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Lecker und gesund – jetzt eigenes Gemüse anbauen!

Lecker und gesund – jetzt eigenes Gemüse anbauen!
Tipps von Ildikó Reményi–Vogt von der CityFarm Augsburg
Aussaat, Foto von J Garget auf Pixabay

Vielleicht bist auch du mit dem guten Vorsatz in das neue Jahr gestartet, etwas verändern zu wollen. Wenn du dein Leben nachhaltiger gestalten und dich außerdem gesund ernähren willst, kannst du zum Beispiel dein eigenes Gemüse anbauen. Jetzt beginnt die Aussaatzeit! Überlege dir also, welches Gemüse du auf dem Tisch haben willst.

Ildikó Reményi–Vogt hat in der CityFarm Augsburg und in zahlreichen Gärtnereien sehr viel Erfahrungen gesammelt und bietet auf der Website der CityFarm auch Saatgut an. Sie hat unserer Autorin Annika Müller viele gute Tipps gegeben.

 

Das passende Gefäß für die Aussaat

Die Profis unter den Gemüsegärtner*innen verwenden spezielle Aussaatkisten, die zum Beispiel in Gartencentern oder im Baumarkt erhältlich sind. Die Kisten sind zwischen 30 bis 50 cm lang, 30 bis 40 cm breit und 5 bis 10 cm hoch. Meistens sind die Kisten aus Plastik, aber es gibt auch Varianten aus Holz.

Für Anfänger*innen reicht auch ein Balkonkasten, eine Blumenschale oder einfach alte, gesäuberte Blumentöpfe. Am besten sind solche Gefäße geeignet, die unten „nicht ganz dicht“ sind, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Perfekte Alternative: die Plastikschalen, in denen Obst und Gemüse verpackt ist – sie sind leicht, haben Löcher und sind lichtdurchlässig. Ungünstig wegen Schimmelgefahr: Eierpappe, Klorollen.

 

Hochwertige Erde ist wichtig

Es ist ein Mythos, dass Aussaaterde keine Nährstoffe enthalten darf. Aus gärtnerischer Sicht stimmt das nicht. Eine Ausnahme bilden Pflanzen, die generell magere Erde brauchen. In der Natur keimen die Pflanzen ja auch in der gleichen Erde, in der sie wachsen. In allen Gärtnereien, in denen ich bisher gearbeitet habe, wird dieselbe Erde zur Aussaat und zum Topfen verwendet! Wir bei der CityFarm machen das auch so. Nur sollte die Erde, die wir verwenden, qualitativ hochwertig sein.“ Ildikó Reményi–Vogt, CityFarm Augsburg

Bitte achtet beim Kauf von Blumenerde also darauf, dass die Ware „torffrei“ ist und nicht als „torfarm“ oder als „torfreduziert“ gekennzeichnet ist. Das bedeutet nämlich, dass sie trotzdem noch hauptsächlich aus Torf besteht. Und Torf gehört in die Moore und nicht in unsere Beete. Einen ausführlichen Lifeguide-Artikel zu Blumen- und Komposterde findet ihr hier. Vorsicht auch bei der Bezeichnung „BIO“: Da die Begriffsbezeichnung „Bio-“ bei Erden nicht geschützt ist, kann man darauf nicht vertrauen.

Fülle deine Aussaatkiste oder deinen Topf mit der Erde, aber nicht ganz bis zum Rand, sodass drei bis vier cm darunter frei bleiben. Die Erde dann mit den Händen andrücken, bis sie fest ist. Alternativ kannst du sie auch mit einem Schneidebrett festdrücken.

Bitte die Erde nur leicht andrücken - also kein "backebacke Kuchen"! Es reicht auch, die Kiste drei Mal auf den Tisch zu klopfen. Durch das Angießen - die Erde sollte dafür komplett durchfeuchtet werden, aber nicht wegschwimmen - verdichtet sich die Erde sowieso nochmal." Ildikó Reményi–Vogt, CityFarm Augsburg

 

Welcher Samen?

Nachdem du deinen Menüplan für das Frühjahr fertiggestellt hast, kannst du deine Wunsch-Gemüsesamen besorgen.

Wir auf der CityFarm legen Wert auf samenfeste Sorten und verzichten komplett auf Hybride (F1). Vor allem alte und seltene Gemüsesorten bringen nicht nur leckere Abwechslung auf den Teller, sondern sind auch wichtig für die Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt. Denn diese ist ebenso bedroht wie die Biologische Vielfalt in unserer Natur.“ Ildikó Reményi–Vogt, CityFarm Augsburg

Besonders zu empfehlen sind also die Samen der CityFarm Augsburg oder verschiedene Saatgutbörsen.

Neben regionalen Anbietern gibt es viele Öko-Anbieter wie zum Beispiel Bingenheimer, Dreschflegel und Reinsaat. Auch Arche Noah und Co bieten eine tolle Auswahl. 

Richtig aussäen

Wenn du alles vorbereitet hast, beginnt die Aussaat. Ganz wichtig: Jeder Samen muss unterschiedlich tief in die Erde!

Ein Samen wird mit so viel Erde bedeckt, wie er dick ist. Es gibt auch zahlreiche Lichtkeimer, die man nur oben auf die Erde legen und leicht andrücken darf.“ Ildikó Reményi–Vogt, CityFarm Augsburg

Wenn die Samen mit Erde zugedeckt sind, dann behutsam angießen und ins Warme stellen. Zum Keimen brauchen die Samen die nächsten zwei Wochen eine Temperatur von circa 20 Grad Celsius, also mindestens Zimmertemperatur, wenn möglich etwas mehr. Die Samen aber nicht auf die Heizung stellen, denn die trockene, heiße Luft wäre zu viel des Guten.

Nach dem Keimen bitte aufpassen: Jetzt ist eine niedrigere Temperatur nötig, da sonst das Wärme-Licht-Verhältnis nicht stimmt und die Pflanzen vergeilen, also dünne, instabile Stängelchen bekommen. Das ist ein ganz typischer Fehler, der gerade am Anfang immer gemacht wird.“ Ildikó Reményi–Vogt, CityFarm Augsburg

Richtig gießen

Gieße immer so viel, dass der Finger, den du in die Erde steckst, die Feuchtigkeit spürt aber keine schlammige Erde dran kleben bleibt.“ Ildikó Reményi–Vogt, CityFarm Augsburg

Mit einem Aussaatgefäß, das ein Loch im Boden hat, sind auch Anfänger*innen auf der sicheren Seite. Wenn du doch einmal zu stark bewässerst, fließt das überschüssige Wasser unten ab. Dieses Wasser darf sich aber nicht in einem Übertopf oder Untersetzer ansammeln.

Wenn der Übertopf vollläuft, dann ausleeren und in Folge weniger gießen. Nur Pflanzen schaffen es durch den Wurzelsog das Wasser dorthin zu transportieren, wo es gebraucht wird. Bei frischer Aussaat führt das nur zu Staunässe. Das hat zur Folge, dass die jungen, empfindlichen Wurzeln keinen Sauerstoff mehr bekommen und absterben.“ Ildikó Reményi–Vogt, CityFarm Augsburg

Keimlinge pikieren

Wenn die kleinen Pflänzchen dann aus der Erde wachsen, stehen sie normalerweise sehr nah beieinander und müssen vereinzelt, also pikiert werden, damit sie später, wenn sie ihre endgültige Größe erreichen, genügend Platz haben. Die kleinen Pflanzen werden in Kisten oder Töpfe pikiert.

Die Gärtnerin pikiert, wenn nach den Keimblättern das erste Blattpaar gebildet ist. Das hängt also nicht von der Höhe der Jungpflanze ab. Entscheidend ist die Stabilität des Pflänzchens.“ Ildikó Reményi–Vogt, CityFarm Augsburg

Die kleinen Pflänzchen werden beim Pikieren vorsichtig aus der Aussaatkiste herausgeholt. Hier ist Fingerspitzengefühl nötig, um die zarten Wurzeln möglichst wenig zu verletzen. Spezielles Werkzeug wie eine Pikiergabel oder ein Pikierstab sind beim Herauslösen und erneuten Einpflanzen eine große Hilfe. Mit dem Pikierstab kannst du einen einzelnen Keimling vorsichtig von der Seite her aus der Erde hebeln. Die Wurzeln sollten dabei möglichst intakt bleiben. Oft tut es für den Hausgebrauch auch ein kleiner Kaffeelöffel.

Die Keimlinge werden anschließend einzeln in Anzuchttöpfe aus Zellulose, Ton oder Plastik umgesetzt. Fülle die Töpfchen vorab mit Erde und drücke sie leicht fest. Mit dem Pikierstab kannst du in der Mitte ein tiefes, aber schmales Loch in die Erde bohren und das Pflänzchen vorsichtig einsetzen. Die Wurzeln sollten sich dabei nicht nach oben biegen.Alles Wissenswerte zum Thema Pikieren erfährst du hier.Und nun heißt es: Abwarten und sich auf eine hoffentlich gute Ernte freuen!

 

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Benjamin Vogt und Ildiko Remenyi-Vogt von der CityFarm Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
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Buchtipp: Urban Gardening mal anders, die Zweite

Buchtipp: Urban Gardening mal anders, die Zweite
Benjamin Vogt berichtet über sein Leben als CityFarmer
CityFarm Augsburg, Urban Gardening, Schwarznasenbock, Foto: Ildiko Remenyi-Vogt

Rechtzeitig zum zehnjährigen Jubiläum der CityFarm Augsburg gibt Benjamin Vogt sein zweites Buch über den ehrenamtlich betriebenen, gemeinnützigen Minibauernhof mitten in Augsburg heraus. 

In ‚Urban Gardening mal anders‘ nimmt der CityFarmer und Schriftsteller seine Leser*innen mit in den Alltag eines CityFarmers und erzählt unter anderem, wie Eigenversorgung mitten in der Stadt funktioniert oder wie man tierische Mitbewohner ohne Strom- und Wasseranschluss versorgt. Er gibt wertvolle Tipps und erzählt ganz offen von den Lektionen, die die CityFarm ihn gelehrt hat. Das farbenfrohe Buch vereint unterhaltsam Witz und Kritik an unserer modernen Lebensweise aus Sicht eines waschechten Stadtbauern. Benjamin Vogt hat die stille Zeit des Lockdown konstruktiv genutzt und will mit dem Erlös der Bücher seinen Teil zum Überleben der CityFarm beitragen:

Die Fortsetzung von, ‚Urban Gardening mal anders‘, ist von, für und über die CityFarm. Die Gewinne werden ausschließlich dem Wohl der Tiere zugutekommen. Auch an uns ist Corona nicht spurlos vorübergegangen. Ohne Veranstaltungen brechen uns die Spenden weg, weswegen wir die geschenkte Zeit genutzt haben, um Freud und Leid mit euch in Buchform zu teilen.“ Benjamin Vogt, CityFarmer und Schriftsteller.

Hier geht es zum ausführlichen Lifeguide-Interview mit Benjamin Vogt.

 

10 Jahre CityFarm Augsburg

Die CityFarm Augsburg ist ein Urban Farming-Projekt des Transition Town Augsburg e.V. und wurde 2011 im Norden Augsburgs gegründet. Initiatoren der CityFarm sind die Geographin Ildiko Reményi –Vogt und der Lehrer Benjamin Vogt. Die Farm wird rein ehrenamtlich und gemeinschaftlich von ca. 20 CityFarmer*innen bewirtschaftet. Auf dem Gelände werden Hühner, Enten, Bienen, Kaninchen und Schafe artgerecht und ökologisch verträglich in naturnahen Gehegen gehalten. Die Schafe werden zur Landschaftspflege im innerstädtischen Gebiet eingesetzt, um artenreiche Biotope zu erhalten und zu schützen. Ein tragender Schwerpunkt des Projektes ist der nachhaltig bewirtschaftete Bauerngarten, in dem alte Gemüsesorten angebaut und vermehrt werden. Dieses Saatgut wird an Gartenfreunde weitergegeben. Die CityFarm dient daher als Begegnungs- und Austauschort für „Gartenrebellen“, Menschen, die einen Wandel der Gartenkultur hin zu naturfreundlichen, artenreichen Gärten wünschen und umsetzen.

 

Die CityFarm ist UN-Projekt für biologische Vielfalt

Für die engagierten Naturschützer der CityFarm war 2020 die Auszeichnung durch die Vereinten Nationen zum offiziellen Projekt der "UN-Dekade biologische Vielfalt" ein Meilenstein . Im Kern ging es den Preisrichter*innen darum, Natur als Chance für sozialen Zusammenhalt zu begreifen und die biologische Vielfalt zu fördern. Mit ihrem Saatgutprojekt haben die Geographin Ildiko Reményi –Vogt und der Lehrer Benjamin Vogt damit voll ins Schwarze getroffen.

Vom Aussterben bedrohtes Saatgut für die Zukunft und Ernährungssicherheit unserer Kinder zu bewahren, ist von existenzieller Bedeutung!“ Ildiko Reményi –Vogt , CityFarmerin und Geographin.

Zudem erhielten die CityFarmer für ihren Einsatz rund um den Erhalt der Augsburger Biodiversität den „LEW Bessermacherpreis“.

INFO:

  • Das Buch „Urban Gardening mal anders, die Zweite“  ist im Buchhandel erhältlich und kostet 9.99 Euro
  • ISBN: 9783752620825
  • Verlag: BoD – Norderstedt

 

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Schafe und Ziegen der CityFarm Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski
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Benjamin Vogt und Ildiko Remenyi-Vogt von der CityFarm Augsburg. Foto: Cynthia Matuszewski
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Die Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg

Die Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg
Interview mit Ulrich Deuter, seit November 2019 Manager der Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg
Ulrich Deuter, Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg, Foto: Cynthia Matuszewski

Wenn Landwirte, Kommunen und Verbraucher*innen an einem Strang ziehen, wenn der ökologische Anbau gestärkt und der Absatz verbessert wird, dann profitieren in unserer Region Mensch und Natur gleichermaßen. Eine Win-Win-Situation, für die sich Ulrich Deuter einsetzt. Er ist der neue Manager der Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg.

 

Seit Mai 2019 sind die Stadt Augsburg und der Landkreis Augsburg staatlich anerkannte Öko-Modellregion (ÖMR) in Bayern, seit November 2019 koordiniert Ulrich Deuter als ÖMR-Manager die Arbeit. Er ist Forstwissenschaftler mit Schwerpunkt Ressourcenmanagement und Nachwachsende Rohstoffe.

 

Ulrich Deuter stammt aus dem Nördlinger Ries, wo seine Familie im Nebenerwerb einen Bio-Bauernhof bewirtschaftet. „Wir bauen unter anderem Dinkel und Kartoffeln an. Daher kommt mein direkter Bezug zur ökologischen Landwirtschaft und meine Begeisterung dafür“, sagt der neue Manager der Ökomodell-Region Stadt.Land.Augsburg.

 

Cynthia Matuszewski: Was ist eine Öko-Modellregion?

Ulrich Deuter: In einer Öko-Modellregion schließen sich viele verschiedene Projektpartner zu einem Bündnis zusammen. Das können Kommunen sein, aber auch Landwirte oder Privatpersonen.

Das Ziel einer Öko-Modellregion besteht zum einen darin, den Ökolandbau in der Region nach vorne zu bringen. Zum anderen soll es für Verbraucherinnen und Verbraucher leichter werden, regional einzukaufen.

Gleichzeitig wollen wir in einer ÖMR auch ein Bewusstsein für die positiven Effekte des ökologischen Landbaus schaffen, denn Bio-Landwirte leisten ja auch einen wichtigen Beitrag dazu, dass unsere Region nachhaltiger wird. Also gehören auch Informationsveranstaltungen von Landwirten für Verbraucher*innen zu den Aufgaben einer Öko-Modellregion.

 

Welche Akteure engagieren sich in unserer Öko-Modellregion?

Unter anderem haben sich folgende Projektpartner um die Auszeichnung beworben: Die Stadt Augsburg, der Landkreis Augsburg, ReAL West e.V. (Regionalentwicklung Augsburg Land West), der Landschaftspflegeverband des Landkreises Augsburg e. V. und der Stadt Augsburg e.V., der Naturpark Augsburg – Westliche Wälder e.V., Lech-Wertach-Interkommunal e.V. und der Verein HERZWERK Gemeinwohl e.V.. Aber zusätzlich gibt es auch eine Vielzahl von weiteren Akteuren aus vielen Bereichen, die bereits mitarbeiten oder in Zukunft in der ÖMR involviert sein werden.

 

Was genau ist Ihre Aufgabe als ÖMR-Manager?

Als Projektmanager einer Öko-Modellregion werde ich gute Ideen, die umgesetzt werden sollen, unterstützen und begleiten. Ich möchte bestimmte Prozesse in Gang setzen und Menschen für diese Ideen begeistern.

Eine wichtige Aufgabe wird deshalb sein, die Menschen und Interessensgruppen unserer Region in den unterschiedlichsten Konstellationen zusammenzubringen und miteinander zu vernetzen.

Dazu gehören unter anderem Erzeuger*innen, wie Landwirte, Verbraucher*innen, Verarbeiter und der Handel. Wenn zum Beispiel mehrere Landwirte die gleiche Idee haben, kann ich sie bei der gemeinsamen Weiterentwicklung ihrer Idee zu einem Projekt begleiten und unterstützen, etwa bei der Entwicklung passender Konzepte oder Finanzierungsmöglichkeiten.

 

Gibt es schon Ideen, die Sie in unserer Region realisieren möchten?

Ja, es gibt bereits konkrete Ideen und Projekte, die wir gemeinsam umsetzen möchten. Aber wir haben ja erst im November 2019 mit unserer Arbeit begonnen und laden alle Interessierten sehr herzlich ein, sich an diesem Prozess zu beteiligen.

Eines unserer konkreten Ziele ist, den landwirtschaftlichen Anbau, die Verarbeitung und den Vertrieb von Bio-Hanf in unserer Region zu fördern und anzuschieben. Dazu werden zuallererst Landwirte gebraucht, die Bio-Hanf anbauen. Außerdem Verarbeiter und Betriebe wie z.B. Ölmühlen, die den Rohstoff Hanf möglichst vielfältig verarbeiten können.

Aus den Hanffasern könnte zum Beispiel auch biologischer Dämmstoff für den Bau von Häusern entstehen. Und schließlich müssen Absatzmärkte erschlossen werden, wo die Produkte zu einem fairen Preis verkauft werden. Schöner Zusatzeffekt bei Hanf: Sein Anbau hat hier vor Ort Tradition – wir stärken also eine „historische“ Pflanze.

 

Wie kann das Bewusstsein der Verbraucher*innen für regionale Kreisläufe und heimische Lebensmittel gestärkt werden?

Das ist ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit: Die Verbraucherinnen und Verbraucher sollen verstehen, wie und wo ihre Lebensmittel hergestellt werden und welche positiven Auswirkungen die regionale Wertschöpfungskette für uns alle hat. Also der Anbau vor Ort, die Verarbeitung der Lebensmittel in der Region und kurze Wege vom Produktionsort zum Verkauf.

 

Wir wollen diese Vorteile der regionalen Versorgung klar herausstellen: Mit Bildungsarbeit, Wissensvermittlung und Informationen. Das bringt Landwirte und Verbraucher*innen wieder näher zusammen und stärkt das Verständnis für die Position des anderen.

 

Und viele Menschen wünschen sich Transparenz bei der Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln und bevorzugen zunehmend Produkte aus der Region. Diese steigende Nachfrage bietet den Landwirt*innen eine Chance, einen möglichst sicheren Absatz zu fairen Preisen zu erreichen.

 

Angesichts großer globaler Konkurrenz werden der regionale Charakter und die Qualität regionaler Lebensmittel zunehmend wertvoller. Durch die Öko-Modellregionen sollen ökologische Produkte aus der Region im ländlichen Raum einen höheren Stellenwert bekommen.

 

Können auch Gemeinden und Kommunen die ökologische Landwirtschaft unterstützen?

Ja, hier gilt: „Zusammen ist man stärker“.

Kommunen sind wichtiger Abnehmer von Lebensmitteln, mit Einfluss in öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern oder Kantinen. Hier können sie verstärkt auf Biolebensmittel aus der Region setzen.

Diese Einbindung der Kommunen und öffentlichen Einrichtungen ist ein sehr wichtiger Aspekt meiner Arbeit. Wenn mehr Landwirte und Erzeuger auf ökologische Bewirtschaftung ihrer Betriebe und Flächen umstellen, profitieren davon ja auch nachgelagerte Bereiche, also z.B. Mühlen oder Verarbeiter wie Bäcker. Oder Restaurants, Kantinen und sogar Außer-Haus-Verpflegung. Sie alle können bei einem ausreichend großen Angebot leichter in die ökologische Wirtschaftsweise einsteigen. Dadurch kann die Bandbreite der angebotenen Bio-Produkte aus regionaler Herstellung erweitert werden.

 

Gibt es auch Ideen für die Ausgleichsflächen von Gemeinden?

Ja, hier wollen wir die Landwirte vor allem bei der Gewinnung von autochthonem Saatgut miteinbeziehen.

 

Wie bitte? Wie wird das geschrieben?

Ulrich Deuter: (lacht und schaut nach, wie das Wort geschrieben wird). Das ist griechisch. Auto heißt selbst und Chthon ist die Erde. Man könnte den Begriff auch mit einheimisch oder eingeboren umschreiben.

Es geht darum, die Biodiversität, also die Vielfalt der heimischen Pflanzen, zu erhalten und zu stärken. Das Saatgut von artenreichen Wiesen soll geerntet und bevorratet werden, um damit neue Flächen, zum Beispiel Ausgleichsflächen, anzulegen.

Dadurch schaffen wir eine weitere Einkommensmöglichkeit für die Landwirte und können gleichzeitig die heimische Artenvielfalt erhalten und unterstützen. Hier wollen wir eng mit den Landschaftspflegeverbänden und Landwirten zusammenarbeiten.

 

Bedeutet die Auszeichnung zur Ökomodell-Region durch das Land Bayern auch eine finanzielle Unterstützung für unsere Region?

Ja, indem meine Arbeit zunächst für eine Startphase von zwei Jahren finanziert wird. Daran beteiligen sich das Land Bayern zu 75% und unsere Projektpartner zu 25 %.

Natürlich hoffe ich, dass wir erfolgreich sind und das Projekt verlängert wird. Denn es gibt hier viele aktive, unternehmerische Menschen, die etwas bewegen wollen, die ihre Region und den ökologischen Landbau voranbringen möchten. Die Öko-Modellregion bietet diesen Menschen Unterstützung und genau diese Menschen brauchen wir für eine langfristig wirksame ländliche Entwicklung.

Wir haben hier im Landkreis und in der Stadt Augsburg großes Potenzial und die Chance, Regionalität und ökologische Erzeugung miteinander zu verbinden.

 

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Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg

Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg
Gemeinsam für mehr Bio-Produkte, mehr ökologischen Anbau und eine intakte Kulturlandschaft
Wanderschäfer Christian Hartl beim Schafaufzug in sein Sommerweiderevier im Naturschutzgebiet „Stadtwald Augsburg“. Foto: Norbert Liesz

Im Mai 2019 wurden der Stadt Augsburg und dem Landkreis Augsburg der Titel "staatlich anerkannte Ökomodellregion in Bayern" verliehen. Damit ist die Region eine von 15 neuen Öko-Modellregionen in Bayern. Das Projektgebiet der neuen „Ökomodellregion Stadt.Land.Augsburg“ (ÖMR) umfasst das Augsburger Stadtgebiet sowie die Gemeinden in der Lech-Wertach-Ebene und im Naturpark Augsburg Westliche Wälder.

In der Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg soll das Bewusstsein für mehr Bio-Produktion heimischer Lebensmittel wachsen, biolandwirtschaftliche Nutzungsformen unterstützt und Kulturlandschaften erhalten werden. Hintergrund der Initiative ist das Landesprogramm BioRegion Bayern 2020. Deren Ziel ist es, die Bio-Produktion in Bayern bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln.

Projektpartner der Bewerbung sind neben dem städtischen Gesundheitsamt und der Wirtschaftsförderung des Landkreises unter anderem der Naturpark Augsburg Westliche Wälder e.V. und die beiden Landschaftspflegeverbände. Die Stadt Augsburg ist bereits Mitglied im bundesweiten Netzwerk der Bio-Städte und hat mit der Bio-Pausenbrotaktion und Fahrten für Schulklassen zu Bio-Betrieben und mit Bio-Kochkursen bereits bei Kindern mit der Umweltbildung begonnen.

 

Kulturlandschaft Lechheiden

Ziel der ÖMR ist auch, landwirtschaftliche Nutzungsformen zu fördern, die zum Erhalt regionaltypischer Kulturlandschaften beitragen. Ein Beispiel dafür ist etwa die Wanderschäferei in den Heiden des Lech- und Wertachtals aber auch im Augsburger Stadtgebiet. Eine solche Beweidungsform dient der Offenhaltung von Flächen und damit dem Erhalt der pflanzlichen Artenvielfalt sowie der heimischen Fleischerzeugung - Stichwort „Lechtal-Lamm“. Auch für das Gastronomie- und Hotelgewerbe sollen mehr Möglichkeiten geschaffen werden, regionale und biologisch erzeugte Lebensmittel zu verwenden.

 

Aufbau einer Saatgutbörse

Umweltbildung im Sinne einer Bewusstseinsbildung bei Verbraucher*innen und Produzent*innen ist ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ÖMR. Dazu sind mehrere Aktivitäten geplant. Neben der Vermarktung von Fleisch aus der Beweidung von ökologisch wertvollen Biotopflächen wird die Vermarktung zum Beispiel von Apfelsaft, Honig und Wolle als Bioprodukte aus der Landschaftspflege aufgebaut. Auch eine regionale Saatgutbörse soll aufgebaut und der Biohanf-Anbau gefördert werden.

 

Auf dem Gruppenfoto sind folgende Akteure der Ökomodellregion Stadt.Land.Augsburg zu sehen: 

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (Mitte). Außerdem: (v. l.): Nicolas Liebig, Geschäftsführer Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e.V.; Reiner Erben, Umweltreferent Stadt Augsburg; Eva Liebig, Stellv. Geschäftsführerin Naturpark Augsburg-Westliche Wälder; Alexandra Wagner, Gesundheitsamt Augsburg; Heinz Liebert, Stellv. Landrat des Landkreises Augsburg; Konrad Dobler, Vorsitzender Landschaftspflegeverband Landkreis Augsburg e.V.; Benjamin Walther, Geschäftsführer Regionalentwicklung Augsburg Land West und Christian Kreye, Leiter ALE Schwaben. 

 

 

Verleihung des Titels "Ökomodellregion Stadt.Land.Augsburg" im Mai 2019 durch die Bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (Mitte). Foto: Seyfarth
Verleihung des Titels "Ökomodellregion Stadt.Land.Augsburg" im Mai 2019 durch die Bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (Mitte). Foto: Seyfarth
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Reiches Leben miteinander

Reiches Leben miteinander
Die „krautkreise“ in Emersacker erproben neue Wege des Zusammenlebens und der Selbstversorgung auf der Basis von ökologischer Landwirtschaft und Permakultur.
Krautkreise, Emersacker, Permakultur, Ökologische Landwirtschaft, alte Kartoffel, alte Kartoffelsorte, Tomaten, Gemüse, Foto: Cynthia Matuszewski, Emersacker, Augsburg,Regioanlvermarktertag

Im schönen Holzwinkel nahe Augsburg stehen der Mahlerhof und der Biohof Hesch. Zu ihnen gehören die Hügelbeete einer weitläufigen Permakulturanlage mit Tümpeln und einer lebendigen Tier- und Pflanzenwelt. Hier gedeihen neben den Klassikern Karotte und Kohl auch alte Obst- und Gemüsesorten, wie Cardy, Speisemelde oder Topinambur. Auf den Feldern wiegen sich Emmer, Einkorn und andere Urgetreidesorten.

 

In Emersacker leben die ökologischen Landwirte Martin Hesch und Veronika Baumann sowie sieben junge Menschen mit sehr unterschiedlichen Berufen. Zum Beispiel eine Krankenpflegerin und eine Lehrerin oder ein Musiker und ein selbstständiger Ernährungsberater. "Jeder hier hat Talente und Schwächen und wir ergänzen und beflügeln uns gegenseitig. Das Leben in der Gemeinschaft hat Großfamiliencharakter. Das ist nicht immer einfach, aber es ist großartig“, berichtet Florian Litzlfelder.

 

Für Florian ist Emersacker auch deshalb der perfekte Platz, weil er trotz des Lebens auf dem Land noch viel Bezug zur nahegelegenen Stadt hat. Neun Menschen arbeiten derzeit gemeinsam auf den Höfen und leben vom Ertrag ihrer Felder. „Allein ist die Arbeit gar nicht zu schaffen, aber gemeinsam geht es“, berichtet Katharina Litzlfelder. Deshalb sind auch Arbeitsreisende immer willkommen, die für Kost und Logis mit anpacken.

 

Unabhängig von der 37-Stunden-Woche

Überschüsse werden traditionell eingekocht und haltbar gemacht, im Hofladen angeboten oder über die Solidarische Landwirtschaft Augsburg regional vermarktet. Einnahmen aus dem kleinen Hofcafé und aus Seminaren stocken das Budget auf und decken die übrigen Kosten der Gemeinschaft. "Wir bemühen uns die Lebenshaltungskosten und unseren ökologischen Fußabdruck möglichst gering zu halten. Das schafft Freiheit und ist unser Reichtum", erzählt Katharina Litzlfelder.

 

Katharina kauft gerne Secondhand-Kleidung oder tauscht Kleidung. „Für unseren neun Monate alten Sohn habe ich noch kein einziges Teil neu kaufen müssen“, sagt sie. Genau wie die anderen Bewohner*innen der „krautkreise“ ist die gelernte Krankenpflegerin unabhängig von der klassischen 37-Stunden-Woche. Sie ist froh, dass sie ihr Leben nach ihren Bedürfnissen und Vorstellungen gestalten kann. „Es gibt keinen Vorgesetzten, auf den ich Rücksicht nehmen muss“, freut sie sich. In Emersacker ist man lediglich den Menschen verpflichtet, mit denen man zusammenlebt. Und natürlich der Natur.

 

Care for the Earth, Care for the People, Fair Share

Die Felder und Beete in Emersacker werden konsequent mit Bioanbau und Permakultur bestellt. Die Ethik der Permakultur basiert auf drei Säulen. Sie bilden die Grundlage für ein friedvolles Leben miteinander und für das Überleben zukünftiger Generationen. Care for the Earth und Care for the People stehen dabei für einen achtsamen Umgang mit unserem Lebensraum und unseren Mitmenschen. Fair Share sieht die gleichmäßige Verteilung aller vorhandener Ressourcen vor.

 

In der Landwirtschaft bedeutet Permakultur, dass das Zusammenleben von Menschen, Tieren und Pflanzen so miteinander kombiniert wird, dass die Systeme zeitlich unbegrenzt funktionieren und die Bedürfnisse aller Beteiligten so weit wie möglich erfüllt werden. Klingt sehr theoretisch, funktioniert aber in Emersacker hervorragend und zeigt sich in der Vielfalt von Pflanzen und Tieren auf den Feldern und in den Beeten. Auch die eigene Herstellung von Saatgut ist wichtig. "Die nachhaltige Pflanzenzucht ist ein Zeichen gegen Ausbeutung und Profitgier großer Konzerne in der Lebensmittelindustrie“, so  Bio-Landwirt Martin Hesch.

 

Im Passiv-Gewächshaus in Emersacker gedeihen allein 70 samenfeste Tomatensorten. Und im Hofladen warten die rote Emmalie und die blaue Anneliese. Was das ist wird nicht verraten. Denn allein um diese beiden Feldfrüchte kennenzulernen lohnt sich der Weg nach Emersacker…

 

INFO: Für alle, die mehr über Permakultur erfahren möchten, in Emersacker ein Seminar zu traditionellen Ernte- und Einmachmethoden mache wollen, oder die einfach nur im Café „mitte“ Kultur oder selbstgebackenen Kuchen genießen möchten, bieten die „krautkreise“ von April bis Oktober ein regelmäßiges Programm und Führungen an. www.krautkreise.de

Krautkreise, Emersacker, Permakultur, Ökologische Landwirtschaft, Foto: Krautkreise
Krautkreise Emersacker, Foto: krautkreise
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Krautkreise Emersacker, Foto: krautkreise
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Krautkreise Emersacker, Foto: krautkreise
Krautkreise, Emersacker, Permakultur, Ökologische Landwirtschaft, Foto: krautkreise
Krautkreise Emersacker, Foto: krautkreise
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Bei den Krautkreisen in Emersacker finden regelmäßige Führungen statt. Foto: krautkreise
Krautkreise, Emersacker, Permakultur, Ökologische Landwirtschaft, alte Kartoffel,alte Kartoffelsorte,  Foto: Cynthia Matuszewski, Emersacker, Augsburg
Alte Kartoffelsorte angebaut bei den Krautkreisen in Emersacker. Foto: Cynthia Matuszewski
Krautkreise, Emersacker, Permakultur, Ökologische Landwirtschaft, Tomaten,  Foto: Cynthia Matuszewski, Emersacker, Augsburg
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Alte Kartoffelsorte angebaut bei den Krautkreisen in Emersacker. Foto: Cynthia Matuszewski
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