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German
Im Weltladen Bobingen findest du Schönes, Nützliches und Leckeres aus fairem Handel.
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SHOW
Ort

Bahnhofstraße 10
86399 Bobingen
Deutschland

Im Weltladen Bobingen findest du Schönes, Nützliches und Leckeres aus fairem Handel.

Egal ob Süßigkeiten, Knabbereien, Gewürze, Chutneys, Wein, leckere Bio-Fruchtsäfte oder Fairtrade Kaffee. Der Weltladen Bobingen bietet eine breite Palette von Lebensmitteln an, die überwiegend aus ökologischem Anbau stammen. Außerdem gibt es in Bobingen eine kleine, aber feine Auswahl an Damenbekleidung, Schreibwaren, Musikinstrumenten, Spielzeug, Schmuck und Wohnaccessoires.

 

Wenn die Entlohnung für ein gutes Leben reicht

Fair ist, wenn auch die Erzeuger*innen für ihr Produkt einen angemessenen Preis erhalten. Der Faire Handel bietet den Produzent*innen in den benachteiligten Ländern über einen langen Zeitraum eine zuverlässige Partnerschaft mit Preisen, die dem Herstellungsaufwand für seine Produkte entsprechen. Den Menschen in den Ländern des Südens wird durch den fairen Handel ein friedliches und menschenwürdiges Leben ermöglicht, mit Schulbildung, zumutbaren Arbeitsbedingungen, gesichertem Familieneinkommen, sozialer Absicherung bei Krankheit und vor allem langfristiger Selbstverwaltung und Eigenverantwortung.

Im Weltladen werden außerdem Veranstaltungen durchgeführt, bei denen sich Interessierte sowohl über die Produkte und ihre Herkunft, als auch über den Sinn und die Hintergründe des Fairen Handels informieren können. Außerdem werden auf Anfrage  Ladenführungen für Schulklassen und interessierte Gruppen angeboten.

Besonders erwähnenswert ist außerdem, dass Bobingen Fairtrade-Stadt ist, also auf zivilgesellschaftlicher, politischer und kommunaler Ebene den fairen Handel gezielt fördert.

Tipp
Öffnungszeiten
Wochentag
Dienstag - Freitag 09:30 bis 12:30 15:00 bis 18:00
Samstag 09:30 bis 12:30
Karte Kategorie
German
Im Weltladen Friedberg findest du Schönes, Nützliches und Leckeres aus fairem Handel.
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SHOW
Ort

Marienplatz 18
86316 Friedberg
Deutschland

E-Mail
info [at] weltladen-augsburg.de

Im Weltladen Friedberg findest du Schönes, Nützliches und Leckeres aus fairem Handel.

Egal ob Süßigkeiten, Knabbereien, Gewürze, Chutneys, Musikinstrumente, Spielzeug, Bücher, Postkarten, CDs oder Textilien und Schmuck… Der Weltladen ist ein Fachgeschäft für gerechten Handel. Mit dem Verkauf ausgewählter Produkte unterstützt er Produzentengruppen aus wirtschaftlich benachteiligten Regionen vor allem in Entwicklungsländern. Der Weltladen Friedberg unterstützt durch Aktionen und Verkauf von Waren die HAITI-Kinderhilfe.

Fair ist, wenn auch die Erzeuger*innen für ihr Produkt einen angemessenen Preis erhalten. Der Faire Handel bietet den Produzent*innen in den benachteiligten Ländern über einen langen Zeitraum hinweg eine zuverlässige Partnerschaft mit Preisen, die dem Herstellungsaufwand für die Produkte entsprechen. Den Menschen in den Ländern des Südens wird durch den fairen Handel ein friedliches und menschenwürdiges Leben ermöglicht, mit  Schulbildung, zumutbaren Arbeitsbedingungen, gesichertem Familieneinkommen, sozialer Absicherung bei Krankheit und vor allem langfristiger Selbstverwaltung und Eigenverantwortung.

Gegen eine Gebühr von 10,- EUR kannst du dir eine Kaffeemaschine (bis zu 12 Tassen) für Feste oder Aktionen beim Weltladen ausleihen.

Der Weltladen Friedberg entstand aus einer Arbeitsgruppe der Pfarrei St. Jakob. Das Ladengeschäft, direkt gegenüber dem Rathaus, besteht seit Juni 1998. Es wird als Filiale des Augsburger Weltladens geführt. Zurzeit arbeiten hier 20 ehrenamtliche Mitarbeiter*innen.

 

 

Tipp
Öffnungszeiten
Wochentag
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 9 bis 12 15 bis 18
Mittwoch und Samstag 9 bis 12
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Fair gehandelte Produkte wie Kleidung, Kaffee, Schokolade und Spielzeug
Anrede
Frau
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SHOW
Ort

Schloßplatz 1
86551 Aichach
Deutschland

E-Mail
kontakt [at] weltladen-aichach.de

Egal ob Süßigkeiten und  Knabbereien, Gewürze und Chutneys, Musikinstrumente, Spielzeug, Bücher, Postkarten, CDs oder Textilien und Schmuck .... Im Weltladen Aichach findest du Schönes, Nützliches und Spannendes aus fairem Handel. Die Lebensmittel stammen überwiegend aus ökologischem Anbau.

Außerdem werden ausgesuchte Schreibwaren, wie zum Beispiel handgeschöpftes Papier, Musikinstrumente, Spielzeug, Schmuck und Wohnaccessoires geführt. Viele Produkte werden in Sozialprojekten oder benachteiligten Regionen gefertigt. 

Fair ist, wenn auch die Erzeuger*Innen für ihre Produkte einen angemessenen Preis erhalten. Der Faire Handel bietet den Produzent*innen in benachteiligten Ländern über einen langen Zeitraum eine zuverlässige Partnerschaft an. Wichtig sind dabei garantierte Vergütungen, die dem Herstellungsaufwand der Produkte entsprechen. Den Menschen in Ländern des globalen Südens wird durch den fairen Handel ein friedliches und menschenwürdiges Leben ermöglicht, das Schulbildung, zumutbare Arbeitsbedingungen, gesichertes Familieneinkommen, soziale Absicherung bei Krankheit und vor allem langfristige Selbstverwaltung und Eigenverantwortung beinhaltet.

Im Aichacher Weltladen arbeitet eine Gruppe von etwa 40  ehrenamtlichen  Verkäufer*innen. Das Team freut sich auch über neue Mitarbeiter*innen. Wer Lust hat, sich ehrenamtlich einzubringen kann einfach eine der Verkäufer*innen ansprechen. 

Ergänzend kümmern sich einige Angestellte um Organisation, Verwaltung und Geschäftsführung des Vereins "Gemeinsam für Eine Welt - Aichach e. V.“

 

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Tipp
Öffnungszeiten
Wochentag
Montag bis Freitag 9:00 bis 18:00
Samstag 9:00 bis 12:30
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Ökologisch und nachhaltig leben

Ökologisch und nachhaltig leben

Tourismusinformation
Rathausplatz
86150
Augsburg
lifeguide-Stadtrundgang, rutaNatur, Ramona Dorner, Augsburg, unverpackt, weniger Plastikmüll
Themenführung „Ökologisch und nachhaltig Leben“ – Erfahrungsberichte und Tipps

Am Samstag, den 28. Mai um 10.30 Uhr, organisiert die Regio Augsburg Tourismus GmbH in Zusammenarbeit mit Lifeguide Augsburg die Themenführung „Ökologisch und nachhaltig Leben“.

Dieser besondere Stadtrundgang durch die Straßen und Gassen Augsburgs zeigt, wie genussvoll, entschleunigt und entspannt Nachhaltigkeit sein kann. Der Weg dieser Tour führt zu Menschen und Initiativen, die zu ihren Fachgebieten wie plastikfrei leben, unverpackt einkaufen oder faire Kleidung informieren und Fragen beantworten. Es geht um  nachhaltiges Schenken, um Reparieren statt Wegwerfen, um weniger statt mehr. An Trinkbrunnen genießt man das gute Augsburger Wasser. Diese Tour zeigt: ökologisch leben ist heute für alle erschwinglich und lässt sich in Augsburg bereits sehr gut in den Alltag integrieren.

 

Start: Tourismus-Information vor dem Rathaus

Führungen: 12 € pro Person. Anmeldung bitte bei der Regio Tourismus Augsburg GmbH, Rathausplatz 1, 0821 – 502 07 21, www.augsburg-tourismus.de

 

Für alle Führungen gelten die aktuellen Corona-Regeln. Weitere Informationen zu den Führungen finden Sie außerdem in dem Flyer der Regio Augsburg Tourismus GmbH „Stadtführungen in Augsburg 2022, Sehenswürdigkeiten in der Welterbestadt bestens geführt erleben und entdecken“ (erhältlich in der Touristen Information am Rathausplatz).

 

Event-Termin
-

Der „fair fashion guide“

Der „fair fashion guide“
Ein Projekt der Iller-Lech-Weltläden in Zusammenarbeit mit dem Get-Changed-Network
Titelbild Fair Fashion Guide

Nachhaltigkeit ist auch in der Textilindustrie ein zentrales Thema. Der „fair fashion guide“ bietet Hilfe in Sachen sozial und ökologisch produzierter Mode, listet 70 Läden in Allgäu und Schwaben auf und verschafft Überblick im Gütesiegel-Dschungel.

Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist mit die ertragreichste Konsumgüterbranche Deutschlands. Gleichzeitig ist sie sehr von der Globalisierung geprägt. Immer noch werden Textilien in Entwicklungsländern zu billigen Preisen hergestellt. Nicht nur die Menschen, die ohne fairen Lohn und unter harten, größtenteils gesundheitsschädlichen Bedingungen arbeiten müssen, leiden darunter. Auch die Umwelt leidet stark unter der Produktion von Rohfasern, Pestiziden und giftigen Farbstoffen. Nachhaltigkeit ist also auch in der Kategorie der Textilien ein großes Thema.

 

Das Projekt "fair fashion guide" und was er zu bieten hat:

Weltläden, wie der Weltladen Augsburg, beschäftigen sich schon lange mit fairen Bedingungen für Textilarbeiter*innen und wissen, wo man faire und ökologisch einwandfreie Kleidung in der Region findet. Diese Liste wollen sie den Menschen  zugänglich machen. Deshalb entwickelten die Iller-Lech-Weltläden zusammen mit dem Get-Changed-Netzwerk einen Fairen Modeführer, den „fair fashion guide“. Er listet über 70 Geschäfte in Schwaben und Allgäu auf, die nachhaltige, ökofaire Textilien anbieten. Auch Läden mit Second-Hand-Mode sind angegeben. Diese Art der Mode ist besonders nachhaltig, weil keine weiteren Rohstoffe verbraucht werden.

Neben den aufgelisteten Shops werden weitere Aspekte zu Nachhaltigkeit in der Textilindustrie angesprochen. Zum Beispiel werden kurz und knapp die Herausforderungen in der Lieferkette, wie die ökologischen und sozialen Kriterien, beschrieben. Und um den Überblick zu behalten werden acht Zertifikate und Gütesiegel vorgestellt, mit denen Kleidung gekennzeichnet wird.

Ziel des „fair fashion guide“ ist vor allem ein Bewusstsein zu schaffen. Faire Mode ist zwar meist etwas teurer als herkömmliche Modeartikel, aber auch qualitativ hochwertiger. Sie hält länger und bietet den Menschen, die sie herstellen, eine Perspektive. Das wichtigste ist, zu verstehen, dass das eigene Konsumverhalten direkte Folgen für den Herstellungsprozess hat.

 

Lohnt sich die Anschaffung?

Der „fair fashion guide“ ist ein nützliches Hilfsmittel in Sachen fairer Kleidung. Man behält im Gütesiegel-Dschungel leicht den Überblick. Zwar sind die einzelnen Shops nur mit Namen und Adresse gelistet, aber eine Legende gibt Hilfestellung. Für Augsburg sind nur acht Adressen verzeichnet, aber dafür gibt es über 60 Shops im Allgäu oder Schwaben. Viele der Läden, die verzeichnet sind, können auch über Get-Changed näher betrachtet werden. Da die Schrift in dem Heft relativ klein ist, bietet es sich für Menschen die damit Probleme haben, auf jeden Fall an den „fair fashion guide“ als PDF runterzuladen. Dafür ist das kleine Heftchen handlich genug, um überall mithingenommen zu werden und eignet sich hervorragend zum Verschenken. Für alle erhältlich ist der „fair fashion guide“ in den Iller-Lech-Weltläden, oder online als PDF-Datei.

INFO:

Iller-Lech-Weltläden: 1996, also vor mittlerweile 23 Jahren, schlossen sich 30 Weltläden in der Region Iller-Lech zu einem gemeinsam agierenden Netzwerk zusammen. Über gemeinsame Aktionen wie „XXXL – wir tragen fair“ wird der Zusammenhalt der Weltläden auch nach außen getragen. Diese Aktion wurde von der Berliner Ethical Fashion Week mit der „Spitzen Nadel“ ausgezeichnet. Sie sollte auf die herrschenden Missstände in der Textilproduktion aufmerksam machen.

Get Changed: Das Fair Fashion Network ist ein in der Schweiz eingetragener Verein, der zum Ziel hat, modebewusste und kritische KonsumentInnen rund um das Thema Fair Fashion zu informieren und Interessengruppen zu vernetzen. Basis des Netzwerks ist der Fair Fashion Finder, der es Konsumentinnen und Konsumenten ermöglicht, faire Mode schnell und einfach finden.

 

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Augsburg spielt fair!

Augsburg spielt fair!
Faire Bälle mit Augsburger Zukunftsleitlinien. Ein Projekt der Lokalen Agenda 21 und der Fairtradestadt Augsburg
Fairtrade Ball Augsburg, Foto: Werkstatt Solidarische Welt Augsburg

Fußball ist der Sport in Deutschland. Auch die Augsburger*innen fiebern mit ihrem FCA und in Zeiten von Weltmeisterschaften herrscht Ausnahmezustand. So viele Spiele, so viele Trainingseinheiten… und immer dreht sich alles um eines: Um den Ball. Da stellt sich die Frage: Ist ein Fußball eigentlich nachhaltig?

Die Ballproduktion sicher nicht. Der Großteil der Bälle wird in Pakistan hergestellt. Die Menschen, zumeist Frauen und Kinder, arbeiten unter sehr schlechten Bedingungen. Sie erhalten beispielsweise keinen fairen Lohn und gehen bei der Verarbeitung von Leder oder PVC hohe Gesundheitsrisiken ein.

 

Augsburg ist Fairtradetown und spielt auch fair!

Die Lokalen Agenda 21 und die Fairtrade-Stadt hat mit dem Fairtrade-Ball von der BadBoyz Ballfabrik eine gute Lösung für dieses Problem gefunden: Kinderarbeit ist bei BadBoyz natürlich tabu und die Näher*innen in dieser pakistanischen Fabrik bekommen einen überdurchschnittlichen Lohn, sind sozialversichert und arbeiten unter gesunden Arbeitsbedingungen. Der Ball besteht aus PU-Kunstleder - also ohne PVC - und wurde mit schadstofffreien Druckfarben bedruckt. Verglichen damit geht einem herkömmlichen Ball schnell die Luft aus…! Auf dem Ball aufgedruckt ist das Motto „Augsburg spielt fair!“ und Fairtrade Stadt Augsburg. Auch vertreten sind die Piktogramme der Zukunftsleitlinien der Lokalen Agenda 21. Jede der vier Farben steht für eine Dimension der Nachhaltigkeit: Die ökologische, die ökonomische, die soziale und die kulturelle Zukunftsfähigkeit. Sie sollen verdeutlichen: Augsburg war, ist und bleibt auch eine nachhaltige Stadt. Erwerben kann man den Ball im freien Handel im Weltladen Augsburg.

Informationen zu dem Ball erhalten Sie beim Weltladen Augsburg.

 

fairtraide, faires Gold, Logo: Fairtrade
Das Fairtrade-Siegel garantiert faire Arbeitsbedingungen und fair gehandeltes Gold. Foto: Fairtrade
Logo Augsburg Fairtrade-Stadt
Logo Augsburg Fairtrade-Stadt
Der Augsburger Weltladen
Der Augsburger Weltladen
Weltladen Augsburg - Werkstatt Solidarische Welt e.V. / Logo
Weltladen Augsburg - Werkstatt Solidarische Welt e.V. / Logo
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12 Jahre Einsatz für ein nachhaltiges Augsburg

12 Jahre Einsatz für ein nachhaltiges Augsburg
Augsburg ist heute nachhaltiger ist als viele deutsche Städte. Ute Michallik und Norbert Stamm haben sich dafür eingesetzt, dass der Wert Nachhaltigkeit in Augsburg politisch fest verankert ist.
Ute Michallik, Lokale Agenda, Augsburg, Nachhaltigkeit, Agendasprecherin, Papierwende, Fair trade,

Sie haben 12 Jahre eng zusammengearbeitet: Ute Michallik, ehrenamtliche Agendasprecherin seit 2006. Und Dr. Norbert Stamm, Leiter des Büros für Nachhaltigkeit der Stadt Augsburg. Beide haben viel dafür getan, dass unsere Stadt heute nachhaltiger ist als viele deutsche Städte. Sie haben sich dafür eingesetzt, dass der Wert Nachhaltigkeit in Augsburg politisch fest verankert und gesellschaftlich anerkannt ist. Sie haben gemeinsam Niederlagen hingenommen und freuten sich 2013 gemeinsam über den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für die nachhaltigste deutsche Großstadt. Jetzt hört Ute Michallik nach 12 Jahren auf.

 

„Wenn jemand mehr als die Hälfte der langen Arbeitszeit des Augsburger Agendaprozesses (21 Jahre!) Sprecherin war und nun diese Rolle abgibt, ist das schon ein Schnitt“, sagt Norbert Stamm. Er schätzt an Ute Michallik, dass sie „zielstrebig, freundlich, neugierig, kompetent und ungeduldig“ ist. Und ist froh, dass sie auch nach dem Ausscheiden als Agendasprecherin weiter im Prozess der Lokalen Agenda 21 mitarbeiten wird.

"Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass die Stadt Augsburg bis heute nicht auf Recyclingpapier umgestellt hat. Ich hoffe, dass wir in Kürze einen Stadtratsbeschluss bekommen, damit wir diesen beschämenden Zustand beenden. Wir sind die „nachhaltigste Großstadt Deutschlands“!"

Ute Michallik

Norbert Stamm: Ute, hast Du einen nachhaltigen Lieblingsplatz in Augsburg?

Ute Michallik: Oh, da gibt es gleich mehrere: Meine Lieblingsplätze in Augsburg sind die Wassertürme am Roten Tor, der Annahof, der Siebentischwald mit Kuhsee und das Parkhäusl. Ich mag aber auch das Textilviertel besonders gern. Ich war früher in der Bürgerinitiative Textilviertel aktiv und wohne hier. Ich mag die Ensembles aus alter Industriearchitektur, Bächen und altem Baumbestand, die jetzt mit neuem Leben erfüllt sind. Zum TIM und zum Theater im Martini Park kann ich zu Fuß laufen. Das sind für mich tolle Plätze, die für „mein“ Augsburg stehen. Ich radele täglich durch das Viertel und kann sehen, was sich alles entwickelt hat. Beim Anblick der vielen Neubauten, die jetzt dazu kommen, weiß ich besonders zu schätzen, was an alter Substanz erhalten und entwickelt wurde.

 

Norbert Stamm: Du hast als Sprecherin der Lokalen Agenda 21 seit dem 23. Februar 2006, also über elf Jahre, maßgeblich an Augsburgs nachhaltiger Entwicklung mitgewirkt, zunächst mit Christoph Wessel als weiterem Agendasprecher, dann mit Susanne Thoma, zuletzt mit Thomas Hecht. Warum solange diesen Job?

Ute Michallik: Nachhaltige Entwicklung ist mir seit über 30 Jahren eine Herzensangelegenheit. Die Bewahrung unserer Lebensgrundlagen, gegen den gesellschaftlichen Trend des „Immer-mehr“, ist aber so ein großes Thema – das kann man praktisch und auch psychisch nur in einem guten Team bewältigen. Und genau das finde ich in der Agenda:

"Im monatlichen Agendateam gibt es immer ein Miteinander, einen lebendigen Austausch, neue Ideen und neue Akteure. Das fand ich immer inspirierend. Und das nach außen zu vertreten, hat einfach Spaß gemacht."

Ute Michallik

Norbert Stamm: Welche Themen und Projekte lagen dir besonders am Herzen?

Ute Michallik: Wie gesagt: Das Thema nachhaltige Entwicklung ist sehr komplex. Deshalb habe ich mir zwei relativ „einfache“ Projekte gesucht, bei denen jeder auf Anhieb sieht, wie er oder sie täglich zu Ressourcenschutz und Gerechtigkeit beitragen kann: Mit der „Papierwende“ werben wir für den Umstieg auf Recyclingpapier. Und mit der „Fairtradestadt“ für gerechte und ökologische Wirtschaftsbeziehungen. Bei beidem wird unmittelbar klar, wie jeder mit seinem persönlichen Konsum und Verhalten Verantwortung für eine bessere Welt übernehmen kann. Beim Fairen Handel freut es mich ganz besonders, dass die Initiative jetzt in den Schulen ankommt. Wir haben in Augsburg jetzt schon zwei Fairtrade Schulen und zwei weitere stehen in den Startlöchern. Diese Schulen verpflichten sich, die Idee des Fairen Handels zu leben und bekannt zu machen. Dabei machen alle mit: Im Lehrerzimmer gibt’s fairen Kaffee und am Schulkiosk faire Schokoriegel. Der Faire Handel ist Teil des Unterrichts und es findet jährlich eine Aktion an der ganzen Schule statt. Die Papierwende steht exemplarisch für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Da waren wir auch bei großen Organisationen, wie den Stadtwerken, der Hochschule und der Handwerkskammer erfolgreich, die mittlerweile von Frischfaser- auf Recyclingpapier umgestiegen sind.

"Beim Fairen Handel freut es mich ganz besonders, dass die Initiative jetzt in den Schulen ankommt. Wir haben in Augsburg jetzt schon zwei Fairtrade Schulen und zwei weitere stehen in den Startlöchern."

Ute Michallik

Norbert Stamm: Gegen welche Mauern bist du gelaufen?

Ute Michallik: Ich vermeide gern Mauern, weil sie so viel Energie kosten und konzentriere mich lieber auf Aktionen mit Erfolgschancen. Sehr enttäuscht bin ich darüber, dass die Stadt Augsburg bis heute nicht auf Recyclingpapier umgestellt hat. Ich hoffe, dass wir in Kürze einen Stadtratsbeschluss bekommen, damit wir diesen beschämenden Zustand beenden. Wir sind die „nachhaltigste Großstadt Deutschlands“! Die andere Mauer ist der hohe Prozentsatz an Menschen in der Bevölkerung, der Wirtschaft und bei politisch Verantwortlichen, die wir einfach nicht mit unseren Themen erreichen.

"Uns fehlen mehr Menschen, die erkennen, dass unser Lebensstil eine der Ursachen für den Klimawandel ist und dass wir gemeinsam daran etwas ändern können."

Ute Michallik

Norbert Stamm: Die Zahl der Agendaforen  hat sich allerdings von 2006 bis heute verdreifacht, von 10 auf 29. Diese Foren sind ja das zivilgesellschaftliche Rückgrat des Nachhaltigkeitsprozesses…

Ute Michallik: …diese Erfolgsgeschichte freut mich riesig! Wir sind mittlerweile attraktiv für Menschen, die am zukunftsfähigen Augsburg mitarbeiten wollen, und neue Interessierte sagen jedes Mal: „Ich wusste gar nicht, dass es in Augsburg so einen tollen Prozess gibt!“ Mich begeistert auch immer die Lebendigkeit des Prozesses. 29 Agendaforen heißt ja nicht nur, dass neue Akteure dabei sind, sondern bedeutet auch, dass ganz neue Themen bearbeitet werden. Beispiele wie „Lebensraum Schwabencenter“, „Urban Gardening“ oder „Plastikfreies Augsburg“ zeigen die tolle Vielfalt.

 

 

Norbert Stamm: Ein Meilenstein im Prozess war 2011 der erste Augsburger Nachhaltigkeitsbericht . Er zeigte, was in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft alles geleistet wurde. Und er war die Grundlage für die erfolgreiche Bewerbung um die Auszeichnung Augsburgs mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis als nachhaltigste deutsche Großstadt. Ich weiß noch, wie du mich bei der ersten – gescheiterten – Bewerbung 2012 getröstet hast, weil Freiburg gewonnen hat und wir „nur“ unter den ersten drei waren. 2013 hat es dann aber geklappt…

 

Ute Michallik: Der deutsche Nachhaltigkeitspreis war für mich einer der Höhepunkte der gemeinsamen Arbeit – darüber war ich richtig glücklich. Er hat bestätigt, wie wichtig es ist, die Nachhaltigkeit auch in das Verwaltungshandeln einzubinden. Das ist sehr mühselig und es sind viele Widerstände zu überwinden, aber ohne diese Überzeugungsarbeit wird sich nichts verändern. Der Titel hat aber auch vor Ort viel bewirkt, weil für viele Verantwortliche damit sichtbar wurde, was in Augsburg schon getan wurde und welch hohes Ansehen wir bundesweit genießen! Der Name „Augsburg“ fällt sofort bei Fachleuten, wenn es um kommunale Ansätze bei der Nachhaltigen Entwicklung geht. Damit hat die Arbeit der Lokalen Agenda 21 in Augsburg einen höheren Stellenwert bekommen. Und die ehrenamtlichen Akteure hat das natürlich sehr motiviert. Davon abgesehen, dass durch das Preisgeld auch der Lifeguide ermöglicht wurde! Wir haben jetzt ein Internetportal für nachhaltiges Leben in Augsburg und der Region.  

 

Norbert Stamm: Was hältst du von neuen „Zukunftsleitlinien für Augsburg“?

Ute Michallik: Mit den Zukunftsleitlinien, die vom Stadtrat mit großer Mehrheit verabschiedet wurden, haben wir jetzt einen langfristigen Kompass, an dem wir Entscheidungen überprüfen können. Die 75 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung unserer Stadt sind eine tolle Sache. Jeder Beschluss des Augsburger Stadtrats orientiert sich an diesen Zukunftsleitlinien.

 

Besonders wichtig sind mir zum Beispiel im Zusammenhang mit meinen Projekten Papierwende und Fairtradestadt die Ziele „Energie- und Materialeffizienz verbessern“ und „Soziales und ökologisches Wirtschaften fördern“. Bei den Zukunftsleitlinien war zunächst der Prozess des gemeinsamen Erarbeitens, das Ringen um Ziele und Maßnahmen, sehr wichtig. Wir hatten von März 2014 bis Juli 2015 einen lebendigen Austausch mit anderen Akteuren aus der Gesellschaft und konnten damit unser Blickfeld weiten. Ein großer Fortschritt war die Erweiterung der drei bisherigen Handlungsfelder – Ökologie, Ökonomie und Soziales – um die Kultur. Wir leben ja auf viel zu großem Fuß. Und dieser Lebensstil ist auch kulturell geprägt. Deshalb ist Kultur als viertes nachhaltiges Handlungsfeld auch so wichtig. Diese Argumentation hat nicht auf Anhieb alle überzeugt, aber nach intensiven Diskussionen schon.

 

Norbert Stamm: Lokale Agenda 21– das ist so ein schwieriger Begriff, den auf Anhieb niemand versteht. In Augsburg ist er in Politik und Teilen der engagierten Zivilgesellschaft und Verwaltung mittlerweile bekannt. Du hast immer davon geträumt, dass es einen schöneren, leicht verständlicheren Begriff gibt…

Bei den Zukunftsleitlinien sehen wir ja, wie komplex das Thema ist, es lässt sich einfach nicht auf ein griffiges Schlagwort reduzieren. Das läuft dem politischen Trend zur Vereinfachung völlig entgegen. Uns bleibt nichts anderes übrig, als immer wieder an alltäglichen Themen zu zeigen, wie alles zusammenhängt – und sei es die Abholzung des Regenwaldes für unser Toilettenpapier…

 

 

Norbert Stamm: Wie beurteilst du die Entwicklung Richtung Nachhaltigkeit in und um Augsburg in den letzten zwölf Jahren?

Es hat sich viel getan, die Vernetzung wird vor allem immer besser. Das zeigt ein Blick in das aktuelle Programm der „Wochen der Nachhaltigkeit im Wirtschaftraum Augsburg“ Hier beteiligen sich viele Akteure aus ganz verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen mit aktuellen Themen. Das geht in die richtige Richtung.

 

Norbert Stamm: Was brauchen wir für die Zukunft?

Wir brauchen von allem mehr: mehr Engagierte, vor allem aus der jungen Generation, mehr politische Unterstützung, mehr Bewusstsein in der Bevölkerung, mehr Aufmerksamkeit in den Medien und natürlich mehr Geld.

Norbert Stamm: Wie geht es für dich jetzt weiter?

Als ehrenamtliche Geschäftsführerin des Augsburger Weltladens steht für mich im Moment dessen Zukunftsfähigkeit im Vordergrund. Der Faire Handel mit seiner ehrenamtlichen Struktur steht auch in Augsburg vor großen Herausforderungen, für die wir ganz aktuell Lösungen finden müssen. Wenn wir hier einen Schritt weiter sind, kann ich wieder mehr für die Lokale Agenda 21 tun. Für die familiäre Zukunftsfähigkeit sorgen meine Kinder mit den Enkelkindern. Wenn es zeitlich geht, möchte ich hier großmütterliche Unterstützung bieten.

 

Norbert Stamm: Schön, dass du weiter dabei bist – auch wenn es zeitlich für dich gerade schwierig ist. Es muss ja weitergehen. Es gibt noch so viel zu tun.

Ute Michallik, Lokale Agenda, Augsburg, Nachhaltigkeit, Agendasprecherin, Papierwende, Fair trade,
Ute Michallik.Sie war 12 Jahre Agendasprecherin in Augsburg und engagiert sich unter anderem für die Papierwende in der Stadtverwaltung und Fair-Trade-Schulen. Foto: Cynthia Matuszewski
Ute Michallik, Lokale Agenda, Augsburg, Nachhaltigkeit, Agendasprecherin, Papierwende, Fair trade,
Ute Michallik.Sie war 12 Jahre Agendasprecherin in Augsburg und engagiert sich unter anderem für die Papierwende in der Stadtverwaltung und Fair-Trade-Schulen. Foto: Cynthia Matuszewski
Dr. Norbert Stamm, Leiter des Büros für Nachhaltigkeit und Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 der Stadt Augsburg. Foto Regine Laas
Dr. Norbert Stamm, Leiter des Büros für Nachhaltigkeit und Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 der Stadt Augsburg. Foto: Regine Laas
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