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10. Energiekarawane in Pfersee-Südost

10. Energiekarawane in Pfersee-Südost

Pfersee Südost
bis 29. Juli
Augsburg
Die Energiekarawane tourt durch mehrere Viertel der Stadt Augsburg und bietet unabhängige Energie-Beratung an.
Die Stadt Augsburg bietet in Pfersee-Südost bis zum 29. Juli 2022 kostenfreie Energieberatung an.

Energieeinsparung ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Im Juli 2022 können die Eigentümerinnen und Eigentümer von selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern in Pfersee-Südost kostenlos an einer Beratung teilnehmen. Sie wird von unabhängigen Energieberaterinnen und Energieberatern der Stadt Augsburg durchgeführt.

Das Themenspektrum der Beratung reicht von Energiesparen, Energieeffizienz und Modernisierung bis zu aktuellen Fördermöglichkeiten. Die etwa einstündigen Beratungen sind kostenfrei sowie produkt- und anbieterunabhängig. Die Erfahrungen mit den Energiekarawanen haben gezeigt, dass bereits nach rund einem Jahr rund ein Drittel der Eigentümerinnen und Eigentümer in Folge der Beratung Modernisierungsmaßnahmen getätigt oder konkret geplant haben. Belohnt werden sie dafür mit Energieeinsparungen, einem verbesserten Wohnklima und einen geringeren CO2-Ausstoß.

Seit 2014 tourt die Energiekarawane durch Augsburg und hat bereits 393 Hauseigentümer*innen beraten.

Die Stadt Augsburg bietet eine kostenlose und neutrale Erstberatung zum Themenbereich Energie an: Energieberatung

Event-Termin
-
German
Transition-Town ruft Projekte ins Leben, sammelt Ideen und vernetzt bestehende Initiativen, mit dem Ziel, besser mit Ressourcen, Energie und Nahrung umzugehen.
Anrede
Herr
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HIDE
Ort

Obstmarkt 11
86159 Augsburg
Deutschland

E-Mail
info [at] transition-town-augsburg.de

Die Transition-Town-Bewegung ruft weltweit Projekte ins Leben, sammelt Ideen und vernetzt bestehende Initiativen, um besser mit Ressourcen, Energie und Nahrung umzugehen. Transition Town möchte eine Perspektive für die Zukunft schaffen.

Basis der Aktivitäten von Transition Town ist das „Energiewende Handbuch“ des Iren Rob Hopkins, der erfolgreich die ersten Transition Towns in England ins Leben gerufen hat. Mittlerweile ist daraus eine weltweite Bewegung mit über 2.500 Initiativen auf lokaler Ebene geworden.

Kern-Ziele des Forums

  • Schonender Umgang mit Ressourcen durch Recycling
  • CO2 Ausstoß senken
  • regionalen Selbstversorgung stärken
  • Wissen vermitteln
  • Bestehende Initiativen vernetzen: Es entstehen neue Ideen und regionale Gemeinschaften
  • Ein persönliches Erfolgserlebnis durch eigener Hände Arbeit

Darüber hinaus beschäftigt sich die Transition Town Augsburg mit den Themen: Recycling-Werkstätten, regionales Wirtschaften, Energie, Ernährung, Gesundheit und noch vieles mehr.

 

Initiativen, die in der Transition Town Augsburg mitarbeiten

  •     Bikekitchen, offene Reparatur-Werkstatt für Fahrräder
  •     CityFarm, ökologische Landwirtschaft im Stadtgebiet mit Schulungsangeboten
  •     Contact e.V., Sozialkaufhaus in Augsburg Haunstetten
  •     ReDesignA, Kurse und Seminare zu Recycling und Design
  •     Bürgerinnen und Bürger der Fahrradstadt 2020
  •     Lebensraum Schwabencenter, Begegnungszentrum, neues Wohnkonzept
  •     Max und Moritz, Lastenradverleih
  •     Forum Plastikfreies Augsburg –  Initiative für weniger Plastik und weniger Müll

Transition Town Augsburg ist Forum der Lokalen Agenda 21 - für ein zukunftsfähiges Augsburg. Weitere Informationen zur Lokalen Agenda 21 findest du unter www.nachhaltigkeit.augsburg.de.

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Nachhaltig Online

Nachhaltig Online - Internet nachhaltig nutzen
Wie können wir das Internet möglichst umweltfreundlich nutzen? Der Verbraucherservice Bayern (VSB) bietet mit einem Online-Quiz einen guten Einstieg in das Thema. Für alle, die mehr wissen möchten gibt es Online-Kurse, Workshops und eine Ausstellung.
Wie können wir das Internet möglichst umweltfreundlich nutzen? Der Verbraucherservice Bayern gibt Tipps. Foto: free-photos auf pixabay

Die fortschreitende Digitalisierung verändert alle Lebensbereiche. Informationen abrufen, Waren bestellen und Videos streamen – mit dem Smartphone, Tablet oder PC ist dies rund um die Uhr und überall möglich. Unbemerkt geht damit ein zunehmender Energie- und Ressourcenverbrauch durch Server in globalen Rechenzentren einher. Digitale Angebote können aber auch dabei helfen, Energie einzusparen und die Umwelt zu entlasten.

 

Der Verbraucherservice Bayern (VSB) bietet mit einem Online-Quiz einen guten Einstieg in das Thema. Für alle, die mehr wissen möchten, stellt das Umweltteam des VSB weiterführende Materialien und sogar Vorträge, Online-Kurse, Workshops und eine Ausstellung zur Verfügung.

 

Guter Einstieg: Online-Quiz

Das Quiz „Nachhaltig online – wie geht das?“ vom VerbraucherService Bayern bietet mit 12 Fragen rund um das Thema Internetnutzung und Ressourcenschonung einen guten Einstieg in das Thema. Viele der Fragen sind leicht zu beantworten und wer sich doch einmal vertut, erhält eine ausführliche und gut verständliche Erklärung. Das motiviert und macht Lust auf mehr. Für alle wissensdurstigen Energiesparer*innen gibt es zusätzliche Infos vom Umweltteam des VSB.

 

Das Umweltteam des VSB bietet Workshops und Online-Seminare an

Ob Smart Home, Online Shopping oder Streaming: Wie umweltfreundlich digitale Angebote letztlich sind, hängt wesentlich vom persönlichen Verhalten ab. Das VSB-Umweltteam gibt Tipps, wie Verbraucher*innen durch die Internetnutzung zum Klima- und Ressourcenschutz beitragen.

Schulen, Verbände und andere Institutionen haben die Möglichkeit, Vorträge, Workshops und Online-Seminare rund um die Themen „Nachhaltig Online“ und „Online Shopping“ zu buchen sowie die aktuelle Ausstellung „Nachhaltig Online – Trägt Digitalisierung zum Klimaschutz bei?“ auszuleihen.

 

  • Hier findet ihr alle Materialien des VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB) rund ums Thema Digitalisierung & Umwelt.
  • Hier geht’s zum Quiz
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Gelungenes Integrationsprojekt, günstige Mieten, buntgemischte Mieterschaft, generationsübergreifendes Wohnen, ökologischer Wohnungsbau
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HIDE
Ort

Nebelhornstraße 45
86163 Augsburg
Deutschland

E-Mail
europadorf [at] tuerantuer.de

Die Idee für Europadörfer stammt aus der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Heimatlose Menschen aus unterschiedlichen Ländern sollten in den sechs Häusern in Hochzoll friedlich miteinander leben. Der Initiator Pater Dominique Pire erhielt für diese Idee der Völkerverständigung 1958 den Friedensnobelpreis.

1999 übernahm der Verein „Tür an Tür – miteinander wohnen und leben e. V.“ das Projekt. Heute gilt das Europadorf als gelungenes Integrationsprojekt und steht für günstige Mieten, eine buntgemischte Mieterschaft und generationsübergreifendes Wohnen. Das Dorf ist zudem Vorbild für ökologischen Wohnungsbau. Die Altbauten wurden energetisch saniert und ein Neubau in Niedrigenergiebauweise errichtet. Sonnenkollektoren und eine Pelletanlage sorgen für Warmwasser und Heizung. Und der Innenhof mit seinen alten Bäumen ist seit über 50 Jahren ein Ort der friedlichen Begegnung.  

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Öffnungszeiten
Wochentag
Montag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Dienstag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Mittwoch 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Donnerstag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
Freitag 9:00 bis 12:00 13:00 bis 18:00
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Sonntag geschlossen
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German
Kostenfreie und neutrale Erstberatung – Hilfe bei der Orientierung im „Dschungel der Energiethemen“
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SHOW
Ort

Elias-Holl-Platz 3
86150 Augsburg
Deutschland

Wie kann ich Energie und damit Kosten sparen? Wie baue ich möglichst energieeffizient? Welche Förderungen gibt es für erneuerbare Energien oder für eine Energiesanierung?

Auf diese und viele weitere Fragen rund um die Themen Energiesparen, erneuerbare Energien und energieeffizientes Bauen und Sanieren gibt die Energieberatung der Stadt Augsburg Antworten. Das kostenlose Angebot einer 30-minütige Initialberatung steht allen Augsburger Bürger*innen offen. Der große Vorteil dieser Beratungstermine: Die erfahrenen Energieberater*innen der Stadt Augsburg beantworten alle Anliegen individuell und unabhängig.

Die Beratung kostet Zeit – und die ist gut investiert

Die Beratung geht bequem telefonisch unter 0821-3247322. Oder im persönlichen Gespräch vor Ort. Es werden dann alle Fragen rund um Energiethemen individuell beantwortet. Du erhältst Tipps zu energie- und kostensparenden Maßnahmen sowie zu Fördermöglichkeiten bei Sanierungen. Das Angebot dient der ersten Orientierung im Dschungel der Energiethemen.

 

Die Energiekarawane kommt in die Stadtteile

Zusätzlich touren Energieberater*innen regelmäßig im Rahmen der „Energiekarawane“ durch die Stadtteile und informieren die Bürger*innen vor Ort, in ihren eigenen vier Wänden.

Abgerundet wird das Angebot durch regemäßige Schwerpunktberatungen, zum Beispiel zum Thema Heizung und Warmwasser. Um alle Termine und aktuelle Angebote zu erfahren, lohnt sich ein Blick auf die Webseite der Energieberatung der Stadt Augsburg.

 

Der interaktive EnergiesparCheck

Neben der individuellen Beratung stellt die Energieberatung auch Informationsmaterialien bereit, zum Beispiel interaktive EnergiesparChecks. Sie bieten einen schnellen Überblick zu Energieverbrauch und Einsparmöglichkeiten – vom Kühlschrank bis zur Heizungsanlage. Auch für Vorhaben wie Dachsolarnutzung, Neubau oder Gebäudesanierung geben die Checks eine erste Abschätzung im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz.

Die telefonische Energieberatung erreichst du unter 0821 - 324 73 20. Unter der 0821 - 324 73 22 kannst du Termine für eine persönliche Beratung ausmachen.  Auch die Landkreise bieten persönliche Energieberatung an. Termine erfährst du unter den folgenden Telefonnummern:

  • Landkreis Augsburg:  0821 - 31 02 22 22
  • Landkreis Aichach-Friedberg: 08251 - 922 32

 

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Öffnungszeiten
Telefonische Errreichbarkeit
Mo bis Do 8 bis 18 Uhr
Fr 8 bis 16 Uhr
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Weg mit alten Stromfressern!

Weg mit alten Stromfressern!
Energiespartipps von Silvia Fischer vom Umweltamt der Stadt Augsburg
Foto: Silvia Fischer, sparsame Haushaltsgeräte

Auch wenn der zehn Jahre alte Herd oder der betagte Kühlschrank noch ganz gut funktionieren: Veraltete Geräte verbrauchen viel zu viel Strom. Trotz der Anschaffungskosten spart man langfristig Geld, wenn man auf moderne Haushaltsgeräte der Energieeffizienzklasse A+++ umrüstet.

 

Die Verbrauchsunterschiede erscheinen oft nur als „Stellen hinter dem Komma“ – davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen. So spart beispielsweise die sparsamste Kühl-Gefrier-Kombination mit 300 bis 400 Litern Fassungsvermögen gegenüber dem ineffizientesten Modell in 15 Jahren rund 1.000€ Stromkosten ein. Der höhere Anschaffungspreis macht sich also bezahlt!

 

Die aktuelle Broschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte“ bietet Orientierung, wenn man auf niedrigen Strom- und Wasserverbrauch achten und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten will. Die 16-seitige Zusammenstellung gibt es kostenlos bei der Bürgerinformation auf dem Rathausplatz, in allen Bürgerbüros und bei der Energieberatung Stadt Augsburg im Kundencenter am Elias-Holl-Platz und natürlich auch als pdf zum download hier.

 

Strom selbst messen!

Strommessgeräte helfen dabei, unnötigen Stromverbrauch aufzudecken und so Energie und Energiekosten einzusparen wie beispielsweise beim Standby-Modus. Die Neue Stadtbücherei Augsburg stellt ihren Kund*innen Energiesparpakete kostenfrei zur Verfügung. Darin sind neben einem Strommessgerät und einem Verlängerungskabel mit Ein- und Ausschalter eine ausführliche Bedienungsanleitung und wichtige Informationen zum Energiesparen enthalten. Ein kleines Messgerät zeigt – zwischen Steckdose und dem zu untersuchenden Gerät eingesteckt – den Stromverbrauch des Geräts an. Auf diese Weise sieht man, ob die Waschmaschine beispielsweise auch im ausgeschalteten Zustand Strom verbraucht und falls ja, wie viel. Auch die jährlichen Betriebskosten des Kühlschranks lassen sich mit dem Messgerät ermitteln, was eine gute Entscheidungshilfe für eine mögliche Neuanschaffung ist.

 

  • Aktuelle Informationen und Alltagstipps zum Energiesparen bietet das Umweltamt Augsburg hier.
  • Außerdem berät die Energieberatung Stadt Augsburg Sie gerne rund um das Thema Wohnen und Energie! Individuell, kostenfrei und unabhängig immer dienstags von 13 – 16 Uhr im Büro am Elias-Holl-Platz 2. Vereinbaren Sie Ihren Termin unter 0821/324 7322!
  • An jedem letzten Donnerstag im Monat kommt die Energieberatung von 14 bis 16 Uhr ins Wohnzimmer im Schwabencenter.
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Umsteigen auf Recyclingpapier und damit Urwälder retten

Umsteigen auf Recyclingpapier und damit Urwälder retten
Gastkolumne von Ute Michalik, AG Papierwende
Papier

Meine Beiträge im Alltag zu Umwelt- und Klimaschutz sind: Radfahren, bio-fair einkaufen sowie Recyclingpapier benutzen. Dass Radfahren und der bio-faire Einkauf wichtig sind, versteht jeder. Aber Recyclingpapier? Das hat leider ein ganz schlechtes Image.

Warum das so ist, verstehe ich nicht. Also erkläre ich immer wieder, warum wir Recyclingpapier benutzen sollten: Papier ist zwar ein Produkt aus einem wunderbaren, nachwachsenden Rohstoff, nämlich aus Holz, aber wir verbrauchen viel mehr als nachwächst und sind wahre Papierverschwender.

Für unser Druckerpapier, die Schulhefte, Küchenrolle und Toilettenpapier werden natürlich keine heimischen Wälder gerodet. Bei uns soll kein Baum gefällt werden. Nein, das Holz für die Zellulose kommt von weit her: In Nordeuropa, Kanada und Russland werden Urwälder kahl geschlagen. In Brasilien wird großflächig gerodet, um gigantische Eukalyptusplantagen als Monokulturen zu pflanzen. Eukalyptusfasern eignen sich besonders gut für flauschiges Toilettenpapier. Seit ich das weiß, finde ich die Vorstellung, dass wir Regenwälder im Klo hinunterspülen, unerträglich.

Viele Vorurteile sind längst widerlegt

Dabei gibt es eine wirklich gute Alternative. Ich kaufe Recyclingpapier mit dem Blauen Engel. Bei Hygienepapier ist das einfach, weil es überall zu haben ist. Im Drogeriemarkt gibt es auch prima Papiertaschentücher. Der Blaue Engel bürgt nicht nur für die Umweltfreundlichkeit, sondern garantiert auch hohe Qualität.

Für Druckerpapier mit dem Blauen Engel gilt das gleiche. Qualität, Umweltstandards und optische Ansprüche werden absolut erfüllt. Es gibt Papiersorten, die so weiß sind (100er Weiße), dass man sie von Frischfaserpapier nicht unterscheiden kann. Aber das harte Weiß finde ich gar nicht schön. Ein Recyclingpapier mit einer 90er Weiße hat eine leichte Tönung und schaut richtig gut aus. Es gibt eine riesige Auswahl an Papiersorten – nur leider nicht im normalen Schreibwarengeschäft. Ich bestelle seit Jahren das Druckerpapier im Internet bei einem Versand für umweltfreundliches Büromaterial, und versorge den Freundeskreis mit.

In der Schule sind viele Lehrer skeptisch

Als meine Kinder zur Schule gingen, waren Hefte aus Recyclingpapier selbstverständlich. Und heute? Fehlanzeige. Bei den Grundschulklassen ist es schwierig, weil die Lehrkräfte Spezialhefte vorschreiben. Aber Standardhefte und vor allem Collegeblöcke sind überall und regelmäßig als Sonderangebote erhältlich. Es gibt aber, sogar von Lehrerseite, eine Menge Vorurteile dagegen: Die Tinte würde verlaufen, man könne nicht gut lesen, und so weiter. Diese Vorurteile halten sich genauso wie die, dass Recyclingpapier dem Drucker schaden würde. Das alles ist längst in Studien widerlegt. Das Umweltbundesamt empfiehlt ausdrücklich den Einsatz von Recyclingpapier. 28 deutsche Kommunen und namhafte Konzerne verwenden zu 100 Prozent Recyclingpapier. Das würden sie nicht tun, wenn die Drucker kaputt gingen.

Entscheidend ist: Klimaschutz beginnt beim Papier. Mit einem Blatt Recyclingpapier spare ich die Energie für eine große Tasse Kaffee. Und nicht nur das. Eine mittelgroße Schule spart damit jährlich zwölf Bäume, 15000 Kilowattstunden Strom und 71000 Liter Wasser. Seit Jahren setze ich mich dafür ein – mit einer Ausstellung und Vorträgen – weil es so einfach ist, Wälder und Klima zu schützen. Ich finde diese Form der Kreislaufwirtschaft – Papierfasern können siebenmal wiederverwendet werden – faszinierend und zukunftsfähig.

Der Artikel von Ute Michalik ist Teil der Kolumen "Einfach machen" des Augsburger Landboten. 

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Klimaschutz im Unterricht

Klimaschutz im Unterricht
Fünf Schulen im Landkreis Augsburg beteiligen sich am Klimaschutz-Projekt
Mülltrennung, Thierhaupten, Landkreis Augsburg, Foto: Susanna Eberl

Ob Klimafasten, Energiesparen oder Plastikmüll beseitigen: Mit dem Klimaschutz-Projekt an Grund- und Mittelschulen sollen alle Altersgruppen für den Klimaschutz begeistert werden.

Sechs Wochen auf Zucker, Fernsehen, Handy oder andere „klimaschädliche Sachen“ verzichten. Und möglichst viel Strom sparen. Diese Vorsätze werden nicht so leicht zu realisieren sein, aber die Schüler*innen der Mittelschule Großaitingen sind entschlossen, sich mit ihrem „Klimafasten“ für den Klimaschutz einzusetzen. Die Idee dazu hatten sie im Rahmen des Klimaschutz-Projektes an Grund- und Mittelschulen. Die Großaitinger Mittelschule ist eine von fünf Schulen im Landkreis Augsburg, die 2018 an diesem Projekt teilnimmt. Jede Schule kann einen eigenen Schwerpunkt zum Thema Klimaschutz wählen. Die Mittelschüler*innen in Thierhaupten haben sich beispielsweise das Thema Müll ausgesucht. Sie haben auf der Friedberger Ach Treibgut und Müll entdeckt und wollen das Flüsschen von einem mehrere Quadratmeter großen Teppich aus Unrat, Plastik und Treibgut befreien. Begleitet wird das Projekt von der Umweltethikerin Olga Ustinin von der Umweltstation Augsburg.

Das Klimaschutzprojekt an Grund- und Mittelschulen wurde vom Klimaschutz-Team des Landratsamts Augsburg initiiert und startete im Januar 2018. Von Erstklässler*innen bis zu Abiturient*innen sollen alle Altersgruppen für den Klimaschutz begeistert werden. Die Aktionen, die sich mit den Themen Klimaschutz und Energienutzung, aber auch Müll und Ressourcenschonung befassen, sind über das ganze Jahr verteilt und sind derzeit das größte Klimaschutzprojekt im Landkreis. Ziel ist es, die Schüler*innen dazu anzuregen, Bekanntes kritisch zu hinterfragen und Probleme aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Sie sollen lernen, selbst aktiv zu werden und die Welt mitzugestalten, in der sie leben. Die Kosten der Schulprojekte werden zu 100 Prozent vom Landkreis getragen.

Für die Mittelschüler*innen in Thierhaupten ist das Klostermühlenmuseum zum Lernort geworden. Sie sortieren und analysieren den Müll, der sich am Rechen des Mühlenrads angesammelt hat. „Die Mühle eignet sich besonders gut als Lernort“, freut sich die Olga Ustinin von der Umweltstation Augsburg. Schon nach dem ersten Besuch in der Mühle sind die Augen der Kinder geschärft und sie sehen an jeder Ecke und in jeder Grünfläche Müll: Kleine Papierstücke, Plastikteile und Reste vom Böllern aus der Silvesternacht. Überrascht stellen sie fest: „Wir haben heute sehr, sehr viel Müll gefunden!“ (pm/cy)

 

Müll, Friedberger Ach, Thierhaupten, Landkreis Augsburg, Foto: Susanna Eberl
Im Rahmen des "Klimaschutz-Projektes an Grund- und Mittelschulen" im Landkreis Augsburg engagieren sich Schüler*innen für den Klimaschutz, wie Beseitigung von Müll aus der Friedberger Ach.Foto: Susanna Eberl
Großaitingen, Großaitinger Mittelschule, Landkreis Augsburg, Foto: Susanna Eberl
Die Müllmonster der Mittelschule Großaitingen. Im Rahmen des "Klimaschutz-Projektes an Grund- und Mittelschulen" im Landkreis Augsburg engagieren sich die Schüler*innen für den Klimaschutz.Foto: Susanna Eberl
olga ustinin, Umweltstation Augsburg, Landkreis Augsburg, Foto: Susanna Eberl
Die Mittelschule Thierhaupten beteiligt sich 2018 am "Klimaschutz-Projekt an Grund- und Mittelschulen" im Landkreis Augsburg. Foto: Susanna Eberl
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Energiesparlampe, LED oder was?

Energiesparlampe, LED oder was?
Tipps für den Lampenkauf
Energieeffiziente Beleuchtung schont die Umwelt und spart Strom. Foto: Cynthia Matuszewski

Wer schon einmal im Baumarkt vor den endlos langen Reihen von „Leuchtmitteln“ gestanden hat, sehnt sich vielleicht nach den Zeiten, als eine Watt-Angabe völlig ausreichte, um sich für eine neue Glühbirne zu entscheiden. Heute ist das anders.

Wer heute gezielt nach einem behaglichen Licht für das Wohnzimmer oder nach einer praktischen Beleuchtung für den Arbeitsplatz sucht, muss einiges mehr berücksichtigen – zum Beispiel, die Angaben zu Lumen, Kelvin oder die Farbkennzahl. Und vor allem wissen, welcher Lampentyp der sparsamste ist. Denn Leuchtmittel, die in der Anschaffung teurer sind, sollten auf Dauer möglichst wenig Strom verbrauchen. Wer noch einen Schritt weiterdenkt, stellt sich die Frage, wie viel Energie und welche Rohstoffe bei der Herstellung einer Lampe verbraucht wurden.

Es ist also heute wie in vielen Lebensbereichen schwieriger geworden, eine Entscheidung zu treffen. Hilfreich ist dabei der Newsletter UmweltWissen des Bayerischen Landesamts für Umwelt, der auf 16 Seiten die wichtigsten Fakten zu energieeffizienter Beleuchtung zusammengetragen hat. Wir fassen im Lifeguide einige Ergebnisse zusammen und bedanken uns, dass wir den Text in Auszügen übernehmen dürfen.

 

Die Lampentypen:

Die größten Stromfresser sind Glühlampen. Sie verwandeln nur 5% der Energie in Licht und müssen nach etwa einem Jahr beziehungsweise nach 1.000 Brennstunden ausgetauscht werden. Seit 2009 werden der Verkauf und die Herstellung von Glühlampen von der EU schrittweise verboten. Die alten Lampen können im Hausmüll entsorgt werden.

Halogenlampen sind nicht wesentlich effizienter als Glühlampen und werden bis Ende 2018 vom Markt genommen. Auch sie können im Hausmüll entsorgt werden.

Die Energiesparlampe heißt eigentlich Kompaktleuchtstofflampe (KLL). Sie ist langlebig und verbraucht nur 20% der Energie einer Glühbirne. Ihre Nachteile: Sie braucht etwas Zeit, um hell zu werden und nicht alle Kompaktleuchtstofflampen lassen sich dimmen. Da sie Quecksilber enthalten, müssen sie bei Sammelstellen entsorgt werden.

LED (Lichtemittierende Dioden) sind sehr langlebig und hoch effizient. LEDs benötigen nur 15 Prozent der Energie einer Glühbirne. Sie enthalten sogenannte Seltene Erden und müssen daher bei Sammelstellen abgegeben werden.

Die neuen LEDs mit Filament-Technologie sind den Glühbirnen optisch recht ähnlich. Hier werden kleine LED-Chips fadenförmig aufgereiht und mit einem speziellen Überzug versehen. Sie ähneln also dem Glühfaden einer Glühbirne und erzeugen auch ähnliches Licht.

 

Wichtige Eckdaten und Abkürzungen:

Stromverbrauch in Watt (W): Die Wattzahl gibt Auskunft über den Stromverbrauch. Je geringer die Wattzahl, desto weniger Strom wird verbraucht.

Helligkeit (auch Lichtstrom/Lichtausbeute) in Lumen (lm): Diese Einheit gibt Auskunft über die Helligkeit einer Lichtquelle.

Effizienz: Eine Lampe ist also besonders effizient, wenn sie bei niedriger Wattzahl eine hohe Lumenzahl hat. Inzwischen gibt es LED-Röhren mit bis zu 185 lm/W .

Wattfinder: Für alle, die zwar noch eine genaue Vorstellung davon haben, wie hell eine 60-Watt-Glühbirne ist, aber nicht wissen, wieviel Watt die entsprechenden LED- oder Energiesparlampen haben, hier der Wattfinder vom Bayerischen Landesamt für Umwelt. Will man zum Beispiel eine 60-Watt-Glühbirne ersetzen, kann man eine Energiesparlampe mit 12-14 Watt oder eine LED mit 6-13 Watt wählen.

Lichtfarbe (auch Farbtemperatur) in Kelvin (K): Die Effizienz einer Lampe sagt jedoch noch nichts über ihre Farbtemperatur aus. Von ihr hängen die Ästhetik und unser Wohlbefinden stark ab. Es gibt zwei Hauptbereiche:

Warmweiß: 2.500 bis 3.000 Kelvin (K) sind für die Beleuchtung von Wohnräumen gut geeignet. Auch die Glühbirne liegt in diesem Bereich (etwa 2.700 K).

Kaltweiß, Neutralweiß, Tageslichtweiß: 4.000 bis 6.500 K sind für Büros, Fabrikhallen und andere Arbeitsbereiche gut geeignet.

Farbwiedergabe (Ra-Wert): Farben wirken für uns nur natürlich, wenn eine Lichtquelle über alle Spektralfarben verfügt. Das ist zum Beispiel bei Sonnenlicht so. Auch die Glühbirne gibt Farben sehr natürlich wieder. Sie dient daher als Referenz mit einem sogenannten Ra-Wert von 100. Je höher der Ra-Wert, desto besser die Übereinstimmung der Farben. Heute erreichen fast alle Leuchtmittel Ra-Werte von über 80. Dies gilt als ausreichend für den Wohnbereich. Graphiker*innen und Designer*innen verwenden gerne besonders hochwertige Lampen mit Ra-Werten von über 90.

Farbkennzahl: Die Farbkennzahl kombiniert Angaben zur Farbtemperatur einer Lampe (in Kelvin) und zur Farbwiedergabe (in Ra): Sie hat drei Ziffern, zum Beispiel 927: Die erste Ziffer (9) steht für den Ra-Wert und muss mit zehn multipliziert werden, die beiden hinteren Ziffern (27) ergeben mit 100 multipliziert die Lichtfarbe. Eine Lampe mit der Farbkennzahl 927 hat also einen Ra-Wert von 90 und eine Lichtfarbe von 2.700 K.

 

Ist der Energieverbrauch wirklich so viel niedriger?

Der Wechsel zur Energiesparlampe oder LED lohnt sich. Für Beleuchtung wird insgesamt zwar nur 10% des gesamten Energieverbrauches aufgewendet, aber in diesem Bereich lassen sich leicht 50% Strom einsparen. Das Teure an Glühbirnen ist der Strom, den sie verbrauchen. Der höhere Anschaffungspreis von Energiesparlampen oder LEDs macht sich deshalb rasch bezahlt. So rechnet sich eine LED bereits nach einem guten halben Jahr. Energiesparlampen amortisieren sich schon nach knapp vier Monaten.

Stromkosten im Jahr:

Nach etwa 900 Stunden ist die Glühbirne bereits doppelt so teuer wie eine gleich helle LED. Die Amortisationszeit liegt bei rund 335 Stunden.

Energieverbrauch bei der Herstellung

Obwohl die Herstellung einer Energiesparlampe etwa zehnmal so viel Energie verbraucht wie die einer Glühbirne, amortisiert sich dieser Aufwand rasch – unter Berücksichtigung des deutschen Strom-Mixes bereits nach etwa 70 Betriebsstunden. LEDs amortisieren sich aus energetischer Sicht nach etwa 200 Betriebsstunden.

 

Wissenswertes beim Gebrauch von LEDs und Energiesparlampen

Energiesparlampen nicht so oft an- und ausschalten

Energiesparlampen werben mit einer langen Lebensdauer von bis zu 25.000 Stunden. Ihre Schwachstelle ist die geringe Schaltfestigkeit. Das heißt, häufiges An- und Ausschalten verkürzt ihre Lebensdauer. Es gelten folgende Faustregeln:

  • Jeder Schaltvorgang verkürzt die Lebensdauer.
  • Das Abschalten lohnt sich erst ab etwa drei Minuten Brennpause.
  • Lampen halten länger, wenn sie beim erneuten Einschalten schon abgekühlt sind.

Energiesparlampen erst „einbrennen“, dann dimmen

Nicht alle Energiesparlampen sind dimmbar, darauf sollte man also schon beim Kauf achten. Auch die Lampen, die für das Dimmen geeignet sind, sollten erst einmal etwa 100 Stunden bei maximaler Leistung betrieben werden. Erst nach diesem „Einbrennen“ sollte gedimmt werden. Dazu benötigt die Energiesparlampe einen „normalen“, sogenannten „Phasen-Anschnittsdimmer“. Nicht geeignet sind elektronische Sensor- oder Touchdimmer. Außerdem sollte die Lampe zu dunkel gedimmt werden, da sie sonst zu flackern beginnt. Dabei startet die Lampe jedes Mal neu, so dass sich die Lebendsauer enorm verkürzt.

LEDs richtig dimmen:

Für LED-Dimmer gibt es noch keinen einheitlichen industriellen Standard. Eine „Kompatibilitätsliste“ der Hersteller informiert über den passenden Dimmer.

Halogenstrahler gegen LEDs tauschen: Der richtige Trafo ist entscheidend

Der Austausch von Niedervolt-Halogenstrahlern gegen Niedervolt-LEDs spart viel Energie ein. Oft muss dabei jedoch auch der Transformator (Trafo) getauscht werden. Ringkern-Trafos mit Kupferdrahtwicklung können in der Regel problemlos weiter verwendet werden. Sie sind meist groß, rund und schwer. Anders verhält es sich bei einem elektronischen Trafo, der meist kleiner und rechteckig ist. Hier können Probleme auftreten:  Wenn die neue LED flackert, brummt oder gar nicht angeht, muss der Trafo getauscht werden.

 

Licht und Gesundheit

Geruch: Der anfängliche Geruch bei Energiesparlampen gilt als unbedenklich, regelmäßiges Lüften wird empfohlen.

Quecksilber: Der Quecksilber-Gehalt in Energiesparlampen ist gering. Bei normalem Gebrauch entweicht kein Quecksilber aus den Lampen. Trotzdem darf eine ausgebrannte Enegiesparlampe ausschließlich als Sondermüll entsorgt werden und muss an den Sammelstellen abgegeben werden. Zerbrochene Lampen sollten mit Sorgfalt beseitigt werden. Tipps dazu auf Seite 11 des Newsletters UmweltWissen.

Elektrosmog: Elektrische und magnetische Felder entstehen, wenn Strom transportiert, produziert oder verbraucht wird – also auch bei Glühbirnen, Energiesparlampen und LEDs.

Bei Energiesparlampen gilt: In 30 Zentimetern Entfernung werden die international empfohlenen Referenzwerte für elektrische und magnetische Felder unterschritten. Spezielle Energiesparlampen können zusätzlich bis zu 90% der elektromagnetischen Felder vermeiden.

Die von LEDs erzeugten elektrischen und magnetischen Felder sind äußerst gering, von ihnen geht keine Gefährdung aus. Die empfohlenen Grenzwerte werden problemlos eingehalten.

Schlaf-Wach-Rhythmus: Licht mit hohem Blauanteil, wie es LED-Bildschirme oder Smartphones abstrahlen, unterdrückt die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Benutzt man solche Geräte abends oder nachts, können unruhiger oder unterbrochener Schlaf und eine verminderte Aufmerksamkeit tagsüber die Folge sein. Daher wird empfohlen, in den Abend- und Nachtstunden Lichtquellen mit entsprechend niedriger Farbtemperatur (unter 3.300 K) zu verwenden.

Flimmern: Bei LEDs ist häufig ein falscher Trafo der Grund für ein Flimmern. Bei Energiesparlampen kann ein konventionelles Vorschaltgerät zum Flimmern führen. Auch ältere Energiesparlampen flimmern manchmal.

UV-Licht bei LEDs:  Selbst im Abstand von drei Zentimetern wurden bei weißen LEDs keine nennenswerten UV-Emissionen festgestellt. Bis zu dieser Entfernung werden die vom Gesetzgeber vorgesehenen Grenzwerte für Augen und Haut nie überschritten.

 

Rohstoffe in den Lampen

Dies ist ein schwieriges Thema, denn für die Herstellung energieeffizienter Lampen werden nach wie vor Quecksilber bzw. Seltene Erden benötigt. Quecksilber ist hochgiftig und längst in Lebensbereichen angekommen, auf die wir keinen Einfluss haben. Aber zumindest in unserer Kaufentscheidung sind wir frei. Im Zusammenhang mit Quecksilber wird häufig das Quecksilber-Paradoxon erwähnt, das zeigt, dass durch eine Glühbirne mehr Quecksilber in die Umwelt gelangt, als durch eine Energiesparlampe. Grund ist der höhere Energieverbrauch der Glühbirne, denn zur Stromgewinnung wird im deutschen Strom-Mix auch Kohle verbrannt. Diese enthält Quecksilber, das bei der Verbrennung in die Atmosphäre gelangt. Da die Glühlampe aber langfristige keine realistische Alternative mehr ist, hilft uns diese Information nur insofern weiter, dass wir beim Kauf unserer Lampen auf den  geringstmöglichen Energieverbrauch und bei unserem Strom-Mix auf erneuerbare Energien setzen sollten.

Seltene Erden kommen nur in wenigen Ländern der Erde vor, deshalb wird nach Ersatzstoffen gesucht. Seit 2016 forschen saarländische Chemiker*innen mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und mit Partnern aus der Industrie an einer Methode, die den Anteil Seltener Erden in LEDs verringert. Das Projekt heißt: "Organische und Seltenerd-reduzierte Konversionsmaterialien für LED-basierte Beleuchtung (ORCA)"

 

Wohin mit ausgebrannten Lampen?

Ausgebrannte Glühbirnen und Halogenlampen werden wie gewohnt mit dem Restmüll entsorgt (auf keinen Fall in die Altglassammlung geben). Kompaktleuchtstofflampen enthalten wie stabförmige Leuchtstoffröhren Quecksilber, in LEDs sind die sogenannten Seltenen Erden enthalten. Diese Lampentypen müssen daher bei einer kommunalen Wertstoffsammelstelle entsorgt werden. Einige Händler nehmen sie auch freiwillig zurück. Seit 2005 nimmt zudem das Rücknahmesystem „Lightcycle“ Altlampen von Privatpersonen kostenlos an. Die Lampen werden zerlegt, das Quecksilber abgetrennt und Glas und Aluminium zurückgewonnen. Auch LEDs werden hier fachgerecht recycelt.

Den Newsletter UmweltWissen des Bayerischen Landesamts für Umwelt gibt es zu vielen Themen. Hier können Sie ihn bestellen.

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