ein, die soooo viele positive Aspekte haben. Also Kochen hat ausschließlich Vorteile. (Großes Gelächter)

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdet Ihr gern einmal Kaffee trinken?

Johanna: Bei uns wäre das in jedem Fall eine Tasse Tee… und da fallen mir viele Menschen ein, aber niemand Besonderes. Ich glaube echt, ich würde einfach gern mit den richtigen Leuten Tee trinken, mit denen man was bewegen kann.

Karin: Ich nehme ein Bier und schließe mich Johanna an.

Was würdet Ihr ändern, wenn Ihr Bürgermeisterin von Augsburg wärt?

Tanja: Ich würde versuchen, die kleinen, unabhängigen Vereine, die interkulturellen Projekte, etwas mehr zu fördern und ihnen mehr Öffentlichkeit zu verschaffen.

Johanna: Ich würde die Vernetzung fördern, noch mehr Räume schaffen, in denen Menschen zusammenkommen können. Es ist immer wieder toll, mitzukriegen, wieviel Energie frei wird, wenn man miteinander ins Gespräch kommt.

Was bedeutet für Euch nachhaltig leben?

Johanna: Dass man bewusst lebt. Dass man für sich selbst und in Bezug auf seine Umwelt und andere Menschen bewusste Entscheidungen trifft. Eine Entscheidung hat immer ihr Für und Wider, aber man kann im Kleinen und im Großen Entscheidungen treffen, das beginnt schon beim alltäglichen Einkauf.

Was regt Euch auf?

Johanna: Ignoranz

Tanja und Johanna: (unisonso) Ungerechtigkeit (Gelächter)

Karin: Wenn jemand kein Interesse daran hat, seine Meinungen gelegentlich auch einmal zu überdenken.

Wer ist Euer Held?

Tanja: "Mir imponieren Menschen , die viel durchgemacht haben, die dann dann trotzdem aufstehen und weiterkämpfen. Und die sich beispielsweise über ein leckeres Essen freuen können."

Johanna: Ich bin tatsächlich immer erstaunt, wenn ich Menschen treffe, die viel durchgemacht haben, was mir als Sozialarbeiterin oder bei der Arbeit mit Flüchtlingen häufig passiert. Ich bin immer wieder beeindruckt, dass sie trotzdem so eine positive Lebenseinstellung haben. Auch Kinder haben da oft so eine schöne innere Haltung … da wäre ich schon ewig lange vorher umgekippt…

Tanja: Ja, mir imponieren diese Menschen auch, die so viel durchgemacht haben: Die dann trotzdem aufstehen und weiterkämpfen. Und die sich dann beispielsweise über ein leckeres Essen freuen können.

Johanna: "Es hat mich sehr gerührt, wie stolz unsere Köchinnen und Köche waren, als sie zum Schluss das Buch in den Händen hielten."

In Eurem Kochbuch erwähnt Ihr Eure Eltern - was habt Ihr für ein Verhältnis zu ihnen?

Johanna: Meine Eltern sind sehr idealistisch, sie sind in ihrem Ort sehr aktiv. Mein Vater hat schon Deutschkurse gegeben, als es noch gar keine Einwanderungswelle gab. Deswegen auch diese Erwähnung in unserem Kochbuch, weil sie uns da schon sehr geprägt haben, als idealistische 68er.

Es ist uns aber auch sehr wichtig, auf der Grundlage dieser Dankbarkeit eigene Sachen zu machen und selbstständig zu sein. Jetzt haben wir ein freundschaftliches Verhältnis auf Augenhöhe.

Tanja: Meine Mama hat mich immer bei allen Projekten unterstützt, die ich gemacht habe, während mein Papa sich oft Sorgen gemacht hat. Finanzielle Sicherheit war ihm immer ziemlich wichtig und ich arbeite ja im kreativen sozialen Bereich, das erschien ihm unsicher. Aber jetzt hat er in der letzten Jahren gesehen, dass es funktionieren kann. Und durch meine Arbeit mit dem Kochbuch sind meine Eltern auch mit der Flüchtlingsthematik in Kontakt gekommen, was in so einem kleinen Allgäuer Dorf nicht alltäglich ist. Und dann haben meine Eltern eine Zeit lang eine pakistanische Flüchtlingsfamilie aufgenommen – also hat meine Arbeit sie beeinflusst. Das war schön.

Was sollte niemand von Euch wissen?

Tanja und Johanna: (Gelächter)Das ist eine gemeine Frage!

Tanja: Ich glaube, mich sollte nie jemand singen hören.

Johanna: Niemand sollte von mir wissen, wie oft ich die richtige Schreibweise eines Wortes googlen muss.

Karin: Wieviel Schlaf ich wirklich brauche.

Was ist Eure geheime Superkraft?

Johanna: Bei mir ist es die Empathie. Das ist tatsächlich etwas, worauf ich lange Zeit gar nicht so stolz war, weil es etwas ist, was heute nicht so viel Erfolg bringt, was gar nicht so geschätzt wird. Leider. Aber inzwischen empfinde ich es als umfassende Qualität. Inzwischen gewöhne ich mich dran.

Tanja: Wenn wir zu dritt sind, haben wir Superkräfte. Bei „Home in a Bowl“ hat jeder schon seine besonderen Talente und Fähigkeiten eingebracht. Bei mir war es die Fähigkeit, verschiedene Ideen zu verbinden oder auch verschiedene Menschen zu vernetzen.

Karin: Ich glaube ich bin ganz gut darin, den Überblick zu behalten und ein Projekt als Ganzes zu sehen. Außerdem konnte ich im Zutatenindex des Kochbuches endlich einmal mein Nischenwissen über exotische Lebensmittel sinnvoll einsetzen.

Johanna: Und Karin ist in allem, was mit Design, mit Schönheit zu tun hat auch wirklich großartig.

Wann habt Ihr zuletzt etwas Neues ausprobiert?

Tanja: Ich war vor ein paar Tagen zum ersten Mal in England – das hat mir sehr gut gefallen.

Johanna: Ich habe vor drei Tagen zum ersten Mal in der Mikrowelle gekocht (lacht). Ich habe Mug-Cakes gebacken. Man rührt sie in der Tasse an und stellt sie in die Mikrowelle – und Mikrowelle ist ja so verpönt, aber ich wollte es mal ausprobieren und es ist wirklich lecker gewesen.

Karin: "Hier in Mexiko habe ich gerade eine überraschend leckere Suppe aus Rindermägen und anderen Innereien mit Koriander und Limettensaft probiert. An die Chili-Heuschrecken, die es hier überall gibt, habe ich mich aber noch nicht herangetraut."

Wie seid Ihr in Augsburg unterwegs?

Johanna: Mit allem, was gerade notwendig ist – wetterbedingt und streckenbedingt.

Tanja: Ich bin meistens zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs, ich wohne ja auch zentral.

Karin: Ich gehe gerne zu Fuß und nutze die Zeit, um über dies und jenes nachzudenken.

Was ist das Tolle an Augsburg?

Johanna: Augsburg ist groß genug, dass sich etwas entwickeln kann, aber nicht so groß wie in München, dass man sich in den vielen Stadtteilen aus den Augen verliert.

Tanja: Ja, Augsburg hat die richtige Balance zwischen Groß und Klein … und hier passiert sehr viel. Als ich vor sechs Jahren hierher kam dachte ich: Wow, ich komme genau zum richtigen Zeitpunkt.

Habe ich vergessen, etwas zu fragen?

Johanna: Ja, vielleicht wie es unseren Köchinnen und Köchen mit der ganzen Sache gegangen ist, das habe ich mir schon ein paarmal gedacht, dass das niemand fragt. Denn es hat mich sehr gerührt, dass sie alle sehr stolz waren. Als sie zum Schluss das Buch in den Händen hielten, hatte man gemerkt, dass sie stolz waren auf den Beitrag, den sie geleistet haben. Die Stimmung bei der Buchpräsentation war so positiv emotional geladen, wie bei einer Geburt oder einer Hochzeit.

 

Von „Home in a Bowl“ gibt es inzwischen einen zweiten Band, "Home in a bowl II". Hier erfahrt ihr mehr:

Der Verein:

Wer Lust hat, Vereinsmitglied bei „Home in a Bowl“ zu werden: Bitte eine Mail an kontakt@homeinabowl.de

Erstveröffentlichung im Lifeguide: 15.12.2016

 

Das Kochbuch "Home in a Bowl" aus Augsburg.
Das Kochbuch "Home in a Bowl" aus Augsburg.
Kokosreis - ein veganes Gericht aus Uganda, vorgestellt von Anita in dem Kochbuch "Home in a Bowl". Foto: Karin Wehle.
Kokosreis - ein veganes Gericht aus Uganda, vorgestellt von Anita in dem Kochbuch "Home in a Bowl". Foto: Karin Wehle.
Schnippeln, Kleinscheiden, Hacken - Vorbereitungen für das gemeinsame Kocherlebnis in dem Kochbuch "Home in a Bowl". Foto: Karin Wehle
Schnippeln, Kleinscheiden, Hacken - Vorbereitungen für das gemeinsame Kocherlebnis in dem Kochbuch "Home in a Bowl". Foto: Karin Wehle
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Buchtipp: Augsburg kocht - Portraits, Interviews, Rezepte

Buchtipp: Augsburg kocht - Portraits, Interviews, Rezepte
Ein wunderbares Buch über bekannte und weniger bekannte Augsburger Macherinnen und Macher
Augsburg kocht - Buchtipp. Foto: Cynthia Matuszewski

Dass es in Augsburg viele tolle Läden, engagierte Menschen und interessante Initiativen gibt, die zeigen, dass man etwas bewegen kann, wenn man nur will, zeigt ja bereits der Lifeguide. Kürzlich ist auch ein tolles Buch erschienen, dass auf wunderbare Weise den Eindruck unterstützt, dass in Augsburg jede Menge los ist: Roswitha Kugelmann und Ann-Kathrin Glania-Bunea von Sozialkaufhaus „Contact“ haben ein Kochbuch geschrieben, in dem sie 50 Rezepte von Augsburger Projekten, Menschen, Unternehmen und Initiativen sowie deren Arbeit vorstellen.

"Augsburg kocht" lädt die Leserinnen und Leser auf eine besondere Reise durch Augsburg und Umgebung ein: Eine Expedition für Feinschmecker, die Lust macht auf gemeinsames Kochen, Essen und Pläneschmieden. Neben Variationen kulinarischer Klassiker und exotischer Rezepte bietet das ziemlich andere Kochbuch unterhaltsame Gespräche mit den Macherinnen und Machern sozialer, kultureller und anderer Augsburger Initiativen. Was bewegt sie, dort anzupacken, wo andere nur reden, und mit viel Herzblut ihre Projekte zu stemmen? Mit dabei sind unter anderem Unser Haus e.V., das Kulturcafé Neruda, manomama, die Lokalhelden, das Café Tür an Tür, der Lebensraum Schwabencenter und natürlich auch der Lifeguide Augsburg.

Thomas Lecheler machte dabei die hervorragenden Portraitaufnahmen, Eda Zeh lieferte die sehr ansprechenden Foodfotos, die zum Nachkochen animieren.

Ein rundum ästhetisches und kulinarisches Highlight, das sich nicht nur als Weihnachtsgeschenk eignet. Erhältlich im örtlichen Buchhandel, im Sozialkaufhaus Contact in Haunstetten oder bei den Lokalhelden im Bismarckviertel. Das Buch ist im Augsburger Wißner Verlag erschienen und kostet nur 18,90 Euro. Von einem Kauf des Buches im Sozialkaufhaus Contact profitieren die Macherinnen und Macher am meisten.

 

 

Augsburg kocht - Buchtipp. Foto: Cynthia Matuszewski
Augsburg kocht - Buchtipp. Foto: Cynthia Matuszewski
Roswitha Kugelmann vom Sozialkaufhaus contact in Augsburg bei der Präsentation des Buches "Augsburg kocht". Foto Cynthia Matuszewski
Roswitha Kugelmann vom Sozialkaufhaus contact in Augsburg bei der Präsentation des Buches "Augsburg kocht". Foto Cynthia Matuszewski
Augsburg kocht - Buchpräsentation, Fotograf Thomas Lecheler (links), Foodfotografin Eda Zeh (2. von rechts) und Roswitha Kugelmann (rechts). Foto: Cynthia Matuszewski
Augsburg kocht - Buchpräsentation, Fotograf Thomas Lecheler (links), Foodfotografin Eda Zeh (2. von rechts) und Roswitha Kugelmann (rechts). Foto: Cynthia Matuszewski
Fikret Yakaboylu vom Kulturcafé Neruda bei der Präsentation des Buches "Augsburg kocht". Foto: Cynthia Matuszewski
Fikret Yakaboylu vom Kulturcafé Neruda bei der Präsentation des Buches "Augsburg kocht". Foto: Cynthia Matuszewski
Christel Malhöfer vom Forum "Fließendes Geld" in Augsburg bei der Buchpräsentation von "Augsburg kocht". Foto: Cynthia Matuszewski
Christel Malhöfer vom Forum "Fließendes Geld" in Augsburg bei der Buchpräsentation von "Augsburg kocht". Foto: Cynthia Matuszewski
Grow UP - Interkulturelle Gärten in Augsburg bei der Buchprasentation von "Augsburg kocht". Foto: Cynthia Matuszewski
Grow UP - Interkulturelle Gärten in Augsburg bei der Buchprasentation von "Augsburg kocht". Foto: Cynthia Matuszewski
Wolfgang Schimpfle von Degree Clothing Augsburg bei der Buchpräsentation von "Augsburg kocht". Foto Cynthia Matuszewski
Wolfgang Schimpfle von Degree Clothing Augsburg bei der Buchpräsentation von "Augsburg kocht". Foto Cynthia Matuszewski
Bernd Beigl von der Kulturküche in Augsburg bei der Buchpräsentation "Augsburg kocht". Foto: Cynthia Matuszewski
Bernd Beigl von der Kulturküche in Augsburg bei der Buchpräsentation "Augsburg kocht". Foto: Cynthia Matuszewski
Razed Skateboarding Club Augsburg bei der Buchpräsentation "Augsburg kocht". Foto. Cynthia Matuszewski
Razed Skateboarding Club Augsburg bei der Buchpräsentation "Augsburg kocht". Foto. Cynthia Matuszewski
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