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Wie nachhaltig ist die KANU-WM 2022 in Augsburg?

Wie nachhaltig ist die KANU-WM 2022 in Augsburg?
Nachhaltig agieren bei einem internationalen Event wie der KANU-WM 2022 ist eine große Herausforderung. Wie hat die Stadt Augsburg das gemeistert? Interview mit Johannes Heiß, Projektleiter der Kanu WM 2022.
Offizielle Grafik zur KANU-WM 2022 in Augsburg. Copyright: Stadt Augsburg

Johannes Heiß vom Referat für Kultur, Welterbe und Sport der Stadt Augsburg ist seit 2020 zuständig für die Gesamtkoordination der KANU-WM 2022 in Augsburg.

 

Welche besonderen Herausforderungen bezüglich Nachhaltigkeit müssen bei einem Sportevent dieser Größenordnung gemeistert werden?

 

Johannes Heiß: Bei 51 Nationen hat man natürlich das Problem der Anreise, welches man nicht so einfach anpassen kann. Die meisten Nationen trainieren aber die Saison über in Europa. Wir haben für die WM einen CO2 Rechner im Einsatz, der aus den verschiedenen Bereichen die Emissionen misst und auswertet. Anschließend werden die Emissionen durch geeignete Maßnahmen kompensiert.

 

Welches Nachhaltigkeitskonzept konnten Sie bezüglich der Mobilität während der WM realisieren?

"Alle Besucher*innen und Offizielle können mit ihren Tickets umsonst den öffentlichen Nahverkehr nutzen, wir haben von der Haltebahnlinie 6 zum Veranstaltungsgelände einen Rikschaservice und zwei Leihfahrradstationen installiert."

Johannes Heiß, Projektleiter der KANU-WM 2022 in Augsburg

Wie werden Gäste und Sportler*innen verpflegt? Wird hier auf bio, regional, saisonal geachtet?

Ja, wir haben ausschließlich regionale Anbieter ausgewählt und dabei darauf geachtet, dass neben der obligatorischen Bratwurst auch vegetarische und vegane Essensstände die Besucher*innen versorgen.

 

Wie stemmen Sie das Thema Abfall?

Wir haben als Pilotprojekt den Augsburgbecher im Programm, ein Mehrwegbecher der bestenfalls zukünftig, für die gesamte Augsburger Gastronomie angeboten werden soll. Die Essensstände sind verpflichtet recycelbare Verpackungen zu verwenden. Der AWS unterstützt uns bei der Logistik bezüglich der Entsorgung des Restmülls.

 

Erhalten die Akteure des Rahmenprogramms Auflagen, Richtlinien oder Bitten bezüglich nachhaltigen Handelns?

Wir haben keine Auflagen oder Richtlinien. Aber...

"Das Thema Nachhaltigkeit ist neben dem Sport und der Gemeinschaft unsere Dritte Säule auf der wir die Kanu-WM aufbauen. Viele Programmpunkte setzen sich mit dem Thema Wasser als endliche Ressource und dem Konsumverhalten in der westlichen Welt auseinander. Wir haben zudem viele lokale Künstlerinnen und Künstler engagiert."

Johannes Heiß, Projektleiter der KANU-WM 2022 in Augsburg

Stichwort Stromversorgung - verwenden Sie Öko-Strom?

Ja es wird der Ökostrom, der beim Hochablass erzeugt wird verwendet.

 

Gewinnt auch bei den Sportler*innen das Thema Nachhaltigkeit an Bedeutung?

"Gerade bei einer Outdoorsportart sind die Athleten*innen sehr sensibilisiert für das Thema Nachhaltigkeit. Der aktuelle Niedrigwasserstand im Lech zeigt uns klar auf, dass dies kein Einzelphänomen ist, sondern im Zusammenhang mit der Globalen Erwärmung steht."

Johannes Heiß, Projektleiter der KANU-WM 2022 in Augsburg

Hier kommt ihr zu offiziellen Seite der KANU-WM 2022 in Augsburg - mit RAHMENPROGRAMM

 

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Öl, das ich rief – die Müllwelle

Öl, das ich rief – die Müllwelle
Die Kunstinstallation "Müllwelle" gehört zum nachhaltigen Rahmenprogramm der KANU-WM 2022 in Augsburg. Lass dich bei einem Spaziergang durch Augsburgs Altstadt inspirieren von drei "Wellen" zu den Themen Fast Fashion, Plastikmüll und soziale Ungleichheit.
'Die Müllwelle' heißt diese Kunstinstallation von Stefan Kaindl, die anlässlich der KANU WM 2022 in der Augsburger Altstadt installiert wurde. Foto: Carolin Loser

Die Müllwelle bei Sankt Ursula

„Aus den Tiefen unserer Erde holen wir seit Jahrzehnten immer größere Mengen Öl, um es billig und bequem zu haben. Dieses Millionen Jahre alte Öl greift nach uns, denn wir lassen es weiter ungezügelt in unsere Welt strömen, um unsere Plastik-Abhängigkeit zu bedienen. Bislang gelingt es uns, unsere Unmengen an Plastikmüll zu verbrennen, vergraben oder in andere Länder zu exportieren.“

Stefan Kaindl, Künstler

Mit diesen Worten beschreibt Stefan Kaindl die Inspiration für seine Installation, eine riesen Plastikmüllwelle, die während der KANU WM 2022 in der Augsburger Altstadt bei Sankt Ursula gezeigt wird. Der gelernte Elektroniker sowie Diplom-Informatiker und -Designer ist kreativer Holzgestalter und fertigt interaktive, multimediale sowie gesellschaftskritische Installationen und Kunstprojekte an. So stammen auch die Idee und der Entwurf der Müllwelle von ihm. Umgesetzt wurde die Installation mit Hilfe von Studierenden der Hochschule Augsburg und Mitgliedern der offenen Werkstatt das Habitat.

 

KANUANCEN zur KANU WM 2022

Es gehören drei Wellen zu dem Kunstprojekt KANUANCEN: Die Altkleiderwelle "Hängengelassen", die Plastikwelle von Stefan Kaindl und die Welle zu sozialer Ungleichheit. Die KANUANCEN sind während der Kanu-Weltmeisterschaft vom 26. bis 31. Juli 2022 in der Augsburger Innenstadt zu sehen. Sie entstanden in Zusammenarbeit der Stadt Augsburg mit dem Habitat Augsburg e.V. und der Hochschule Augsburg. Auf dem Lifeguide wird das Projekt inhaltlich vom Büro für Nachhaltigkeit begleitet.

 

Der Müll einer dreiköpfigen Familie

Die kinetische Installation eines Plastik-Tsunamis von Stefan Kaindl besteht aus fünf sich bewegenden Armen, die von etwa 100 Kilogramm Plastikabfall umhüllt sind. Das entspricht knapp der Menge an Plastikmüll, die eine dreiköpfige Familie in Deutschland pro Jahr produziert.

 

Besonders wichtig ist es Stefan Kaindl, dass neben ganz offensichtlichen, für uns alltäglichen Plastikabfällen auch solche verbaut wurden, von denen wir als Endverbraucher*innen gar nichts mitbekommen. Dazu zählen beispielsweise große Verpackungsfolien aus dem Baumarkt oder die endlos langen Spargelfolien, die beim Spargelanbau ganze Felder bedecken. Wenn wir im Supermarkt einkaufen, sind wir uns dieser Plastikmengen oft überhaupt nicht bewusst.

 

Die Müllwellen-Installation soll uns vor Augen führen, dass wir ein gravierendes Plastikmüll-Problem haben, mit dem wir immense Schäden verursachen. Denn ein erheblicher Teil dieses anfallenden Mülls landet in unseren Gewässern und zersetzt sich dort zu Mikroplastik.

 

Mehr zum Thema:

Plastik in den Meeren

Etwa 75 Prozent des sich im Meer befindenden Mülls besteht aus Kunststoff. Schätzungsweise 4,8 bis 12,7 Tonnen kommen jährlich an neuem Plastikmüll hinzu. Nur ein Teil der Verschmutzung zeichnet sich an der Wasseroberfläche ab, der viel größere Teil sinkt in tiefere Gewässer ab und gelangt schließlich auf den Meeresgrund. Schätzungen gehen von einer Ansammlung von etwa 80 Tonnen Kunststoff auf den Ozeanböden aus, an der Wasseroberfläche treiben bis zu 18 Tausend Plastikpartikel pro Quadratkilometer. Viele dieser Partikel sind kaum bis gar nicht sichtbar, da Plastik nicht verrottet, sondern sich in immer kleinere Teile zersetzt. Dies geschieht beispielsweise beim Abrieb von Reifen oder auch beim Waschen von Kleidung, die Kunststofffasern enthält. Viel Mikroplastik stammt außerdem aus Wasch- und Putzmitteln sowie kosmetischen Artikeln, wie etwa Peelings. Mehr zu Mikroplastik erfahrt ihr hier: "

 

Weltweit gibt es zu viel Plastik

Zu den grundlegenden Ursachen der Vermüllung des Meeres gehört einerseits der verschwenderische Umgang mit Plastik, insbesondere Einwegprodukten. Andererseits fehlt in vielen Ländern, besonders in denen des globalen Südens, schlichtweg die nötige Infrastruktur, die für die Sammlung und sachgerechten Weiterverarbeitung der Kunststoffe benötigt wird. Viele Menschen können dort also ihre Plastikabfälle nicht sachgerecht entsorgen. Besonders auch Tourist*innen, die dort hinreisen und dann mit demselben Problem konfrontiert werden, tragen zur hohen Müllbelastung der Meere bei.

 

Und bei uns?

An vielen Stellen in der Natur sieht man am Wegesrand kleine Verpackungen von Lebensmitteln oder Flaschen aus Plastik. Gedankenlose Menschen werfen ihren Müll achtlos in die Natur, etwa beim Vorbeifahren aus dem Autofenster oder wenn in nächster Umgebung kein Mülleimer zu sehen ist. Dieser Müll landet über kurz oder lang im Wasser. Er wird durch den Wind in den nächsten Bach geweht und macht sich von dort aus auf den Weg ins Meer.

 

Unsere Klärwerke filtern nur große Teile

Um Augsburgs Klärwerk als Beispiel zu nehmen: Hier fließen bei Trockenwetter täglich 120.000 Kubikmeter Schmutzwasser durch die Anlage. Das entspricht der Menge, die man benötigen würde, um den Rathausplatz bis auf Höhe des Rathaus-Balkons mit Wasser zu füllen. Die Kläranalage entnimmt dem Abwasser jährlich 600 bis 700 Tonnen Müll.

 

Dabei sind große Plastikteile oder anderer Müll nicht das zentrale Problem. Tamponverpackungen, Zigarettenstummel oder Nylonstrumpfhosen können beispielsweise leicht herausgefiltert werden. Das eigentliche Problem stellt die Verschmutzung des Wassers dar, die gar nicht sichtbar ist – die Mikroverunreinigungen. Dabei handelt es sich um Spurenstoffe wie Hormone und Medikamentenrückständen, Schwermetalle, aber auch Mikroplastik. Diese Spurenstoffe sind zwar winzig klein und wiegen nur wenige Nanogramm, summieren sich dennoch, wenn man bedenkt, dass sie täglich in unser Wasser gelangen.

Eine vierte Reinigungsstufe könnte diese Mikroverunreinigen beseitigen. Wie so viele andere Klärwerke in Deutschland verfügt das Augsburger Klärwerk jedoch nur über drei Reinigungsstufen.

 

Bedrohung für alle Lebewesen

Welche Probleme gehen nun konkret von der Kunststoffverschmutzung aus? Plastikmüll in unseren Gewässern bedeutet für jährlich etwa 135 Tausend Meeressäuger und für eine Million Meeresvögel den Tod. Und hier sind die Fische noch nicht einmal mitgezählt.

 

Die Tiere verwechseln kleine Kunststoffteilchen mit Nahrung, nehmen diese auf und verenden aufgrund der Folgen. Es kann zu starken Verletzungen oder Verstopfungen des Magen-Darm-Traktes kommen. Viele betroffene Tiere verspüren ein ständiges Völlegefühl, ohne wirklich nahrhafte Substanz zu sich zu nehmen, die überlebsnwichtig ist.

 

Auch das Wachstum, die Mobilität sowie die Fortpflanzungsfähigkeit kann durch die Aufnahme von Kunststoffteilchen gehemmt werden. Häufig verfangen sich die  Meeresbewohner auch in den Überresten von alten Fischernetzen oder anderen Plastikartikeln und erleiden einen qualvollen Tod.

Auch Korallenriffe leiden unter der Müllbelastung. Die herumtreibenden Plastikteile beschädigen die Korallenstöcke und somit den Lebensraum unzähliger Lebewesen.

 

Neben diesen physischen Gefahren stellen auch gefährliche Inhaltsstoffe der Kunststoffe ein Problem dar. Sie werden bei den Zersetzungsprozessen freigesetzt und gelangen in die Nahrungskette der Wasserlebewesen, was sich langfristig auf das Erbgut sowie den Hormonhaushalt der Tiere auswirkt.  

Über den Verzehr von Fischen gelangen die Schadstoffe aus dem Müll und Mikropartikel zwangsläufig auch in den menschlichen Körper. Zwar sind die genauen Folgen dessen noch nicht ausreichend erforscht, die Weltgesundheitsorganisation warnt dennoch bereits vor winzigen Partikeln, die unbemerkt im Körper verweilen und dadurch Organentzündungen verursachen können.

 

 

Mehr zum Thema:

 

Wer noch mehr wissen möchte - Quellen:

Naturschutzbund Deutschland (o.D.): Plastikmüll und seine Folgen.https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/muellkip… (letzter Zugriff am 14.07.2022)

PETA (2022): Plastik im Meer: Die Folgen der Vermüllung für Umwelt und Tiere.https://www.peta.de/themen/plastik-muell-im-meer/ (letzter Zugriff am 13.07.2022)

Stad Augsburg (o.D.): Die Stadtentwässerung Augsburg. https://www.augsburg.de/umwelt-soziales/umwelt/stadtentwaesserung/ (letzter Zugriff am 18.07.2022); es wurde außerdem ein Gespräch mit Mitarbeitenden des Augsburger Klärwerks am 10.06.2022 geführt

Umwelt Bundesamt (2016): Mikroplastik in Kosmetika – Was ist das?https://www.umweltbundesamt.de/themen/mikroplastik-in-kosmetika-was-ist… (letzter Zugriff am 13.07.2022)

WWF (2020): Plastikmüll im Meer – die wichtigsten Antworten.https://www.wwf.de/themen-projekte/plastik/unsere-ozeane-versinken-im-p… (letzter Zugriff am 13.07.2022)

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The Plastic-Waste Wave

The Plastic-Waste Wave
The Plastic-Waste Wave is part of the cultural-support program of the 2022 Canoeing World Championships in Augsburg. Get inspired by three artistic waves representative of the topics fast-fashion, plastic-pollution, and social inequality.
This installation is called The Plastic-Waste Wave, fashioned by Stefan Kaindl on the occasion of the Canoeing World Championship 2022 in Augsburg. Image: Carolin Loser

The Plastic-Waste Wave in front of Sankt Ursula

"For decades, we have been extracting increasing amounts of oil from the depths of our earth to ensure our cheap, comfortable lifestyle. This million-year-old oil calls to us, as we continuously let it stream into our world, to serve our plastic addiction.So far, we have managed to burn, bury or export our vast amounts of plastic-waste to other countries."

Stefan Kaindl, Artist

 

With these words Stefan Kaindl describes the inspiration behind his installation - an artistic installation of a plastic-tsunami that illustrates that we have a colossal plastic-waste. Stefan Kaindl is a trained electronics-engineer, computer science graduate. Creatively he fashions interactive, multimedia, as well as societally critical installations and art projects, mostly out of wood. He designed the Plastic-Waste Wave and built it in cooperation with students of the University of Applied Sciences and members of the Habitat Association.

 

 

CANOUANCES ON THE OCCASION OF THE CANOEING WORLDCHAMPIONSHIP 2022 

The project consists of three waves: The Fast-Fashion Wave, The Plastic-Waste Wave by Stefan Kaindl and The Solidarity Wave. The CANOUANCES are located in Augsburg's old town during the Canoeing Worldchampionship from July 26 to 31. They were created in cooperation between the City of Augsburg, the Habitat Augsburg Association and the Augsburg University of Applied Sciences. Here on the Lifeguide, the project is accompanied by the Office for Sustainability Augsburg. 

 

 

Waste-production of a family of three

The kinetic installation of a plastic-tsunami consists of five movable arms. About 100 kilograms of plastic-waste are wrapped around those arms. That roughly equals the amount of plastic-waste a family of three in Germany produces per year.

 

For Stefan Kaindl it is particularly important to note, that he did not only use very obvious, everyday waste for the installation. The artist included a lot of the kind of plastic-waste us consumers don't even notice. For example big packaging-foils or endlessly long asparagus-foils that cover entire fields when growing asparagus. When shopping at the supermarket we are often not even aware of the amounts of plastic that stand behind the products. 

 

This artistic installation of a plastic-tsunami illustrates that we have a colossal plastic-waste issue. Especially problematic is that a substantial amount of this accumulating waste ends up in our water.

 

Plastic in the Oceans

About 75% of trash found in the ocean is plastic. An estimated 4.8 to 12.7 tons of new plastic waste join these numbers annually. Only a small fraction of this pollution floats on the surface; the much larger portion sinks into deeper waters and eventually reaches the ocean floor. Approximations put the amount of plastic on ocean floors to be at around 80 tons, with up to 18 thousand plastic particles per square kilometer floating on the surface. Many of these particles are barely visible, if at all, as plastic does not decompose, but breaks down into increasingly smaller elements. This happens, for example, during the wearing-down of tires or the washing of clothes that contain plastic fibers. Additionally, many microplastics come from detergents, cleaning products, and cosmetic goods such as exfoliants.

 

Too much existing plastic On the one hand, our careless plastic-habits are a primary cause of water-pollution, especially single-use products. On the other hand, many countries, especially those in the global south, simply lack the infrastructure needed to collect and properly process plastics. Many people are therefore unable to dispose of their waste properly. Tourists, who travel to these regions, are confronted with the same problem and therefore contribute to the high level of junk in the oceans.

 

 

How about our contribution?

In many places in nature, food packaging and plastic bottles are commonly found at the wayside. They end up there, because of people who are unaware, or simply do not care about the consequences of how they handle their litter. Drivers who toss their trash out the window, or those that are too impatient to find a trashcan nearby an instead throw plastic into nature, are all-too common nowadays. Eventually, this garbage ends up in our water. The wind pushes it into a nearby stream, and from there it makes its way into the sea.

 

 

Inadequate Purification of Wastewater 

To use Augsburg’s sewage treatment plant as an example: in dry weather, 120,000 cubic meters of wastewater flow through the plant daily. This amount would effectively fill the Town Hall Square with water up to the level of the building’s highest balcony. The wastewater treatment plant removes 600 to 700 tons of waste from the sewage yearly. Large scales of plastic are not the problem. Although tampon packaging, cigarette butts, and nylon tights are among the items that arrive at the treatment plant, they can easily be filtered out. The problem is the invisible pollution in the water: micropollutants. Micropollutants are trace substances such as hormones, drug residue, heavy metals, but also microplastics. Although these trace substances are in the nanogram range, they add up when you consider that they enter the downstream waters every single day. This is because the Augsburg sewage treatment plant, like many other German plants, does not yet have a fourth treatment stage that could remove such micropollutants.

 

 

Threat to living creatures

So, what are the definite dilemmas associated with plastic pollution? Plastic waste, which can be found in a wide variety of shapes and sizes in our water, means certain death for about 135,000 marine mammals, and a million seabirds every year – this doesn’t even include fish. These animals mistake small plastic particles for food, ingest them, and die as a result. Severe injuries or blockages of the gastrointestinal tract may occur, while many other affected animals experience a constant feeling of fullness, with no nutritious substance inside them to help them survive. Growth, mobility, as well as reproductive abilities may even subsequently experience restrictions and limitations. Animals often become entangled in the remains of old fishing nets or other plastic objects and endure an agonizing death. Coral reefs suffer similarly from pollution. The floating plastic pieces damage the reefs and thus the ecosystems of countless creatures.

 

In addition to these physical dangers, hazardous components in the plastics also pose a problem. Released during the decomposition process, they enter the food chain of aquatic life, which, in the long term, affects the genetic material, as well as the hormone balance of the animals.  

Through the consumption of fish, the pollutants and microparticles inevitably end up in our food, and thus the human body. Although the exact consequences of this have yet to be sufficiently examined, the World Health Organization (WHO) already warns of the tiny plastic particles that can linger unnoticed in the body and cause organ inflammation.

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Müll zu reduzieren mit Windelzuschuss

Müll zu reduzieren mit Windelzuschuss
Für die Neuanschaffung von Stoffwindeln gibt es einen einmaligen Zuschuss von pauschal 50 Euro.
Stoffwindeln

Wusstet ihr, dass ein Kind 5.000-6.000 Einmalwindeln braucht, bis es trocken ist? 2019 sind in Deutschland 787.500 Babys auf die Welt gekommen. Wenn man nun von 5.000 Windeln pro Baby ausgeht, sind das sagenhafte 393.750.000 neue Windeln. Und 393.750.000 Windeln bedeutet 393.750.000 mal neuen Müll. Das ist wahrlich zu viel. Allein im Jahr 2018 machten in Augsburg rund 42.000 Tonnen an gebrauchten Einwegwindeln etwa vier bis zehn Prozent des Restmüllaufkommens aus. Doch die Lösung ist zum Glück simpel und altbewährt: Stoffwindeln. 

 

Stoffwindeln gibt es mittlerweile in allen Farben und Variationen und können von Kind zu Kind weitergenutzt werden. Außerdem müssen sie nicht mehr in Omas Kochtopf ausgekocht werden. Sie können in der Waschmaschine mit der sonstigen Wäsche gewaschen werden. Adé stinkende volle Windeleimer. Bye bye gehetzte Einkäufe zum Drogeriemarkt. Arrivederci Chemikalien an Babys Windelbereich.

 

Stoffwindel-Systeme sind teuer

 

Doch Stoffwindeln haben einen Nachteil: Die hohen Erstanschaffungskosten. Für eine Komplettausstattung liegt man leicht bei 600 Euro. Dies ist gerade beim ersten Kind eine hohe Investition neben all den weiteren Anschaffungen, die bei einem Baby anfallen. Umso besser, dass nun auch die Stadt Augsburg, auf die Initiative des Forums Plastikfreies Augsburg hin, es vielen Städten und Gemeinden deutschlandweit nachgemacht und einen Stoffwindelzuschuss eingeführt hat. Eltern aus Augsburg Stadt, den Landkreis Augsburg sowie im Landkreis Aichach-Friedberg können Windeleinkäufe ab einem Warenwert von mindestens 100 Euro einreichen und erhalten 50 Euro bezuschusst.

Hoffentlich ist das ein guter Anreiz um den Stoffwindelkauf zu erleichtern. Kostentechnisch rechnet sich die Verwendung von Stoffwindeln langfristig übrigens sowieso. Infos dazu finden Sie beispielsweiese hier.

 

Mehr zum plastikfreien Wickeln.

 

Der Artikel wurde ursprünglich im April 2021 veröffentlicht. 

 

Infos und Antrag für den Windezuschuss:

 

Folgende Lifeguide-Artikel könnten euch auch interessieren:

 

Mehr über plastikfreies Leben erfahrt ihr auf

www.forum-plastikfrei.de

www.gruenezwerge.wordpress.com

www.gruenerwirdsnimmer.de

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Radtour: Mit dem Bund Naturschutz ins Schwarzachtal

Radtour: Mit dem Bund Naturschutz ins Schwarzachtal

Bahnhof Gessertshausen
86459
Gessertshausen
Natur erleben mit dem Fahrrad, Foto: Cynthia Matuszewski
Diese Fahrradtour mit der Kreisgruppe des Bund Naturschutz in Augsburg führt zu den Biotopflächen im Schwarzachtal und Döpshofen.

Die Radtour führt von Gessertshausen nach Oberschönenfeld und über den Weiherhof bis nach Döpshofen. Dort werden Streuobstwiesen, Halbtrockenrasen und extensiv bewirtschaftete Grünlandflächen besichtigt.

 

INFO:

  • Abfahrt mit Fahrrad um 9.45 Uhr ab P&R Platz am Bahnhof Gessertshausen
  • für mit dem Zug anreisende Personen:  Abfahrt Augsburg Hbf um 9.25 Uhr  - Ankunft Gessertshausen 9.41 Uhr
  • ca. 13.30 Uhr Rückfahrt nach Oberschönenfeld mit Einkehrmöglichkeit (für den Mittag wird die Mitnahme von Getränken und Brotzeit empfohlen) 
  • Individuelle Rückfahrt von Oberschönenfeld (z.B. nach Gessertshausen Bahnhof).
  • Um in Oberschönenfeld reservieren zu können, ist eine Anmeldung über die Geschäftsstelle der  Kreisgruppe Augsburg des Bund Naturschutz erwünscht.
  • Mail:Bn_kg_augsburg@augustakom.net
  • Tel: 0821-37695 (Geschäftsstelle)

 

Event-Termin
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Lange Nacht der Natur

Lange Nacht der Natur

Freigelände des Botoanischen Gartens
Dr.-Ziegenspeck-Weg 10
86161
Augsburg
Botanischer Garten Augsburg bei Nacht. Foto: Norbert Liesz
Auch heuer veranstaltet NANU! wieder eine „Lange Nacht der Natur“ im Botanischen Garten und bietet ein abwechslungsreiches Mitmach-Programm rund um Natur und Umwelt.

Das Angebot ist vielseitig und umfangreich und für jeden ist etwas dabei! Wer beispielsweise entspannen möchte, kann dies bei Poesie im Japanischen Garten oder Atem- und Klangübungen tun. Ihr seid lieber aktiv? Dann könnt ihr euer eigenes Kräutersalz herstellen, einen Vogelnistkasten bauen oder alles über Saatgut erfahren. Viele Führungen und Lesungen vermitteln außerdem vor Ort praktisches Wissen. Auch für Kinder gibt es beim Basteln, Färben oder in Vorlesestunden ein tolles Angebot.

Hier findet ihr das komplette Programm.

 

Event-Termin
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Wie wird der Augsburger Wald zukunftsfähig?

Wie wird der Augsburger Wald zukunftsfähig?

Ilsungstr. 15a
86161
Augsburg
Stadtwald Augsburg, Freizeit, Radfahren, spazieren gehen,  Erholung, Augsburg, Naherholung, Stadtwald, Naturschutz, Grüne Oase, Augsburger Stadtwald, Foto: Norbert Liesz
Augsburger Försterinnen und Förster berichten, wie gemischte, klimastabile Wälder entstehen und wie sie damit das Waldsterben verhindern können.

Bei der Waldführung erfahrt ihr, wie das Forstpersonal in Zeiten des Klimawandels arbeitet. Die Augsburger Förster*innen pflanzen zum Beispiel nicht heimische Baumarten, schaffen resiliente Lebensräume und schützen einzelne Bäume.

 

INFO:

  • Waldführungen: 21. Juni, 16 bis 17.30 Uhr
  • Treffpunkt: Forstmuseum Waldpavillon, Ilsungstr. 15a (Sportanlage Süd)
  • Anmeldung unter waldpavillon@augsburg.de oder telefonisch 0821 324-6118
  • Fünf Euro Eintritt
Event-Termin
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Wie wird der Augsburger Wald zukunftsfähig?

Wie wird der Augsburger Wald zukunftsfähig?

Ilsungstr. 15a
86161
Augsburg
Stadtwald Augsburg, Freizeit, Radfahren, spazieren gehen,  Erholung, Augsburg, Naherholung, Stadtwald, Naturschutz, Grüne Oase, Augsburger Stadtwald, Foto: Norbert Liesz
Augsburger Försterinnen und Förster berichten, wie gemischte, klimastabile Wälder entstehen und wie sie damit das Waldsterben verhindern können.

Bei der Waldführung erfahrt ihr, wie das Forstpersonal in Zeiten des Klimawandels arbeitet. Die Augsburger Förster*innen pflanzen zum Beispiel nicht heimische Baumarten, schaffen resiliente Lebensräume und schützen einzelne Bäume.

 

INFO:

  • Waldführungen: 24. Mai und 21. Juni, 16 bis 17.30 Uhr
  • Treffpunkt: Forstmuseum Waldpavillon, Ilsungstr. 15a (Sportanlage Süd)
  • Anmeldung unter waldpavillon@augsburg.de oder telefonisch 0821 324-6118
  • Fünf Euro Eintritt
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