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Hängengelassen – die Altkleiderwelle

Hängengelassen – die Altkleiderwelle
Die Kunstinstallation "Hängengelassen" gehört zum nachhaltigen Rahmenprogramm der KANU-WM 2022 in Augsburg. Lass dich beim Spaziergang durch Augsburgs Altstadt inspirieren von drei "Wellen" zu den Themen Fast Fashion, Plastikmüll und soziale Ungleichheit.
'Hängengelassen - die Altkleiderwelle' heißt diese Kunstinstallation, die anlässlich der KANU WM 2022 in der Augsburger Altstadt installiert wurde. Foto: Carolin Loser

Für unsere Kleidung gelten heutzutage Superlative: schnell, schneller, Fast Fashion. Klamotten werden billiger, Verkaufszahlen höher, getragen wird kürzer, die Qualität ist schlechter. Darunter leiden besonders die Textilarbeiter*innen, unsere Umwelt und das Klima - sie werden wortwörtlich ‚hängengelassen‘.

 

„Hängengelassen – die Altkleiderwelle“ – so heißt auch eine der drei Kunstinstallationen rund um die Themen Wasser und soziale Ungleichheit, die während der Kanu WM 2022 in Augsburg auf die Folgen menschlichen Handelns für Umwelt und Gesellschaft aufmerksam machen.

 

Wäscheleinen in der Pfladergasse

Zwischen den Hauswänden der Pfladergasse wurden fünf Wäscheleinen gespannt, auf denen eine bunte Auswahl an Altkleidern hängt. Von der wild gemusterten Bluse bis zum gestreiften Baby-Strampler ist alles dabei. Alle Kleidungsstücke dieser Installation wurden bereits von ihren Besitzern oder Besitzerinnen entsorgt, obwohl sie noch sehr gut erhalten sind.
Zwischen den bunt wehenden und eher fröhlich anmutenden Kleidern informieren Banner mit Schlagwörtern beziehungsweise Zahlen über den ernsten Hintergrund von Fast Fashion: 2700 Liter Wasser für ein T-Shirt, 1.134 Tote beim Unglück von Rana Plaza in Bangladesh, rund eine halbe Millarde Kilo Mikroplastik in unseren Gewässern. Die nackten Zahlen und Daten sollen die Passant*innen neugierig machen. Wer mehr Details erfahren möchte, erhält auf Texttafeln Hintergrundinfos.

 

KANUANCEN zur KANU WM 2022

Was dort einige Meter über den Köpfen der Menschen im Wind weht, wurde von Mitgliedern des Habitat Vereins sowie Studierenden der Hochschule Augsburg gestaltet und macht auf die Problematik unseres massenhaften Textilkonsums und dessen Auswirkungen aufmerksam. Sie haben ihre Installationen "KANUANCEN" genannt. Die KANUANCEN sind während der Kanu-Weltmeisterschaft vom 26. bis 31. Juli 2022 in der Augsburger Innenstadt zu sehen. Sie entstanden in Zusammenarbeit der Stadt Augsburg mit dem Habitat Augsburg e.V. und der Hochschule Augsburg. Auf dem Lifeguide wird das Projekt inhaltlich vom Büro für Nachhaltigkeit begleitet.

 

Was kann ich tun? Tipps zum Thema:

Rasant wechselnde Trends

  Saison für Saison werden Tonnen an Kleidung in Billiglohnländern produziert. Diese werden bei uns zu Niedrigst-Preisen verkauft und im nächsten Jahr wieder aus unseren Kleiderschränken aussortiert. In hoher Geschwindigkeit lösen sich Modetrends ab und was vor wenigen Monaten noch angesagt war, muss neuen Schnitten, Farben und Mustern weichen. So lassen große Modeunternehmen beispielsweise in Bangladesch Unmengen an Kleidung unter inhumanen Umständen anfertigen. Hier leiden meist Frauen und Mädchen unter viel zu langen Arbeitstagen und erhalten dafür einen Hungerlohn. Ihr Arbeitsalltag ist geprägt von Unterdrückung und unsicheren Arbeitsplätzen.

 

Der Stoff, aus dem unsere Kleider sind

Neben menschenverachtenden Arbeitsbedingungen bei der Produktion bringt Fast Fashion weitere schwerwiegende Probleme mit sich. Dies beginnt bereits bei der verarbeiteten Baumwolle, die meist in riesigen Monokulturen angebaut wird, die sehr viel Wasser benötigen. Der Anbau findet allerdings meist in Ländern statt, in denen eh schon Wasserknappheit vorherrscht. Handelt es sich nicht um Bio-Baumwolle, sondern um konventionelle, werden bei der Kultivierung oftmals Pestizide, bei der Weiterverarbeitung andere starke Chemikalien eingesetzt. Synthetische Chemiefasern wie etwa Polyester tragen genauso zur Belastung der Umwelt bei, denn sie verursachen Mikroplastik und für ihre Herstellung wird Erdöl benötigt.

 

Ab ins Ausland - kurzsichtige ‚Problembeseitigung‘

Beim Konzept der Fast Fashion leidet auch die Qualität, da in kürzester Zeit möglichst viele Kleidungsstücke produziert und geliefert werden müssen. Hauptsache viel und schnell, ganz egal wie und unter welchen Umständen. Kaum ist ein Kleidungsstück in einem Laden ausgestellt, muss es einem neueren Trend weichen. Das hat ein  immenses Müllproblem zur Folge. Die ‚alten’ Klamotten werden weggeworfen, in Containern entsorgt und ins Ausland verfrachtet. Dort landen sie auf riesigen Müllbergen. Ein Beispiel dafür ist die Atacama-Wüste in Chile. Hier kommen täglich bis zu mehreren Tonnen Altkleider mitten in der Natur an. In den meisten Fällen handelt es sich um noch intakte und tragbare Kleidungsstücke – auch wenn sie bei uns weggeworfen werden, nur weil sie nicht mehr den aktuellen Trendvorgaben entsprechen.

Die Altkleider zersetzen sich auf diesen Müllhalden aufgrund der vielen verarbeiteten synthetischen Stoffe nur sehr langsam. Deren Verbrennung ist nicht nur für die Luft schädlich, sondern setzt auch Chemikalien frei, die teilweise ins Grundwasser gelangen. Zudem kommen viele einkommensschwache Menschen zu den Müllbergen, um noch verwendbare Stücke herauszusuchen und weiterzuverkaufen.

 

Was kann ich als Einzelperson tun?

Der erste entscheidende Schritt ist es, sich von dem Gedanken zu verabschieden, dass das persönliche Tun nicht zum Gesamtwohl beiträgt und man deshalb das eigene Kaufverhalten nicht kritisch zu hinterfragen braucht. Jeder einzelne Mensch beeinflusst durch sein Einkaufsverhalten die Nachfrage und damit folglich auch das Angebot.

Es ist immens wichtig, sein Bewusstsein für die ökologischen und sozialen Missstände von Fast Fashion und den eigenen Konsum zu schärfen und das persönliche Verhalten entsprechend anzupassen. Zentral ist ein achtsamer und dankbarer Umgang mit Kleidung, sie wertzuschätzen und nicht nur als Wegwerfprodukt zu betrachten. Durch langes Tragen, Tauschen, Verschenken, Reparieren, Leihen, Spenden und Upcycling lässt sich die Lebensdauer der Kleidung maximieren.

 

Entscheidet ihr euch dazu, ein neues Kleidungsstück zu kaufen, solltet ihr zunächst das eigene Kaufverhalten reflektieren. Lasse ich mich von Greenwashing blenden, oder hinterfrage ich kritisch, wenn Modekonzerne sich und ihre Kleidung als nachhaltig anpreisen?

 

Brauche ich das neue Shirt wirklich?

Oftmals hilft vor einem Kauf auch die Frage, ob man das gewollte Teil wirklich braucht – so lässt sich sicherlich der ein oder andere unnötige Schnellkauf vermeiden, gerade wenn es sich um Aktionstage wie den Black Friday mit vermeintlich stark reduzierten Artikeln handelt.

Soll es doch zum Kauf kommen, so kann man sich im Vorhinein über die Arbeitsbedingungen, Lieferketten sowie eingesetzten Materialien der Kleidung informieren und entsprechend Slow bzw. Fair Fashion Produkte erwerben. Anlaufstellen können dafür etwa Second-Hand/Öko/Fair-Trade Läden, Flohmärkten oder Kleidertauschpartys sein.

 

Tipps zum Thema:

 

Wer mehr wissen möchte - Quellen:

Deutsche Presseagentur (2021): Atacama-Wüste: Friedhof der Altkleider. Die Rheinpfalz.

https://www.rheinpfalz.de/panorama_artikel,-atacama-w%C3%BCste-friedhof… (letzter Zugriff am 20.06.2022)

 

Umweltmission (o.D.): Was ist Fast Fashion? Definition, Marken und Auswirkungen. Umweltmission.

https://umweltmission.de/wissen/fast-fashion/#Warum_Fast_Fashion_weitre… (letzter Zugriff am 21.06.2022)

 

Schulz, Christoph (2019): Fast Fashion – Fakten, Ursachen, Folgen & Lösungen. CareElite.

https://www.careelite.de/fast-fashion/#folgen (letzter Zugriff am 20.06.2022)

 

hier gelangt ihr zu den Quellen der Informationen, die sich auf den Infotafel bei der Installation befinden: https://docs.google.com/document/d/1mt5KsU4k6UK7DlZJ7BOlN4qkmeYQU3ER/edit

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Soziale Ungleichheit - die Solidaritätswelle

Soziale Ungleichheit - die Solidaritätswelle
Die "Solidaritätswelle" gehört zum kulturellen Rahmenprogramm der KANU-WM 2022 in Augsburg. Lass dich bei einem Spaziergang durch Augsburgs Altstadt inspirieren von drei “Wellen” zu den Themen Fast Fashion, Plastikmüll und soziale Ungleichheit.
Solidaritätswelle vor der Stadtmetz. Bild: Carolin Loser

Wir kommen alle als gleichwertige Menschen zur Welt, werden jedoch in gesellschaftlich konstruierte Unterschiede hineingeboren. Alter, Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Bildungsstand und persönliche Wertevorstellungen entscheiden über unsere Zukunft.

 

Studierende der Hochschule Augsburg haben sich zusammen mit Macher*innen des offenen Makerspace Das Habitat mit diesem Thema auseinandergesetzt und die Solidaritätswelle erschaffen.  

 

Die Solidaritätswelle vor der Stadtmetzg


Diese Installation besteht aus mehreren Informationstafeln zum Thema soziale Ungleichheit und befindet sich für den Zeitraum der KANU-WM 2022 vor der alten Stadtmetzg. Hier werden verschiedene Augsburger Foren der Lokalen Agenda 21 und deren gemeinnützige Arbeit vorgestellt. Dazu gehören das Forum für Frauenrechte, die Augsburger Armutskonferenz, das Forum Eine Welt Augsburg, die Gemeinwohlökonomie Regionalgruppe Augsburg und das Forum Mitgestalten. So soll gezeigt werden, welche Möglichkeiten es gibt, sich als Individuum zu engagieren, benachteiligte Personen und Gruppen zu stärken und das gesellschaftliche Zusammenleben insgesamt inklusiver und gerechter zu gestalten.
Um den Bogen zurück zur Kanu-WM zu spannen, verbinden zwei weitere Tafeln das Thema soziale Ungleichheit mit den Schwerpunkten Sport und Wasser.

 

Soziale Ungleichheit ist vielschichtig


Denkt man an soziale Ungleichheit, so kommt einem sicherlich zuerst die unausgeglichene Vermögensverteilung und die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich in den Kopf. Doch umfasst das Thema weitaus mehr als nur finanzielle Aspekte.


Soziale Ungleichheit bedeutet, dass einer bestimmten Gesellschaftsgruppe geringere Ressourcen, aber auch Lebens- und Verwirklichungschancen zukommen als anderen Bevölkerungsteilen. Neben monetären Ressourcen können auch solche gemeint sein, die nichts mit dem Einkommen oder Vermögen zu tun haben, beispielsweise Bildung, Aufstiegschancen oder Rechte. An sich beinhaltet der Begriff der sozialen Ungleichheit keine moralische Wertung im Sinne von (Un-)Gerechtigkeit. Dennoch ist uns allen bewusst, dass aus der unterschiedlichen Ressourcenverteilung auch unterschiedliche Möglichkeiten und Chancen hinsichtlich der gesellschaftlichen Teilhabe resultieren. Solche sozialen Ungleichheiten lassen sich in jedem Land dieser Welt finden, wenn auch unterschiedlich stark ausgeprägt und in unterschiedlichen Bereichen.


Anfeindung und Diskriminierung


Viele Menschn in den schlechter gestellten Gruppen bekommen ihre nachteilige Position nicht nur auf dem Arbeitsmarkt oder im Bildungswesen zu spüren. Sie werden auch wiederholt Opfer von Diskriminierung durch ihre Mitmenschen. Personen werden aufgrund ihres Bildungsstandes, Geschlechts, ihrer Hautfarbe, Herkunft, körperlichen oder geistigen Behinderung oder sexuellen Orientierung nicht nur strukturell, sondern auch im Alltag benachteiligt oder gar angefeindet. Frauen und LGBTQIA*-Personen werden beispielsweise trotz gleicher Qualifikation nachweislich schlechter bezahlt als heterosexuelle Männer - eine konstruierte Ungerechtigkeit.


Was kann ich tun?


Ein Anfang ist, folgenden Grundsatz zu verinnerlichen: Behandle deine Mitmenschen so, wie du selbst auch behandelt werden möchtest.

 

Wir können und sollten uns als Individuen jeden Tag aufs Neue für Mitgefühl, Respekt, Solidarität mit Betroffenen und Zivilcourage in unserem Denken sowie Handeln entscheiden. Darüber hinaus können wir uns in gemeinnützigen Organisationen einbringen, die mit ihrer Arbeit das Ziel verfolgen, eine fairere und inklusivere Gesellschaft zu schaffen. Dabei ist es besonders wichtig, Aufklärungsarbeit zu leisten, indem man anderen Menschen vermittelt, welche Missstände in unserer Gesellschaft vorherrschen und was dagegen getan werden kann.

 

Infos und Tipps zum Thema:

 

 

WER NOCH MEHR WISSEN MÖCHTE - QUELLEN.

Bertelsmann Stiftung 2020: Factsheet Kinderarmut in Deutschland. https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2020/juli/kinderarmut-eine-unbearbeitete-grossbaustelle (zuletzt abgerufen am 13.07.2022) (hierbei handelt es sich um eine Quelle eines vor Ort platzierten Installationsaufstellers)

Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung (2020): Soziale Ungleichheit. https://www.politische-bildung-brandenburg.de/lexikon/soziale-ungleichheit (letzter zugriff am 23.07.2022)

Dernbach, Andrea (2017): Weniger Gehalt trotz besserer Bildung. Der Tagesspiegel. https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/studie-zu-homosexuellen-weniger-gehalt-trotz-besserer-bildung/20264516.html (letzter Zugriff am 23.07.2022)

Deutsche Welle (o.D.): Oxfam: Soziale Ungleichheit nimmt zu. https://www.dw.com/de/oxfam-soziale-ungleichheit-nimmt-zu/a-47160670  (letzter Zugriff am 21.07.2022

 

 

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The Fast-Fashion Wave

The Fast-Fashion Wave
The Fast-Fashion Wave is part of the cultural-support program of the 2022 Canoeing World Championships in Augsburg. Get inspired by three artistic waves representative of the topics fast-fashion, plastic-pollution, and social inequality.
This installation is called The Fast-Fashion Wave, created for the cultural-support program of the 2022 Canoeing Wold Championship in Augsburg. Image: Carolin Loser

Nowadays, the clothing industry is plagued by superlatives: fast, faster, fast-fashion. Clothes are getting cheaper, sales figures higher, items are worn for shorter periods of time, the quality is worse. Especially the textile workers, our environment and the climate suffer from this. This art installation is intended to visually draw attention to the problems of our mass textile consumption and its severe effects.

 

The Fast-Fashion Wave is one of three installations concerning water and social inequality, that will draw attention to the consequences of human actions on the environment and society. They are placed in Augsburg's old town during the Canoeing Worldchampionship 2022.

 

 

Clotheslines in the Pfladerngasse

Five washing lines were stretched between the walls of Pfladergasse, on which a colorful selection of old clothes is hanging. Everything is included - from wildly patterned blouses to striped baby rompers. All of these clothing items have already been disposed by their former owners, although they are still in very good condition.

Between the rather cheerful-looking clothes, banners with keywords or numbers provide information about the serious background of fast fashion: 2,700 litres of water for one t-shirt, 1,134 deaths in the Rana Plaza accident in Bangladesh, around half a billion kilos of micro plastic in our waters. he bare numbers and dates are intended to arouse the curiosity of people walking by. More information are provided on text panels standing next to the installation.

 

 

CANOUANCES ON THE OCCASION OF THE CANOEING WORLDCHAMPIONSHIP 2022 

The project consists of three waves: The Fast-Fashion Wave, The Plastic-Waste Wave by Stefan Kaindl and The Solidarity Wave. The CANOUANCES are located in Augsburg's old town during the Canoeing Worldchampionship from July 26 to 31. They were created in cooperation between the City of Augsburg, the Habitat Augsburg Association and the Augsburg University of Applied Sciences. Here on the Lifeguide, the project is accompanied by the Office for Sustainability Augsburg. 

Rapidly Changing Trends

Every season large volumes of clothing articles are produced in developing countries. These are then sold in the developed world at very low prices, only to be thrown out once the next trend-wave comes crashing onto the shore. Change comes and goes like a high-speed train in this industry, loading off new fabrics, cuts, and trends, and carting off the old, unwanted ones. In the case of the fashion economy, “old” can be defined by months, if not weeks. This is made possible by influential enterprises speedily having clothes produced in low-income regions, such as Bangladesh. Here, the working environment is inhumane and the workers, who are largely women and girls, are made to labor for insuperable and meager wages. Their days are marked by oppression and a constant fear for their safety.

 

 

The materials our clothes are made of

However, the appalling working conditions and the poor treatment of laborers are only two of the problems that beset the fast-fashion industry. You must look no further than the materials themselves, such as cotton and polyester. The cultivation of cotton results in monocultures in the areas in which it is produced. What’s more, cotton plantations require large amounts of water for irrigation, yet are often located in countries that suffer from severe water shortages. And if the cotton isn’t organic, pesticides and other strong chemicals are employed. Synthetic fiber such as polyester similarly burdens the environment, as its production requires the use of fossil fuels and the material itself sheds microplastics.

 

 

Export to other Countries 

In the fast-fashion world, it’s not just workers and the environment that suffer; the quality does, too. The reason is that speed is one of the greatest factors for success in this lucrative business. As long as a product is made and shipped quickly, the quality of the piece or the circumstances of its making are of no importance. In fact, fast-fashion companies often aren’t quick enough before many of the pieces have even hit the shop window, a new trend comes rolling into the station, and the “old” is replaced by the new. What follows is an indisputable waste issue, as the replaced items are sent to poorer areas of the world, where they end up in landfills.  An apt example is Atacama Desert in Chile, where daily tons of clothes are dumped in the middle of nature. It is true that, due to the poor quality of the pieces, they do not last very long and wearing them for some time will leave them visibly frayed. However, many of these articles are brand-new and undamaged, thrown out for the sole reason of no longer meeting the latest trends.

Due to the many synthetic fabrics used in the production of the apparels, they degenerate very slowly. Moreover, burning them not only harms the atmosphere, but likewise releases certain chemicals that seep into the earth, and eventually the groundwater. Some people with low-income try to eke out a livelihood by combing through landfills for items to sell.

 

 

What can I do?

The first decisive step is to abandon the idea that one's personal actions do not contribute to overall change, and that one therefore does not need to critically scrutinize one's purchasing behavior. Many individuals generate demand through their purchasing behavior and consequently influences supply. It is immensely important to educate oneself on the ecological and social issues of fast-fashion, to adjust one’s consumption and behavior accordingly. The key is to treat clothing with respect and gratitude, to value it and not simply regard it as a disposable product. Long wear, swapping, giving away, repairing, borrowing, donating, and upcycling can maximize the longevity of clothing articles. If you decide to buy new clothes, first reflect on your current purchasing behavior. Are you blinded by greenwashing, or do you critically question when fashion companies promote themselves and their clothing as sustainable?

 

 

Do I really need it?

It often helps to ask yourself whether you really need the item you want - this is certainly a good way to avoid unnecessary quick-buys, especially on days such as Black Friday, when items are supposedly heavily discounted. If you indeed decide to buy the article, you might want to find out about the working conditions, supply chains, and materials used in advance, and buy slow or fair fashion products. Second-hand/eco/fair-trade stores, flea markets or clothing swap parties are ideal places to start.

 

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The Solidarity Wave

The Solidarity Wave
The Solidarity Wave is part of the cultural-support program of the 2022 Canoeing World Championships in Augsburg. Get inspired by three artistic waves representative of the topics fast-fashion, plastic-pollution, and social inequality.
Solidarity Wave in front of the Stadtmetzg. Image: Carolin Loser

We are all born equal, nevertheless, we are born into socially constructed stereotypes and prejudices. Factors such as age, gender, sex, origin, skin color, level of education, and personal values are key in shaping our future. Together with students of the University (of Applied Sciences) Augsburg, volunteers of the Habitat Association workshop addressed the theme of social inequality and thus created the solidarity wave.

 

The Solidarity Wave in front of the Stadtmetzg

This installation consists of several info-boards on the subject of social inequality, and is located in front of the Stadtmetzg for the duration of the Canoeing World Championships. Various city forums of the Local Agenda 21 and their charitable work are visually represented here. As well as this, two such panels connect social inequality to the topics of sport and water, in order to draw attention back to the Championships. The aim is to present what opportunities there are to get involved as an individual, to strengthen minority groups, and ultimately to make social coexistence more inclusive and fair.

 


Multifaceted Societal Problems

When you think of social inequality, the imbalance in wealth and the ever-growing gap between the rich and poor certainly come to mind. However, the topic covers far more than merely financial issues.

Social inequality means that a certain social group has fewer resources and fewer chances at a fulfilling life than other parts of the population. This can also involve lacking education, fewer opportunities at social advancement, or a loss of basic human rights. In itself, the name social inequality never mentions any moral judgment, in the sense of (in)justice. Nevertheless, we are all aware that the varying distribution of resources results in different possibilities and opportunities in terms of social participation. Such social injustices can be found in every country in the world, albeit to different extents and in different areas.

 

 

Hostility and Discrimination

Disadvantaged groups not only feel the effects of their underprivileged position in the job-market or in educational facilities. Even today, they are repeatedly victims of discrimination from their fellow human beings. Due to their level of education, their gender, skin color, origin, physical or mental disabilities, or sexual orientation, people are not only disadvantaged structurally, but feel the consequences of discrimination in their everyday lives.

 

 

What can I do?

As an individual, it is primarily important to take this statement to heart and follow its lead: treat your fellow human beings as you would like to be treated yourself. As humans, we can and should choose compassion, respect, solidarity with those affected, and moral courage in our thoughts and actions every day. In addition, we can get involved in non-profit organizations whose work aims to create a fairer and more inclusive society. It is particularly important to educate oneself and communicate to other people what grievances prevail in our society and what can be done about them.

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Slow Fashion - Nachhaltig shoppen in Augsburg

Slow Fashion - Nachhaltig shoppen in Augsburg
In unserem nachhaltigen Slow-Fashion-Rundgang zeigen wir euch, wo ihr in Augsburg faire, vegane oder Bio-Label bekommt, welche tollen Vintage-Läden unsere Stadt hat und wer in der Region produziert.
nachhaltiger Shopping Rundgang, slow fashion, Augsburg, Grafik: Lifeguide Augsburg

Wer sich vorher informieren möchte:

 

Jetzt geht's los

Unser virtueller Shopping-Rundgang zu Adressen mit fair gehandelter, bio-zertifizierter, ökologischer oder veganer Kleidung in der Innenstadt ist etwa 3.5 Kilometer lang und dauert je nach Kauf-Lust und Shopping-Laune zwei bis drei Stunden. Am Schluss des Artikels werfen wir noch einen Blick in die anderen Stadtteile Augsburgs und in die Region.

 

Station 1: Der Weltladen Augsburg  in der Weißen Gasse 3

Die Weltläden sind die „Mütter“ des gerechten Handels: Den Augsburger Laden gibt es seit 1980. Also starten wir unseren Rundgang hier, in dem wirklich schönen Shop in der Weißen Gasse 3. Im hinteren Teil des Ladens gibt es eine gute Auswahl an bio-fairer Mode: Shirts und Pullis für Männer und Frauen, außerdem Röcke, Kleider und Tücher. Neu im Sortiment sind Mela-Sneakers, die weltweit ersten Sneakers mit Fairtrade Cotton und GOTS-Zertifizierung. Besonders beliebt sind die Basics, wie faire Unterwäsche und Socken für Damen, Herren und Kinder. Vom Bio-Baumwollanbau bis zum fertigen Shirt sind alle Herstellungs-Schritte transparent. Für die Produzent*innen, die ihre Waren über den Fairen Handel verkaufen können, bedeutet die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards eine Verbesserung ihrer Lebenssituation.

 

Station 2:  manomama am Moritzplatz 4

"Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für mich: so zu wirtschaften, dass nicht der Kunde glücklich ist, sondern dessen Enkel." Sina Trinkwalder, manomama

Hier gibt es tolle Basics made in Germany: Shirts, Jeans, Pullis und Kleider. Außerdem Gürtel und Accessoires. Sina Trinkwalder mit ihrer Firma manomama dürfte den meisten Augsburgerinnen und Augsburgern ein Begriff sein. 2010 hat sie manomama aus dem Boden gestampft und beschäftigt heute 150 Frauen, die auf unserem Arbeitsmarkt als „unvermittelbar“ galten. Am Willy-Brand-Platz, hinter der Citygalerie, nähen diese Frauen für einen Einheitslohn von 10 Euro die Stunde Stofftaschen und die eigene manomama-Kollektion. Gesponnen, gewebt, gefärbt und gestrickt wird in Nordrhein-Westfalen, entworfen und genäht in Augsburg. Verarbeitet werden Baumwolle aus Tansania (von einem Raingrow-Projekt) und Augsburger Merino-Wolle.  Mehr über manomama in unserem Lifeguide-Interview mit Sina Trinkwalder

 

Station 3: Tourist-Information am Rathausplatz

In der Augsburger Tourist-Information erhaltet ihr die passende Tasche für euren nachhaltigen Shopping-Rundgang: Die Augsburger RathausBag. Jede Tasche wurde aus den 1.200 Quadratmetern PVC-Mesh-Foto-Gewebe-Plane hergestellt, die 2016 das Augsburger Rathaus bei Renovierungsarbeiten verhüllte und eins zu eins die Fassade des Renaissancegebäudes zeigt. Die Designerin Natalija Ribovic hat daraus  eine kleine, feine „Linie“ mit drei urbanen Modellen kreiert, die elegante SpotBag, die gradlinige TwinBag und den Unisex-Shopper UrbanBag. Jede RathausBag ist ein Unikat, ein einmaliges „Stück Augsburg“, liebevoll genäht im inklusiven Dominikus-Ringeisen-Werk, unterstützt von „Respekt – genäht in Augsburg“ Inzwischen hat sich die „RathausBag“ zu einem wahren Globetrotter entwickelt. Sie wurde in Berlin, Hamburg, Rom, Genf, Mailand und Tokio gesehen. Vielleicht geht sie ja demnächst mit euch auf Reisen....  

 

Station 4: glore in der Grottenau 2

Be green in any colour you like... so lautet das Motto von Glore. Der Name steht für globally responsible fashion. Wer Lust auf einen wirklich ästhetischen Shopping-Genuss hat, kann hier auf 160 qm Verkaufsfläche guten Gewissens in moderner, ökologisch nachhaltiger und fair gehandelter Mode für Damen und Herren schwelgen. Darüber hinaus findet man bei Glore Schuhe, Accessoires, Schmuck, Taschen und Beauty Produkte. Alle bei Glore geführten Labels sind mit dem GOTS & FAIR WEAR zertifiziert: Das heißt, die komplette Produktionskette, vom Anbau der Rohstoffe bis zur Endverarbeitung, ist ökologisch und fair. Außerdem haben alle Materialien Bioqualität. Dazu gehören Baumwolle, pflanzlich gegerbtes Leder, Modal, Leinen, Hanf, Tencel, recyceltes PET, Kork und Wolle. Eine Besonderheit sind die Winterjacken von Knowledge Cotton Apparel aus Dänemark. Der Hersteller fertigt die Jacken aus recyceltem PET und gewinnt die Fasern aus gebrauchten Wasserflaschen. Auch der Materialmix der Schweizer Marke FREITAG, aus Leinen, Hanf und Modal, ist außergewöhnlich: Er ist zu 100% kompostierbar.

Mit Simone Kunz haben wir übrigens eine kundige und engagierte Ladeninhaberin nach Augsburg bekommen. Fragt sie beim Shoppen ruhig alles, was ihr zum Thema nachhaltige Mode wissen möchten - sie kennt viele interessante Details.  Mehr über Simone Kunz in unserem Lifeguide-Interview.

 

Station 5: SUSLET Outlet in der Ludwigstraße 16

Das erste faire und nachhaltige Outlet der Welt. "Kein Kleidungsstück bleibt zurück!", lautet das Credo der Gründer Wolfgang Schimpfle und Fabian Frei. Die beiden haben sich in unserer Stadt bereits mit ihrem nachhaltigen Streetwear-Label Degree Clothing einen Namen gemacht. Das SUSLET Outlet bietet nachhaltig und fair produzierte Produkte von beliebten Bio-Marken zu stark reduzierten Preisen (immer zwischen 30-70% Rabatt) für Frauen, Männer und Kinder an. Verkauft werden verschiedenste Teile vergangener Kollektionen und B-Ware sowie Schuhe, Accessoires, Food, Deko und Bio-Kosmetika. Von Anfang an dabei sind unter anderem die Marken wie VATTER, Ethletics, Greentee, NaraFood, Feuervogl, Life Tree, Degree Clothing ... Die Vision ist es, neue Maßstäbe zu setzen, denn nachhaltiger Konsum soll zur Selbstverständlichkeit werden. Hier geht's zum Interview mit Wolfgang Schimpfle und Fabian Frei

 

Station 6: Latztruhe, Metzgplatz 3 

In diesem hellen und freundlich eingerichteten Laden an der Stadtmetzg gibt ökologische Baby- und Kinderkleidung. Allein das Anschauen macht schon sehr viel Spaß: Hier gibt es Strampler, Kleidchen, Babyschuhe, Babytragesystemen (auch Babytragetücher), naturfreundliche Geschenke und vieles mehr. Für Julia Lauterbach, die Inhaberin der Latztruhe, haben die zertifizierten Standards von GOTS (Global Organic Textile Standards) und vom IVN (Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft) höchste Priorität. Dazu gehören Reinheit und ökologische Qualität für die bei ihr angebotenen Kindermode, aber auch soziale Verantwortung für die Angestellten in der Produktion.  Kund*innen finden in der Latztruhe ausschließlich Kleidung aus 100% Biobaumwolle, von ausgesuchten Hersteller*innen und Lieferant*innen, deren Produkte und Produktion ausnahmslos dem ökologischen Gedanken verschrieben sind. Mit der ökologischen Baby- und Kinderkleidung gewährleisten Eltern nicht nur, dass die Kleidung ihrer Kinder vollständig schadstofffrei ist, sondern sie tragen auch zur Verbesserung von Umwelt und der Arbeitsbedingungen bei.

Hier kommt ihr direkt zum Online-Shop.

 

 

Station 7: ONIMOS am Obstmarkt 11

Seit 2015 bekommt ihr bei ONIMOS ausgewählte Vintage-Kleidung. Dort seht ihr, dass Slow Fashion vielseitig sein kann: von schlicht und sportlich bis hin zu glamourös. Die aus den 70ern, 80ern, 90ern und 2000ern stammende Mode wird von ONIMOS für euch aus der ganzen Welt handverlesen und findet sich im Store zusammen. Auch dafür steht die Wortneuschöpfung ONIMOS, die sich aus den lateinischen Wörtern „omnis" und „animus" zusammensetzt und „die Seelen von uns allen" meint. Mittlerweile gibt es ONIMOS nicht nur in Augsburg. Ebenso in London an der Brick Lane ist ein ONIMOS für euch da. Auch dort stehen euch die Türen immer offen!  

Mehr über das Shopping-Gefühl bei ONIMOS in unserer Lifeguide-Reportage "Entschleunigte Mode".

 

Station 8: Dear Goods in der Frauentorstraße 7

Buy less – choose well..." so lautet das Motto von Dear Goods. Ein guter Rat, den neuerdings viele Menschen befolgen: Sie kaufen bewusst nur noch sehr wenige „Lieblingsstücke“, die sie oft und gern tragen. Die Kleiderschränke werden dadurch übersichtlicher, die Regale sind luftig leer. Diese angenehme Reduktion strahlt auch der Laden von Dear Goods aus. Hier sind alle Produkte menschen-, tier- und umweltfreundlich, also „Fair + Bio + Vegan“.

Mode macht Spaß. Noch mehr Spaß macht Mode, wenn man Verantwortung übernimmt. Und so wird eine schöne Tasche noch schöner, wenn weder Menschen noch Tiere leiden mussten und auch die Umwelt möglichst unversehrt bleibt." Philosophie von DearGoods

 

Station 9: Blütenstern, Barfüßerstraße 8

Mit einem freundlichen „Hereinspaziert“ empfängt die kleine Boutique Blütenstern ihre Kundinnen und lockt mit Kleidern, Röcken, Blusen und Strickjacken in einem entspannten, urbanen Look. Alles lässt sich mit (beinahe) allem kombinieren. Mal ist das Outfit strahlend bunt, mal zurückhaltend und funktional. Taschen und Accessoires runden das Bild ab. Die Besitzerin Marieanne Dolp legt größten Wert auf ökologische Standards und faire Arbeitsbedingungen. Sie bietet vor allem nach GOTS zertifizierte Bekleidung von namhaften Labeln an, wie etwa Nix, Lana, Madness oder Dorothee Lehnen. Und da die Friseurmeisterin keine halben Sachen macht, gibt es gleich nebenan das komplette Pflegeprogramm mit Naturkosmetik.

 

Station 10: Vinty’s Oberer Graben 4

In diesem Second-Hand-Laden der aktion hoffnung kommen Vintage-Liebhaber*innen und Retro-Fans voll auf ihre Kosten. Auf zwei Etagen und über 300 Quadratmetern gibt es alles, was das Herz begehrt: Vintage-Kleidung, Schuhe, Accessoires und andere Second-Hand-Schätzchen. Wer eine kleine Pause braucht, kann sich im Retro-Café entspannen. Neben Fairtrade-Produkten wird hier jeden Freitag hausgemachter Bio-Kuchen angeboten. Kleiderspenden sind willkommen.

 

Station 11: Life Tree Oberer Graben 15

Life Tree setzt sich für eine nachhaltige und bewusste Lebensweise ein, bei der jeder Mensch Verantwortung für Natur und Umwelt übernehmen soll. Kernstück des Life-Tree-Designs sind die kunstvoll gezeichneten Bäume von Martin Benedek. Sie zieren die fair gehandelte und ökologisch produzierte Life-Tree-Kollektion.

"Der Baum in seinen vielen Variationen trägt das Lebensgefühl auf jedem Kleidungsstück nach außen", so das Credo von Life Tree.

Die Textilien bestehen zu 100% aus biologischer Baumwolle. Ein angenehmer Tragekomfort wird durch den Zusatz der natürlichen Fasern Modal (Buchenfaser) und Tencel (Eukalyptusfaser), sowie Bambusfaser erreicht. Zum Sortiment von Life Tree gehören außerdem Rucksäcke.

 

Station 12: Degree Clothing am Mittleren Lech 18

"Die ökologische Herstellung ist die Basis. " Fabian Frei, degree clothing.

Faire Streatwear aus Augsburg: Biobaumwolle aus der Türkei, Produktion und Verarbeitung unter fairen Bedingungen in Portugal und der letzte Feinschliff hier vor Ort in Augsburg. Das ist Degree Clothing. Label und Kollektion stammen von den Augsburgern Fabian Frei und Wolfgang Schimpfle. Die Inhaber präsentieren und verkaufen in ihrem Showroom ihre eigene Kollektion. Zu ihrem Angebot gehören hauptsächlich Frauen- und Männeroberbekleidung mit kleinen optischen Details und speziellen außergewöhnlichen Funktionen. Zum Beispiel ein Shirt, das sich in einen Beutel verwandeln lässt oder der „Hooder Helicopter“ von Degree, ein Pullover an dessen Kapuze ein Holz-Propeller befestigt ist. Die degree-Mützen werden im Textilmuseum gestrickt. Zusätzlich gibt es Caps und Longboards – die Bretter werden hier in Augsburg produziert.

Und warum Fabian Frei und Wolfgang Schimpfle wie ein Schweizer Taschenmesser funktionieren, erfahren Sie im Lifeguide-Interview mit den degree-Machern

 

Station 13: Runners Shop in der Bäckergasse 1

Wer jetzt noch Energie hat und auch beim Sport nicht auf faire Kleidung verzichten will, wird beim Runner’s Shop fündig. Laufshirts, - hosen und – jacken von Kossmann werden größtenteils in Deutschland gefertigt. Auch die Grundstoffe stammen aus Deutschland, Italien oder Österreich.

Mehr über faire Sportbekleidung

 

End-STATION: Weißen Gasse 3: Werkstatt Solidarische Welt 

Unser Bummel durch Augsburgs Innenstadt endet in der Weißen Gasse 3, bei unserem Ausgangspunkt. Hier ist nicht nur der Weltladen, sondern im 1. Stock auch die Werkstatt Solidarische Welt, eine gute Anlaufstelle für alle, die noch mehr Hintergrundwissen benötigen. Die WSW stellt   Informationen, Materialien und Aktionen rund um Kleidung und Textilien zur Verfügung. Hier gibt es Bücher, Filme und Infos zu Arbeitsbedingungen, Siegeln und Fairem Handel. Außerdem Wissenswertes über Baumwolle, die "Globalisierung im Kleiderschrank" oder Altkleidercontainer. Auch Führungen durch den Weltladen, ein „Kolonialer Stadtrundgang“ oder eine nachhaltige Shopping-Tour gehören zum Angebot. Außerdem können Workshops und Vorträge gebucht werden.

 

Diese Shops finden wir auch toll:

Zirbel 13: Second-Hand-Laden mit künstlerischem Flair. In der Klinkertorstraße 13  gibt es ein großes Angebot gut erhaltener Markenbekleidung.

Kleidsam: Bei Kleidsam am Perlachberg gibt es witzige Einzelstücke von angesagten Designer*innen.

Doris Limmer: Die Modistenmeisterin Doris Limmer stellt kreative, flippige und extravagante Hüte und Mützen her – aus neuem Material und Upcycling-Material

 

 

Am Stadtrand von Augsburg:

Sozialkaufhäuser: Natürlich gehören die beiden Sozialkaufhäuser mit ihrem großen Angebot an preiswerter Mode mit zu unseren Shopping-Tipps:

Im Norden, in der Hirblinger Straße, finden Sie das SozialKaufhaus Augsburg. Im Süden, im Tal 8, befindet sich das Sozialkaufhaus Contact.

Speziell für Kinder gibt es außerdem die Second-Hand-Läden Katze, Just for Kids und Mini Klamotti.

Rot-Kreuz-Lädle:  Mode aus erster und zweiter Hand in Pfersee, Lechhausen, Oberhausen, Göggingen, Bobingen und Gessertshausen.

 

 

Ein Blick in die  Region:

Schöffel: Das Schwabmünchner Unternehmen stellt Outdoor- und Skibekleidung her. Schöffelsetzt in der Produktion auf hohe soziale Standards und bei den Materialien auf Nachhaltigkeit. Im jährlich erscheinenden Sustainability Report gibt das Unternehmen detailliert Auskunft darüber.

Tatonka: Der Dasinger Rucksackhersteller produziert in Vietnam nach europäischen Standards. Jeden Freitag öffnet das Werk in Ho Chi Minh City Interessierten seine Tore. Die Lifeguide-Reportage "Ein Tag bei Tatonka in Vietnam" findet ihr hier.

Weltläden: Auch in der Region Augsburg gibt es einige sehr gut bestückte Weltläden: Sie sind in Aichach, Bobingen, Friedberg, Königsbrunn und Schwabmünchen.

Momelino: Ökologische Mode speziell für werdende Mütter bietet Momelino in Bobingen.

diedaa: Und für kleine Füßchen sind die knuddeligen Kinderschuhe von diedaa in Friedberg perfekt.

Wundertüte: Second-Hand gibt es in der Wundertüte

Fairkauf der Sozialzentren der Caritas: Second-Hand Kleidung für Damen, Herren und Kinder. In Meitingen, Königsbrunn und Gersthofen.

 

 

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Haben wir etwas vergessen? Wir freuen uns über Tipps und Adressen. Einfach eine Mail an redaktion@lifeguide-augsburg.de

Erstveröffentlichung dieses Beitrages im Lifeguide: 21. Juli 2020

Onimos bietet Slow Fashion in Augsburg: Second Hand, Vintage und faire Label. Foto Cynthia Matuszewski
Onimos bietet Slow Fashion in Augsburg: Second Hand, Vintage und faire Label. Foto Cynthia Matuszewski
Fabian Frei,Wolfgang Schimpfle, suslet, sustainable Outlet, Augsburg, degree, Foto: degree clothing
Wolfgang Schimpfle und Fabian Frei (vl), Gründer des ersten sustainabel Outlets, SUSLET, in Augsburg. Foto: SUSLET
Manomama Augsburg. Faire Öko-Mode. Foto: Cynthia Matuszewski
Manomama Augsburg. Faire Öko-Mode. Foto: Cynthia Matuszewski
Glore, Augsburg, Foto: Bernhard Rampf
Glore: Augsburger Laden mit ökologischer, nachhaltiger und fair gehandelter Mode, Accessoires und Kosmetik. Foto: Bernhard Rampf
Life Tree, Made in Augsburg, Nachhaltige Mode, Martin Benedek, Manuel Sanktjohanser, Foto: Cynthia Matuszewski, T-Shirts, Baum, Hoodies, Rucksäcke, Mode, Bekleidung
Life Tree: Nachhaltige Mode von Martin Benedek und Manuel Sanktjohanser aus Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Degree-clothing Augsburg. Foto Cynthia Matuszewski
Degree-clothing Augsburg. Foto Cynthia Matuszewski
Der Augsburger Weltladen
Der Augsburger Weltladen
Sina Trinkwalder, Gründerin des Unternehmens manomama in Augsburg. Foto Cynthia Matuszewski
Sina Trinkwalder, Gründerin des Unternehmens manomama in Augsburg. Foto Cynthia Matuszewski
Martin Benedek
Das Vinty´s in Augsburg (Bild: Torsten Mertz)
Das Vinty´s in Augsburg (Bild: Torsten Mertz)
Glore: Augsburger Laden mit ökologischer, nachhaltiger und fair gehandelter Mode, Accessoires und Kosmetik.Foto: Bernhard Rampf
Glore: Augsburger Laden mit ökologischer, nachhaltiger und fair gehandelter Mode, Accessoires und Kosmetik. Foto: Bernhard Rampf
Latztruhe, Augsburg, ökologische Kinderkleidung, Foto: Tabea Jakob
Die Latztruhe in Augsburg. Hier gibt es ökologische Kinderkleidung und Geschenke für die Kleinsten. Foto: Tabea Jakob
running, Sportschuhe, Laufschuhe
Auch eine große Auswahl an Laufschuhen sind bei Michael Häuser zu finden. Foto: Cynthia Matuszewski
diedaa: Krabbelschuhe frei von allergieauslösenden und gesundheitsgefährdenden Stoffen. Foto: diedaa
diedaa: Krabbelschuhe frei von allergieauslösenden und gesundheitsgefährdenden Stoffen. Foto: diedaa
Doris Limmer, Upcycling, Pelz-Upcycling, Persianer, Nerz, Augsburg, Hutwerkstatt, Hüte, Kappen, Hauben, alte Pullover upcyclen, Modistin, Foto: Cynthia Matuszewski
Ein Hauch aus Federn... diesen Hut hat die Modistin Doris Limmer in ihrer Hutwerkstatt in Augsburg gefertigt. Foto: Cynthia Matuszewski
Augsburger RathausBag, Augsburg, upcycling, Foto: Natalija Ribovic
Augsburger RathausBag, Foto: Natalija Ribovic
Life Tree, Festival, Stand, Foto: Manuel Sanktjohanser
Der Life Tree Stand auf einem Festival. Foto: Manuel Sanktjohanser
Die Krawattentaschen des Sozialkaufhauses contact in Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
Die Krawattentaschen des Sozialkaufhauses contact in Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
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Bayerische Eine Welt-Tage 2022

Bayerische Eine Welt-Tage 2022

Kongress am Park
Gögginger Straße 10
86159
Augsburg
Weltkugel, Foto piro4d, Pixabay, Weltall
Mehr als 60 Organisationen kommen am 8. und 9. Juli zu diesem lebendigen Marktplatz des fairen Handels, globalen Lernens und der Eine Welt-Partnerschaften.

Treffpunkt für Eine-Welt-Akteur*innen

Die „Bayerischen Eine Welt-Tage“ mit „Fair Handels Messe Bayern“ sind der Treffpunkt für Eine Welt-Akteur*innen in Bayern. Im „Kongress am Park“ in Augsburg präsentieren sich Importorganisationen des Fairen Handels mit ihren neuesten Trends und Produkten.

 

Gleichzeitig stellen Organisationen aus allen „Eine Welt-Bereichen“ ihre Aktivitäten, Partnerschafts-Initiativen, Ideen oder Bildungsangebote vor. Insgesamt beteiligen sich über 60 Organisationen / Initiativen an der Veranstaltung. Es werden rund 1.500 Besucher*innen erwartet. Auch Politiker*innen aus dem Deutschen Bundestag, dem Bayerischen Landtag und dem Europäischen Parlament stehen für Gespräche zur Verfügung. Besucher*innen können sich in 18 sogenannten „Infoshops“ zu aktuellen Themen aus den Bereichen Fairer Handel, Globales Lernen, Eine Welt-Partnerschaft informieren und mitdiskutieren. Für bio-faire Verpflegung ist gesorgt. Der Eintritt ist frei!

 

Informationen zu allen Anbietern, Akteuren und Inhalten findet ihr online unter www.einewelt.bayern bzw. direkt unter http://www.eineweltnetzwerkbayern.de/fairer-handel/fair-handels-messe-b….

INFO:

 

 

Event-Termin
-
German
Die Werkstatt Solidarische Welt bietet einen Platz für globales Lernen in Augsburg, mit dem Schwerpunkt entwicklungspolitische Bildung, sowie Aktionen, Workshops und Ausstellungen.
Öffnungszeiten aktivieren
SHOW
Ort

Weiße Gasse 3
86150 Augsburg
Deutschland

E-Mail
wsw [at] werkstatt-solidarische-welt.de

Seit 1980 sind die Werkstatt Solidarische Welt und der Weltladen die kreativen und konkreten Eine Welt-Akteure Augsburgs.Kaum zählbar die Aktionen, die von der Werkstatt gestartet wurden und werden – darunter die jährlichen Afrikanischen Wochen im Herbst, der Karneval der Welten bis 2014 und die erfolgreiche Bewerbung Augsburgs als Fair Trade Town im Jahr 2010. Außerdem werden von der Werkstatt Solidarische Welt die Faire Woche, Asien-Tage, Einzelveranstaltungen, Ausstellungen oder Stadtrundgänge organisiert.

 

Die Werkstatt Solidarische Welt e.V. ist Anlaufstelle für entwicklungspolitisch Interessierte, die Informationsmaterialien benötigen (Archiv, pädagogische Materialstelle, Leihbücherei), oder die sich zu Themen der Einen Welt informieren möchten.

 

Unzählige Augsburger*innen haben bereits im Weltladen ehrenamtlich Ladendienst gemacht. Durch ihr Engagement tragen sie dazu bei, dass Produzent*innen im globalen Süden verlässliche Einnahmen aus Fairem Handel erwirtschaften.

 

Facebook: https://www.facebook.com/werkstatt.welt/

Instagram: https://www.instagram.com/werkstattsolidarischewelt/

 

 

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Tipp
Öffnungszeiten
Wochentag
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag 10 bis 15
oder nach telefonischer Vereinbarung
Karte Kategorie

Leckere Oster-Rezepte vom Weltladen Augsburg

Leckere Oster-Rezepte vom Weltladen Augsburg
In dem Osterlamm, den Karottenmuffins oder den Orangenplätzchen sind jede Menge fair gehandelter Zutaten.
Orangenplätzchen, gebacken nach einem Rezept des Weltladens Augsburg mit vielen fair gehandelten Zutaten. Foto: Henriette Seydel / Weltladen Augsburg

Ob für den Osterbrunch oder als Mitbringsel zur Osterfeier – Selbstgebackenes kommt immer gut an, vor allem, wenn die Zutaten fair und bio sind. Die Mitarbeiter*innen des Weltladens Augsburg haben dem Lifeguide drei ihrer leckersten Oster-Rezepte verraten. In dem Osterlamm, den Karottenmuffins oder den Orangenplätzchen sind jede Menge fair gehandelter Zutaten. Und wer zum Stöbern in den Weltladen geht, findet für sein persönliches Oster-Rezept ganz sicher weitere Zutaten.

 

Im  Weltladen Augsburg könnt ihr euch zu jeder Jahreszeit inspirieren lassen und findet für viele Gelegenheiten witzige Geschenke und nachhaltige Mitbringsel, leckere und fair gehandelte Schokolade oder tolle Deko-Artikel, wie Kerzen und Gefilztes. Bei einem Streifzug durch die farbenfrohen Regale kommt richtig gute Stimmung auf!. Für alle, die gern mit Listen arbeiten und Häkchen machen, gibt es jetzt auf der Weltladen-Seite die "Checkliste Ostern - eine Fairanstaltungshilfe".

 

Für Osternester liefert uns übrigens die Natur die besten "Zutaten", wie Zweige, Moos oder kleine Steine. Ideen liefert Katrin Mayer aus Horgau in ihrem Artikel Osternester ganz natürlich.

 

Rezepte:

Alle Zutaten, die mit einem ° gekennzeichnet sind, findet ihr fair gehandelt im Weltladen Augsburg. Den Rest, wie Bio-Eier, Butter oder Mehl gibt es in einem der zahlreichen Lifeguide-Läden – einfach unter dem Stichwort „Lebensmittelläden" stöbern.

 

Osterlamm

Symbolisch für das Lamm Gottes stellt das süße Schoko-Osterlamm ein Symbol für Reinheit und Frieden dar. Neben Ostereiern und Hefezopf ist auch das Osterlamm vielerorts Brauchtum. Zum Backen wird eine spezielle Form benötigt, die dem Teig seine Lammform gibt.

Zutaten:

  • 2 Eier
  • 125 g weiche Butter
  • 110 g Zucker°
  • 1 Pk. Vanillezucker°
  • 1 Prise Salz°
  • 100 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 60 g gemahlene Mandeln°
  • etwas Butter und Mehl/Semmelbrösel für die Form
  • 200g weiße Schokolade°
  • bisschen Vollmilchschokolade° oder Rosinen° für die Augen

Zubereitung:

  • Da alle Zutaten etwa Zimmertemperatur haben sollten, diese etwa 30 Minuten vor der Zubereitung bereitstellen.
  • Die Lammform einfetten und mit Mehl oder Semmelbröseln bestäuben. Den Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) oder 160 °C (Heißluft) vorheizen.
  • Für den Rührteig die Eier trennen und das Eiweiß mit der Hälfte des Zuckers zu steifem Schnee schlagen.
  • Anschließend die Eigelbe mit dem restlichen Zucker, dem Vanillezucker, der Butter und dem Salz schaumig schlagen.
  • Mehl mit Backpulver und Mandeln vermischen und unterrühren. Nun vorsichtig den Eischnee unterheben.
  • Den Teig in die Form geben und das Lamm auf dem untersten Rost etwa 30 bis 45 Minuten backen.
  • Nach dem Backen die Form aus dem Ofen nehmen und etwa 10 Minuten auskühlen lassen. Anschließend das Lämmchen vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchenrost  auskühlen lassen.
  • 2/3 der weißen Schokolade schmelzen, das restliche Drittel raspeln. Mit der flüssigen Schokolade das vollständig abgekühlte Lamm  überziehen, anschließend sofort mit den Raspeln bestreuen. Sobald alles (an)getrocknet ist, mit einem Holzspieß und der dunklen geschmolzenen Schokolade Augen, Ohren und Mund nachzeichnen (alternativ Rosinen als Augen ran“kleben“).

 

Karottenmuffins

Zutaten:

  • 225g Karotten
  • 225g Mehl
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 1 Prise Salz°
  • 140g brauner Zucker°
  • abgeriebene Schale einer Orange
  • 2 TL Zimt°
  • 115g gehackte und geröstete Haselnüsse°
  • 55g Kokosflocken°
  • 2 Eier
  • 150ml Sonnenblumenöl
  • ca. 50ml Orangensaft°
  • 225g Frischkäse, 85g Butter, 115g Puderzucker für die Glasur
  • 250g Marzipan und Lebensmittelfarbe für die Möhrchendeko

 

Zubereitung:

  • Den Backofen auf 180° vorheizen und die Muffinform mit Papierförmchen auslegen.
  • Karotten reiben.
  • Das Mehl mit dem Backpulver in eine Schüssel sieben, anschließend mit den Karotten, Salz, Zucker, Orangenschale, Zimt, Nüssen und den Kokosflocken vermischen.
  • Die Eier verquirlen und mit dem Öl und dem Saft zur Teigmischung geben. Alles gut verrühren.
  • Jetzt den Teig in die Förmchen füllen und für etwa 20-40 Minuten in den Ofen schieben.
  • Für die Glasur Frischkäse, Butter und Puderzucker vermischen, und die abgekühlten Muffins bestreichen.
  • Das Marzipan orange und grün färben und Karotten formen. Damit die Muffins dekorieren.

Orangenplätzchen

Zutaten:

  • 2 Eier
  • 250g weiche Butter
  • 150g Zucker°
  • 1 EL Orangensaft
  • 400g Mehl
  • 1/4 TL Backpulver
  • Orangensaft° und Puderzucker für die Glasur
  • Dekoperlen, Schokolinsen, Zuckerstreusel, etc.

Zubereitung:

Mit allen Zutaten einen Mürbeteig kneten, diesen kühlstellen und anschließend ausrollen. Jetzt verschiedene österliche Figuren ausstechen und bei 180° im Ofen abbacken. Nachdem die Plätzchen abgekühlt sind, können sie mit Zuckerguss und sonstiger essbaren Deko verziert werden.

 

Guten Appetit und Frohe Ostern!

 

Erstveröffentlichung im Lifeguide: 10.4.2019

Osterbäckerei, Weltladen Augsburg, Osterplätzchen, Kekse, Augsburg, Foto: Henriette Seydel, Osterhase
Osterlamm, gebacken nach einem Rezept des Weltladens Augsburg mit vielen fair gehandelten Zutaten. Foto: Henriette Seydel/ Weltladen Augsburg
Osterbäckerei, Weltladen Augsburg, Osterplätzchen, Kekse, Augsburg, Foto: Henriette Seydel, Osterhase
Karottenmuffins, gebacken nach einem Rezept des Weltladens Augsburg mit vielen fair gehandelten Zutaten. Foto: Henriette Seydel/Weltladen Augsburg
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Oikocredit vergibt weltweit Mikrokredite

Oikocredit vergibt weltweit Mikrokredite
73% aller Philippinen sind „unbankable poor“. Sie haben weder ein Bankkonto noch Eigenkapital oder andere Sicherheiten. Sie würden bei keiner Bank ein Kredit bekommen. Oikocredit hilft mit Mikrokrediten beim Aufbau einer Existenz.
Marilou Pantua-Juanito von Oikocredit Südostasien zu Gast in Augsburg. Foto Cynthia Matuszewski

Philippinische Händler*innen oder Kleinbäuer*innen sind auf kurzfristige Kredite für Saatgut oder Handelsware angewiesen. Mikrokredite für einen Tag, eine Woche oder mehrere Monate sind für diese Menschen von existenzieller Bedeutung. Auf den Philippinen unterstützt Oikokredit vorwiegend diese Kleinunternehmer*innen und Bäuer*innen, hilft aber auch Gemeinden und Genossenschaften beim Bau von Siedlungen und Krankenhäusern oder bei der Wasserversorgung. Außerdem ist Oikocredit in Katastrophengebieten in der Vorsorge und Soforthilfe aktiv.

 

Weltweit hat Oikocredit 2021 über 500 Partner*innen, die Mikrokredite vergeben. Marilou Pantua-Juanito arbeitet beispielsweise für Oikocredit Südostasien und stellte in Augsburg die Arbeit auf den Philippinen vor.

 

Leben in Würde

Oikocredit wurde 1982 als internationale Genossenschaft gegründet, mit der Vision einer weltweit gerechten Gesellschaft, in der sich jeder Mensch in Würde eine Existenz aufbauen kann. Das System ist einfach: Anleger*innen können bei Oikocredit ihr Geld investieren. Jede beliebige Summe ab 200 Euro ist möglich. Jährlich wird eine Dividende festgelegt, die maximal zwei Prozent beträgt, aber – je nach Geschäftsergebnis - auch komplett ausfallen kann.

 

Das Geld wird weltweit sogenannten „Mikrofinanzinstitutionen“ oder Produktionsgenossenschaften zur Verfügung gestellt. 2021 wurden mit 995,9 Millionen Euro knapp eien Milliarde Euro an mehr als 500 Partner vergeben. Ein Beispiel für eine Mikrofinanzinstitution ist Alalay Sa Kaunlaran Inc (ASKI) in Südostasien. ASKI hat über 70 Filialen und bedient 100.000 Kundinnen und Kunden. „Bei ASKI arbeiten Field-Manager und Managerinnen, die in den Gemeinden leben und über die Situation der Menschen vor Ort bestens informiert sind“, berichtet Marilou Pantua-Juanito. Diese Manager*innen werden von Oikocredit geschult und unterstützt.

 

 

Der erste Kredit sichert die Existenz, der zweite bringt Licht

ASKI vergibt regional meist kleinere Kredite mit einem Volumen von 100 bis 1.000 Euro, manchmal auch 2.000 Euro. Die Laufzeit der Kredite hängt vom Vorhaben ab: Für den kurzfristigen An- und Verkauf von Waren reicht manchmal schon eine Laufzeit von einem Tag oder einer Woche, für die Aufzucht eines Ferkels werden etwa drei Monate gerechnet, der Anbau von Reis mit einem halben Jahr veranschlagt. Mikrokredite werden auf den Philippinen häufig für Saatgut gebraucht – seit einer Bodenreform steht jedem Filipino zwar ein Hektar Land zu, oft fehlt aber das Geld für Samen, Dünger oder maschinelle Hilfe beim Bestellen der Felder. "80 % unserer Kreditnehmer*innen gehören zu der sehr armen Bevölkerung, 85% von ihnen sind Frauen in ländlichen Gebieten", berichtet Marilou Pantua-Juanito.

 

ASKI vergibt maximal zwei Kredite gleichzeitig, davon ist der zweite häufig für eine Solarlampe, weil nicht überall die Stromversorgung gewährleistet ist. Erneuerbare Energien sind ein wichtiger Investitionsschwerpunkt von Oikocredit.

 

Betrachtet man die Zinsen, die die Händler*innen oder Kleinbäuer*innen an ihr Kreditinstitut vor Ort zahlen, erscheinen diese mit 15 bis 30% sehr hoch. „Man darf die Mikrokredite nicht mit unseren Hypothekenkrediten mit langen Laufzeiten vergleichen, sie ähneln eher unseren Dispokrediten“, sagt Eva Bahner von Oikokredit Bayern. „Die durchschnittliche Laufzeit von Mikrokrediten ist kurz, sie beträgt vier Wochen bis ein Jahr. Außerdem berücksichtigen die Zinsen die teils sehr hohen Inflationsraten in den jeweiligen Ländern. Und der Mikrokredit ist meist ein völlig ungesicherter Kredit: Für die Menschen vor Ort ist er jedoch die einzige Möglichkeit, Startkapital für den Aufbau einer eigenen Existenz zu bekommen.“

 

 

Krankenhäuser und Trinkwasserversorgung

Die Genossenschaft unterstützt nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Dörfer und Gemeinden. Beispielsweise in Gebieten, wo es keinen Zugang zu Trinkwasser gibt. Hier werden Trinkwasseraufbereitungsanlagen aufgebaut, LKWs liefern jeden Morgen Wasser an, das von geschulten Mitarbeiter*innen aufbereitet und für 25 Cent pro 20 Liter-Kanister verkauft wird. In abgelegenen Gegenden werden Gemeinden auch beim Bau von Krankenhäusern unterstützt. 

 

Im Rahmen der „Gender Equality“ bietet ASKI außerdem Schulungen speziell für Frauen an, die häufig weder über Geld noch über eine Ausbildung verfügen. Sie lernen einen Businessplan zu erstellen, absolvieren Seminare und tauschen sich aus. Durch ihre Erfolge innerhalb der Kommunen und über das Verdienen eigenen Geldes, gewinnen sie mehr Einfluss und ein stärkeres Selbstbewusstsein.

 

 

Frühwarnsystem bei Naturkatastrophen

„Die Philippinen sind reich an Wasser, Sonne und Wind. Aber mit 20-30 Taifunen im Jahr, 20 aktiven Vulkanen und einer hohen Tsunamigefahr ist es auch ein Land, das häufig von Naturkatastrophen heimgesucht wird. Von den Folgen sind die Ärmsten am stärksten betroffen“, berichtet Marilou Pantua-Juanito. Deshalb hat Oikocredit auf den Philippinen zusammen mit regionalen Netzwerken ein Trainingsprogramm zum Umgang mit Naturkatastrophen entwickelt. Es umfasst Frühwarnsysteme, Soforthilfen im Katastrophenfall und einen Solidaritätsfond, der Schäden finanziell auffängt.

 

Und wie sieht es mit der Rückzahlung der Kredite aus? Die Motivation der Kleinunternehmer*innen ist sehr hoch. „In 40 Jahren wurden nur 4% Ausfälle registriert“, zieht Marilou Pantua-Juanito eine positive Bilanz.

 

Kontakt:

Oikocredit Büro Friedberg:

Eva Bahner ebahner@oikocredit.de

0821 40 89 21 19

Oikocredit Förderkreis Bayern e.V.

Hallplatz 15 – 19

90402 Nürnberg

www.bayern.oikocredit.de

Erstveröffentlichung dieses Artikels im Lifeguide: 25.11.2016

Investitionsmodell Oikocredit.
Investitionsmodell Oikocredit.
Marilou Pantua-Juanito (rechts) von Oikocredit Südostasien zu Gast in Augsburg. Hier mit dem 2. Bürgermeister von Augsburg, Stefan Kiefer und Eva Bahner vom Oikocredit Förderkreis Bayern/ Friedberg. Foto Cynthia Matuszewski
Marilou Pantua-Juanito (rechts) von Oikocredit Südostasien zu Gast in Augsburg. Hier mit dem 2. Bürgermeister von Augsburg, Stefan Kiefer und Eva Bahner vom Oikocredit Förderkreis Bayern/ Friedberg. Foto Cynthia Matuszewski
Marilou Pantua-Juanito von Oikocredit Südostasien zu Gast in Augsburg. Foto Cynthia Matuszewski
Marilou Pantua-Juanito von Oikocredit Südostasien zu Gast in Augsburg. Foto Cynthia Matuszewski
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„Mein Auto, mein Kleid, mein Hähnchen“

„Mein Auto, mein Kleid, mein Hähnchen“
Gelesen und gelernt: die Studie von Brot für die Welt

Wer zahlt die Kosten für unseren grenzenlosen Konsum? Wir ahnen es, die Studie belegt es. Es bezahlen vor allem Menschen, die fernab wohnen: Minenarbeiter in Brasilien, die das Erz abbauen, aus denen deutsche Autos gebaut werden; Näherinnen in den Textilfabriken Bangladeshs; und Kleinbäuerinnen und -bauern  in Paraguay, die von ihrem Land vertrieben wurden, um dort Futtersoja anzubauen.

Wir wissen das im Groben. Diese Broschüre von 2016 erläutert den Fußabdruck unseres Konsums an drei Beispielen – auf jeweils 10 bis 14 Seiten, versehen mit übersichtlichen Grafiken. Die Broschüre zeigt kurz, klar und verständlich, wer die Last für unseren Konsum trägt. Außerdem ist sie kostenlos. Nach der Lektüre dieser Studie wissen wir nicht mehr nur im Groben, was falsch läuft, sondern in Zahlen und Details.

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Thema globale Hühnerproduktion

Der Skandal mit den nach West- und Zentralafrika exportierten europäischen, darunter auch deutschen Hühnerteilen ist einigen sicher bekannt: bei uns bleiben die Filetstücke, vielleicht noch die Schenkel – aber Flügel, Hals, Innereien, Köpfe und Füße werden von den großen Herstellerkonzernen nach Afrika verkauft. Trotz weiter Entfernungen und aufwendigem Transport (Stichwort: Kühlkette) sind sie dort billiger als ganze Hühner aus der eigenen Region. Folge: zwar konnten sich mehr Menschen jetzt Hühnerteile leisten, doch die lokale Hühnerproduktion brach zusammen, 90% der heimischen Fleischproduzent*innen gaben auf. Weitere Folge neben Verarmung: Krankheiten, denn öfter waren die Teile stark mit Salmonellen verseucht, da die Kühlkette nicht eingehalten wurde. Gegenwehr gelang erst, als die Regierungen von Kamerun oder Senegals Importbeschränkungen bzw. -verbote aussprachen. Dort erholt sich die lokale Hühnerproduktion seitdem langsam wieder.

 

Was tun?

Weg von der industrialisierten Hühnerproduktion bei uns, zurück zu kleinen und lokalen Haltungen. Wer bei uns Tiere mästet, sollte auch deren Futter anbauen, statt beispielsweise Futtersoja aus Paraguay zu verwenden – das würde hierzulande zwar die Produktion senken, die Preise erhöhen und den Hühnerfleischkonsum reduzieren. Aber es würden weniger Antibiotika eingesetzt und Exporte vermieden. Dürften alle Entwicklungs- und Schwellenländer Billigimporte untersagen, könnte sich in den afrikanischen Ländern die lokale Produktion wieder besser entwickeln. Freihandel ist also nicht gleich fairer Handel, sondern manchmal das Gegenteil. Ich weise in diesem Zusammenhang auf die Vorläufer von TTIP in Afrika hin,  die EU-Freihandelsabkommen EPA mit afrikanischen Staaten.

 

Nächstes Thema der Studie: der Preis der Kleidung

Auch das ist hinreichend bekannt: Beim Anbau der Baumwolle, der Herstellung von Chemiefasern, der Veredelung und der Konfektionierung wird in der Ferne oft gegen grundlegende Menschenrechte verstoßen – Zwangs- und Kinderarbeit, viel zu lange Arbeitszeiten, keine existenzsichernden Löhne, mangelnde Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Unterdrückung von Gewerkschaften.

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Die Studie bringt Beispiele aus Indien, Bangladesh und Kambodscha, beziffert den Einsatz von 2,4 kg Chemikalien bei der Herstellung von einer Jeans und wer wie viel an einem T-Shirt verdient – die Näherin z.B. nur 1% des Preises. Verantwortung dafür tragen die Handelsunternehmen unserer reichen Länder, die Hersteller*innen vor Ort und ein wenig auch wir Konsumierenden – denn es gibt mittlerweile immer mehr Alternativen. Aus Augsburger Sicht: bei uns wird selbst wieder Kleidung hergestellt, von manomama (diese ist sogar Bioland-zertifiziert). Außerdem bieten degree und diverse kleinere Läden Kleidung an, die in Europa hergestellt bzw. mit vertrauenswürdigen Siegeln wie Fair Wear, Fairtrade Baumwolle, GOTS ausgestattet sind. In unserem nachhaltigen Lifeguide-Shopping-Rundgang findest du viele tolle Bekleidungsläden. Aus der Region sind z.B. Schöffel aus Schwabmünchen und deuter aus Gersthofen Mitglied der Fair Wear Foundation. Doch zurück zur Studie: Der Marktanteil von GOTS-zertifizierter Kleidung liege bundesweit bei 0,02%, so das Umweltbundesamt; das dürfte auch für Augsburg gelten – jedes 5.000 Kleidungsstück also.

 

Was tun?

Alternative Einkaufsmöglichkeiten habe ich ja schon beschrieben. Außerdem sollten alle Unternehmen in der gesamten Lieferkette auf gute Arbeits- und Gesundheitsbedingungen achten. Das ist äußerst kompliziert, muss aber sein. Ein erster Schritt dahin wäre die Konzentration der Unternehmen auf langfristige, stabile Beziehungen mit möglichst wenigen Lieferanten – so macht es zum Beispiel deuter. Zweitens sollten Bundestag und Bundesregierung sich nicht mit freiwilligen Selbstverpflichtungen von Unternehmen begnügen. Und  Kommunen, Schulen oder Kindergärten sollten immer möglichst hohe soziale und ökologische Standards einhalten. Wir Shopper*innen schließlich sollten weniger und wohl gezielter einkaufen, und dabei vor allem auf Siegel wie die obengenannten Fairwear, Fairtrade und GOTS achten. Oder Second-Hand-Kleidung erstehen, da gibt es immer mehr Verkaufsstellen. Einfach hier im Lifeguide den Suchbegriff "second hand" eingeben".Und wir haben noch einen großen Vorteil: mit der Aktion Hoffnung, ihren Kleiderbehältern und Sammelaktionen, haben wir in und um Augsburg eine lokale gemeinnützige Wiederverwerterin gebrauchter Kleider.  

 

Neues über unser teuerstes Stück: das Auto

Wer weiß, woher die Teile, aus denen unsere Autos bestehen, kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt sind? Niemand. Frag mal deine*n Autoverkäufer*in - sie werden es auch nicht wissen. Sind ja auch zwischen 10.000 und 40.000 Teilchen pro Pkw. Die Broschüre bringt etwas Licht ins Dunkel. Über die Bedingungen bei der Endmontage z.B. in Ingolstadt sind wir vielleicht noch gut informiert, auch über die Produktion mancher Komponenten (bei Bosch etc.). Aber den Rohstoffabbau und dessen Verarbeitung? Die Studie benennt: Zwei Drittel des Gewichts eines Mittelklassewagens sind Stahl und Eisen, knapp 10% Leichtmetalle wie Aluminium, 3% Buntmetalle wie Messing und Kupfer und Kunststoffe ca. 17%. Sie zeigt auch beispielhaft, wo diese Rohstoffe herkommen und unter welchen Bedingungen sie abgebaut bzw. hergestellt wurden. Sie benennt Menschenrechtsverletzungen und Verarmung z.B. in Peru, woher ca. ein Viertel der deutschen Kupferimporte stammen. Und die Aussichten sind nicht rosig – denn in zukünftigen Elektroautos werden auf Grund der Batterietechnik noch mehr Rohstoffe verbaut sein.

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Was tun?

Spontan gesagt: möglichst Fahrradfahren, denn da sind deutlich weniger Rohstoffe verbaut. Die Studie schlägt vor: Autos teilen. Kleinere Autos bevorzugen, denn auch da sind weniger Rohstoffe drin. Und beim Händler oder Hersteller mal nach den Menschenrechten in der Produktionskette fragen. Das wird erst mal auf Schulterzucken und Erstaunen stoßen; wenn es aber öfter vorkommt, werden sie immer genauere Antworten geben wollen. Am wichtigsten wären politische Änderungen: Standards sollten nicht mehr freiwillig von Wirtschaftsverbänden vereinbart werden, sondern vom Bundestag gesetzlich vorgeschrieben werden. Dass Politik diesen Weg geht, dazu braucht es mehr Druck von mehr Menschen. Genau dazu will die Studie von Brot für die Welt beitragen.

Gegen wirtschaftliches Wachstumsdogma propagieren immer mehr politisch engagierte Menschen Lateinamerikas eine Rückbesinnung auf indigene Lehren. In deren Zentrum steht der Übergang von einer Weltsicht, bei der das Individuum im Mittelpunkt steht, zu einem Weltbild, das die Einbindung des Menschen in eine Gemeinschaft und seine Umwelt betont. Hierzu findet sich ein doppelseitiges Interview mit Alberto Acosta, Wissenschaftler und einst Energieminister Ecuadors. Das Konzept des guten Lebens biete keine globale Blaupause. Es beschreibe eher Wege, die sich beim Gehen offenbaren und die Menschen in ihren Gemeinschaften erkunden müssten. Klar sei: es gelte, die Armut abzuschaffen und den Wohlstand radikal umzuverteilen.

Damit nicht länger fernab Menschen die Kosten für unseren grenzenlosen Konsum zahlen.

Hier geht es zu der Brot für die Welt Studie Mein Auto, mein Kleid, mein Hähnchen

 

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INFO: Dieser Artikel erschien bereits am 24.10. 2016 im Lifeguide

 

 

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