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Bewusst essen: Biofleisch aus der Region

Bewusst essen: Biofleisch aus der Region
Wenn Fleisch, dann Biofleisch aus der Region. Es verbindet höhere Standards bei der Tierhaltung mit kurzen Wegen und nachvollziehbarer Herkunft. Wir zeigen, wo ihr es bekommt.
Strohschweine der Bio-Metzgerei Tagwerk. Foto: Manuela Praxl

Gerade bei Fleisch sollte man darauf achten, woher es kommt und unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden. In der Region Augsburg gibt es viele Möglichkeiten, bewusst Biofleisch aus regionaler Erzeugung zu wählen.

Warum Biofleisch?

Biofleisch stammt von Tieren, die nach den gesetzlichen Vorgaben des ökologischen Landbaus gehalten werden. Die Tiere haben mehr Platz als in der konventionellen Haltung, je nach Tierart gelten Vorgaben zu Auslauf oder Weidegang. Das Futter stammt aus ökologischer Erzeugung und darf keine gentechnisch veränderten Pflanzen enthalten. Der vorbeugende Einsatz von Antibiotika ist nicht erlaubt. Unabhängige Kontrollstellen überprüfen regelmäßig die Einhaltung der Bio-Vorgaben.

Die Vorteile von bio-regionalem Fleisch:

Höhere Standards bei der Tierhaltung: Die Bio-Vorgaben machen unter anderem mehr Platz sowie je nach Tierart Auslauf oder Zugang zu Freiflächen zur Voraussetzung.

Bio-Futter: Die Tiere erhalten ökologisch erzeugtes Futter ohne gentechnisch veränderte Pflanzen. Ein vorgeschriebener Anteil des Futters muss vom eigenen Betrieb oder aus regionaler Kooperation mit anderen Bio-Betrieben stammen.

Artenvielfalt erhalten: Ökologisch bewirtschaftete Flächen bieten vielen Tier- und Pflanzenarten bessere Lebensbedingungen als intensiv konventionell bewirtschaftete Flächen. Einige Bio-Betriebe setzen zudem bewusst auf alte und robuste Nutztierrassen.

Tiergesundheit im Blick: Vorbeugende Antibiotikagaben sind im Ökolandbau nicht erlaubt. Stattdessen sollen Haltung, Fütterung und andere vorbeugende Maßnahmen die Gesundheit der Tiere unterstützen. Ein zurückhaltender Einsatz von Antibiotika trägt zudem dazu bei, der Entstehung und Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen entgegenzuwirken.

Regionale Herkunft: Stammt Biofleisch aus der Region und wird auch hier geschlachtet und verarbeitet, können Transportwege kürzer ausfallen. Das kann Stress für die Tiere reduzieren und stärkt gleichzeitig regionale Wirtschaftskreisläufe. Weidehaltung trägt zudem zum Erhalt regionaltypischer Kulturlandschaften bei.

Transparenz der Herkunft: Gerade bei Direktvermarktern und regionalen Bio-Betrieben lässt sich häufig gut nachvollziehen, von welchem Hof die Tiere stammen und unter welchen Bedingungen sie gehalten wurden.

Milch und Fleisch gehören zusammen

Weniger bekannt ist die enge Verbindung zwischen Milch- und Fleischproduktion. Damit eine Kuh Milch gibt, muss sie ein Kalb bekommen. Auch in der Bio-Milchviehhaltung werden deshalb regelmäßig Kälber geboren.

Gerade männliche Kälber von Milchleistungs-Milchrassen sind für die Mast oft wenig rentabel. Eine konsequent regionale Bio-Landwirtschaft sucht daher Wege, diese Tiere sinnvoll in die regionale Wertschöpfungsketten einzubinden. In der Region gibt es Ansätze, die Kälber in ökologischen Betrieben aufzuziehen und das Fleisch anschließend regional zu vermarkten. So bleiben Aufzucht, Verarbeitung und Vermarktung möglichst nah beieinander.

Kurze Wege – vor allem zur Schlachtung

Bei bio-regionalem Fleisch zählt nicht nur, wo die Tiere aufwachsen. Auch der Weg zur Schlachtung spielt eine wichtige Rolle. Kurze Transportwege und ein möglichst ruhiger Ablauf mindern den Stress der Tiere. Einige Betriebe in der Region setzen deshalb auf nahe gelegene Schlachtstätten oder schlachten direkt am Hof.

Wie unterschiedlich regionale Kreisläufe organisiert werden können, zeigt etwa die TAGWERK Bio Metzgerei. Die Verbraucher- und Erzeugergenossenschaft ist seit März 2026 auch mit einem Stand auf dem Augsburger Stadtmarkt vertreten. 

Weniger, dafür besser!

Augsburg verfolgt als Biostadt das Ziel, Ernährung Schritt für Schritt nachhaltiger zu gestalten. Biofleisch aus der Region kann dabei ein Baustein sein. Denn Fleischkonsum muss nicht schwarz-weiß gedacht werden: Weniger Fleisch, dafür Produkte aus ökologischer und regionaler Erzeugung, ist ein Schritt zu einer nachhaltigeren Ernährung.

Wer bio-regionales Fleisch kauft, unterstützt Betriebe, die nach ökologischen Standards wirtschaften, regionale Wertschöpfungsketten stärken und  Transparenz über die Herkunft ihrer Produkte schaffen.

„Die Region Augsburg bietet ein vielfältiges Angebot an Bio-Fleisch. Es lohnt sich definitiv, die verschiedenen Produzentinnen und Anbieter kennenzulernen. Mit jedem Einkauf beim regionalen Bio-Anbieter bleibt die Wertschöpfung in der Region und der Öko-Landbau wird gestärkt.“

Ulrich Deuter, Öko-Modellregion Stadt.Land.Augsburg

Wer diese Argumente schätzt, findet in der Region Augsburg bereits einige Anbieter, vor allem landwirtschaftliche Betriebe mit eigenen Hofläden.

Weitere Verkaufsstellen von bio-regionalen Fleisch- und Wurstwaren

In und um Augsburg gibt es weitere Betriebe, die in biologischer Qualität eigene Tiere halten und ausgewählte Waren in ihren Hofläden zum Verkauf anbieten, dazu eine Metzgerei mit Bio-Angebot und einen Bio-Lieferservice. Selbstverständlich bieten die meisten dieser Orte zahlreiche weitere Produkte an.

  • Auf dem Augsburger Bauernmarkt befindet sich der Blumenthaler Marktstand (Stadtmarkt, Augsburg-Zentrum) mit Wurstwaren von Schwein und Ziege aus nachhaltiger, hofeigener Erzeugung aus Schloss Blumenthal.
  • Die Alte Schäferei – Bioland-Hof Förg (Bannackerstraße, A-Bergheim) ist ein Bioland-zertifizierter Betrieb mit Hühnern und Rindern. Direktvermarktung von Suppenhühnern ab Hof.
  • Der Hollerhof (Wellenburger Straße, A-Göggingen) bietet Fleisch aus eigener natürlicher Aufzucht von Bio-Angus-Weiderindern und Hirschen an.
  • Der Biolandhof Mayer, bekannt als Moirhof in Gersthofen-Hirblingen, gehört bereits seit 1983 dem Bioland-Verband an und verarbeitet Fleisch alter, robuster Rassen in der eigenen Hofmetzgerei zu Bio-Wurst.
  • Der Biohof Schedler (Aletshofer Straße, Schwabmünchen) bietet Fleisch und Wurst aus eigener Mutterkuhhaltung in Demeter-Qualität im Selbstbedienungshäuschen an.
  • Am Hasenberghof (Am Hasenberg, Adelsried), spezialisiert auf Bio-Eier, gibt es Bio-Suppenhühner und Bruderhähne im Hofladen.
  • Der Hafnerbauer (Biberbacher Straße, Gablingen) bietet Bio-Fleisch wie eigene Suppenhühner an Aktionstagen auf Bestellung an.
  • Der Biohof Paartal Weidelamm (Wittenberger Straße, Friedberg) bietet Bio-Lammfleisch aus Weidehaltung, bei der die Lämmer bei den Mutterschafen aufwachsen.
Metzgereien und Lieferservice
  • Die Metzgerei Kaindl in Friedberg (Haagstraße) ist Vertragsmetzger von Bioland und arbeitet nach den drei Säulen der Bioland-Fleischqualität: artgerechte Tierhaltung, ökologisches Wirtschaften und werterhaltende Verarbeitung. Angeboten wird etwa Fleisch aus dem Bruder-Ox-Projekt von Bioland sowie konventionelle Ware.
  • Die Hofmetzgerei Zimmermann (Angerstraße, Gablingen) setzt auf Regionalität und Nachhaltigkeit. „Gut zum Tier, nah an der Natur, im Einklang mit der Schöpfung“, lautet die Philosophie von Familie Zimmermann.
  • Bei Familie Diem (Kirchenstraße, Krumbach) wird im Hotel, dem Restaurant und der Metzgerei biologisch erzeugtes Fleisch aus der Region angeboten.
  • Die rollende Gemüsekiste liefert neben Obst und Gemüse auch Wurstwaren gekühlt bis an die Haustür. Außerdem gibt es regelmäßig Aktionen mit Fleisch verschiedener Anbieter – in 100 Prozent Bio-Qualität und mit eindeutigen Angaben zur Herkunft.

Das ist ein Gastbeitrag der Biostadt Augsburg.

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Faire Preise für Kakao und Co.

Landwirtschaft Faire Preise für Kakao und Co.
Schokolade schmeckt süß, ihre Produktion ist es oft nicht: Warum faire Preise für Kakao und andere Agrarprodukte entscheidend sind – und was eine Reform auf EU-Ebene verändern könnte.
Titelbild INKOTA Appell "Landwirtschaft braucht Fairness"

Schokolade ist für viele ein täglicher Genuss. Doch für Millionen Kakaobäuer*innen ist der Anbau alles andere als süß. Trotz harter Arbeit können viele Familien in den Anbauregionen nicht von ihrem Einkommen leben. Die Folgen sind gravierend: Investitionen in einen nachhaltigen Anbau bleiben aus, Beschäftigten können keine existenzsichernden Löhne gezahlt werden und Kinderarbeit bleibt vielerorts bittere Realität.

30 Jahre Fairtrade-Kakao in Deutschland

Anders will es der Faire Handel machen. 2026 feiert Fairtrade Deutschland 30 Jahre Fairtrade-Kakao. Inzwischen bauen weltweit rund 508.000 Bäuerinnen und Bauern Fairtrade-Kakao an. Auch in Deutschland hat er deutlich an Bedeutung gewonnen: 2024 lag der Marktanteil von Fairtrade-Kakao bei rund 21 Prozent. Die zahlreichen Weltläden bieten beispielsweiese eine große Auswahl fair gehandelter Schokoladen und Kakaoprodukte.

Doch trotz dieser Entwicklung leben viele Kakaobäuer*innen weiterhin in Armut. Unter dem Motto „Landwirtschaft braucht Fairness“ macht die entwicklungspolitische Organisation INKOTA-Netzwerk deshalb auf die Missstände im herkömmlichen Kakaohandel aufmerksam und fordert, faire Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse gesetzlich zu verankern. Anlass ist die für dieses Jahr anstehende Reform der europäischen Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken (UTP-Richtlinie). Sie bietet die Chance, Landwirt*innen weltweit besser vor unfairen Handelsbedingungen zu schützen.

"Während Verbraucher*innen in Europa über steigende Schokoladenpreise diskutieren, kämpfen Kakaobäuer*innen ums Überleben. Ohne politische Regeln bleiben sie den Schwankungen des Weltmarkts schutzlos ausgeliefert. Das darf nicht so bleiben." 

INKOTA-Appell

Mit fairen Preisen zu nachhaltiger Landwirtschaft

Nach Ansicht von INKOTA liegt das Problem nicht allein in niedrigen oder stark schwankenden Weltmarktpreisen für Kakao. Vielmehr ermöglichen es die bestehenden Handelsstrukturen, dass Preise gezahlt werden, die die tatsächlichen Kosten einer nachhaltigen Produktion nicht decken. Wer von seiner Arbeit nicht leben kann, hat kaum Spielraum, um in klimaresistente Anbaumethoden, den Schutz der Biodiversität oder bessere Arbeitsbedingungen zu investieren.

Deshalb fordert das Netzwerk gemeinsam mit weiteren Organisationen, die Zahlung unfairer Preise künftig selbst als unlautere Handelspraktik einzustufen. Faire Preise sollen so bemessen sein, dass sie die Kosten einer nachhaltigen Produktion decken und existenzsichernde Einkommen sowie notwendige Investitionen ermöglichen.

Landwirtschaft weltweit betroffen

Der Appell richtet den Blick zwar besonders auf den Kakaoanbau, macht aber deutlich, dass das Problem die Landwirtschaft insgesamt betrifft. Auch Milch- und Getreidebetriebe in Deutschland stehen unter erheblichem Preisdruck. Gleichzeitig setzt sich der Strukturwandel fort: Gab es Mitte der 1990er-Jahre in Deutschland noch mehr als eine halbe Million landwirtschaftliche Betriebe, waren es 2023 nur noch rund 255.000.

Faire Erzeugerpreise sind deshalb nicht nur eine Frage globaler Gerechtigkeit. Sie sind auch eine Voraussetzung für eine vielfältige und widerstandsfähige Landwirtschaft und für stabile Lieferketten.

Info:

Weitere Informationen und die Möglichkeit, den Appell zu unterzeichnen, gibt es auf der Website von INKOTA.

 

Ein Gastbeitrag der Werkstatt Solidarische Welt e.V.

 

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Herzstücke - genossenschaftlich bio-regional einkaufen

Genossenschaft Herzstück - bio-regionale Dorfäden
Die Herzstück-Läden in Diedorf, Horgau und Mering setzen auf bio-regionales Einkaufen in Genossenschaftshand, jetzt entscheidet eine Geldsammelaktion bis 26. Juli über ihre Zukunft.
Menschen der Genosssenschaft Herzstück, das regionale Lebensmittel verkauft

Was 2017 in einem Bauwagen der Friedensbewegung in Augsburg begann, hat sich zu einem Leuchtturmprojekt für nachhaltige Regionalentwicklung gewandelt: eine Reihe von modernen Dorfläden, in denen man 24/7 bio-regionale Lebensmittel kaufen kann. Die Herzstück Genossenschaft vereint wirtschaftliches Handeln mit sozialer Verantwortung und ökologischer Nachhaltigkeit – getragen von etwa 1.000 Mitgliedern aus der Region.

Rückenwind gesucht

So schön das Projekt auch ist, in Zeiten von Inflation und Kaufzurückhaltung kämpfen die Dorfläden ums Überleben. Akutell läuft daher eine Rettungs-Aktion: Unter dem Motto „Damit unsere Läden bleiben" sammelt die Genossenschaft bis zum 26. Juli 2026 Zusagen für Anteile und Darlehen in Höhe von 150.000 Euro. Der Grund: Der Freistaat Bayern hat dem Herzstück als Pilotprojekt 355.000 Euro Fördergelder für neue Läden und Boxen zugesagt. Ein Teil davon floss bereits in den Standort Mering. Doch 170.000 Euro bleiben gesperrt, solange noch 150.000 Euro Altschulden aus der Aufbauzeit bestehen. Kommt diese Summe zusammen, gibt der Freistaat die Fördergelder frei – jede Zusage verdoppelt sich so für die Zukunft der Läden. Wichtig: Das Geld wird erst eingezogen, wenn die Zielsumme erreicht ist. Unterstützen können nicht nur Mitglieder, sondern alle, denen die Nahversorgung in Diedorf, Horgau und Mering am Herzen liegt. Wer unterstützen möchte, findet hier Informationen: https://zukunft.herzstueck-horgau.de

Treffpunkt Dorfladen 

Am Anfang stand eine Gruppe engagierter Menschen , die von genossenschaftlich geführten Dorfläden als Begegnungsstätten träumten. Unter dem Motto "Von Bürger für Bürger" gründeten sie die Herzstück Genossenschaft. Die Idee: Regional erzeugte Bio-Produkte ohne unnötige Verpackung, kombiniert mit einer Kaffeewirtschaft und kulturellen Angeboten. Ein modernes Konzept, das an die Tradition alter Dorfläden anknüpft – Orte, an denen man nicht nur einkauft, sondern auch Nachbarn trifft und sich austauscht. 
Drei Jahre nach der Gründungsidee eröffnete 2020 das erste Herzstück in Diedorf – mitten in der schwierigen Corona-Zeit. Trotz aller Widrigkeiten folgte 2021 das zweite Geschäft in Horgau. Die Pandemie zeigte die Stärke des Konzepts: Gerade in Krisenzeiten wurde der Wert regionaler Versorgungsstrukturen und kurzer Wege deutlich. Seit Sommer 2024 ermöglicht eine App das Einkaufen rund um die Uhr, im Herbst 2025 kam eine Einkaufsbox in Wertingen hinzu, im Dezember 2025 das Herzstück in Mering. Mittlerweile sind rund 1.000 Menschen, Firmen und Vereine Mitglied in der Genossenschaft und schaffen gemeinsam Orte für Gemeinschaft, Genuss und Kultur.

Mietfach für regionale Angebote

In den Herzstück Läden hat jeder seine Produkte in so genannten Mietfächern verkaufen - sei es als Erzeugender von Lebensmittel oder von kreativen Artikeln. Die EinFACHheimat Mietfächer sind Regalfächer, Kisten oder befinden sich in Kühl- und Tiefkühlfächern.   

Neben Lebensmitteln und Artikeln für den täglichen Bedarf bietet die Kaffeewirtschaft Frühstück und einen wechselnden, frischen Mittagstisch – natürlich bio und regional. Heimatliche Rezepte verbinden sich mit pfiffigen Ideen - Regionalität ist das Herz des Herzstücks. Das Konzept ist eng mit dem Naturpark Westliche Wälder verbunden. 

„Wir wollen dieses Gebiet, aus dem viele unserer Produkte stammen und wo wir Menschen uns für einen Wandel zusammenschließen, erlebbar und spürbar machen.“

Anja Dördelmann, Herzstück Horgau

Heimatcatering: Regional und klimafreundlich 

Seit 2021 bietet die Genossenschaft auch Catering an, das bio, regional und fair ist. Beim Klimacatering kommen hauptsächlich pflanzliche und saisonale Zutaten auf den Teller – gut für die Umwelt, die regionalen Erzeuger und den Gaumen. Die Herzler, wie sich die Mitarbeitenden nennen, unterstützen Kunden dabei, exotische Essenswünsche durch heimische Alternativen zu ersetzen: Forelle statt norwegischer Lachs, Dinkelreis statt Basmati, Kürbis statt Cashew. Am Buffet wird transparent gemacht, woher die Zutaten stammen, und auf Wunsch stehen Mitarbeitende für Fragen zur Verfügung. So wird Essen mehr als Nahrungsaufnahme – es wird zu Bildung und bewusstem Genuss. 

Gemeinwohl im Fokus 

Das Herzstück folgt dem Prinzip der Gemeinwohlökonomie und organisiert sich soziokratisch. Jeder Beteiligte bringt seine Ansichten und Ideen direkt ein, sodass sich jedes Genossenschaftsmitglied im Herzstück widerspiegelt. Auch sind die regionalen Lebensmittelbetriebe Mitglieder in der Genossenschaft. Das schafft Nähe und Verbundenheit und sorgt dafür, dass die einzelnen Standorte nicht nur Einkaufstätten sind, sondern echte Gemeinschaftsprojekte!

Herzstück-Standorte:

  1. Herzstück Rothtal
    • Augsburger Straße 2a, 86497 Horgau
    • Telefon: 08294 8049635
    • E-Mail: info@herzstueck-horgau.de
    • 24/7-Einkauf per App
    • Öffnungszeiten mit Service: Mo-Sa 7:30-14 Uhr
  2. Herzstück Schmuttertal
    • Hauptstraße 30, 86420 Diedorf
    • Telefon: 08238 9666186
    • E-Mail: info@herzstueck-diedorf.de
    • 24/7-Einkauf per App
    • Öffnungszeiten mit Service: Mo-Sa 7:30-12 Uhr
  3. Herzstück Mering
    • Marktplatz 8, 86415 Mering
    • 24/7-Einkauf per App
    • Öffnungszeiten mit Service: Mo-Sa 7:30-12 Uhr
  4. Herzstück Wertingen BioRegionalBox
    • Industriestraße 11, 86637 Wertingen
    • 24/7-Einkauf per App

Partner-Standorte:

  1. Strausser Hof
  2. Cumpanum Augsburg
    • Augsburger Str. 27, 86157 Augsburg
    • Telefon: 0821 52148142
    • E-Mail: hallo@cumpanum.de
  3. Cumpanum Odelzhausen
    • Hauptstraße 12, 85235 Odelzhausen
    • Telefon: +49 8134 9356633
    • Website: www.cumpanum.de

Info

Mehr über die Herzstücke und die Mitglieder findet ihr auf der Webseite: https://www.herzstueck-horgau.de

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Solidarische Landwirtschaft Blumenthal - Frisches Bio-Gemüse, gemeinschaftlich getragen: Die Solawi Blumenthal verbindet ökologischen Anbau mit solidarischem Miteinander – regional, saisonal und direkt vom Feld.

Solawi - Gemeinsam ernten in Augsburg: Die Solidarische Landwirtschaft verbindet Höfe und Haushalte. Gemeinsam finanzieren Mitglieder den Anbau und erhalten dafür frische Bio-Lebensmittel aus der Region.

Solawi Kohlkombinat - saisonales Gemüse direkt vom Feld: Bunte Ernte: In Augsburg ist eine weitere solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) entstanden. Das Kohlkombinat. Hier kannst du dich mit leckerem saisonalem Gemüse direkt vom Feld versorgen.

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Christophs Biohof - Biobeeren in Inningen

Zwischen Kirschen, Äpfeln und Beerensträuchern bewirtschaftet Christoph Seibold seinen Biohof mit viel Herzblut – wer mag, kann im Juli Obst direkt auf dem Feld selbstpflücken

Christoph Seibold
Bobingerstr. 108 b
86199 Augsburg
Deutschland

Biobeeren zur Selbstpflücke

Kurz nach Inningen, abseits der Landstraße nach Bobingen, geht es über eine kleine Brücke über die Singold. Dort liegt das Obst- und Beeren-Paradies von Christoph Seibold. Hier wachsen Kirschen, Äpfel, Birnen, Himbeeren, schwarze und rote Johannisbeeren sowie Stachelbeeren – alles bio-zertifiziert. Alles gut durchdacht, beschattet und mit Sprinkleranlage versehen, um bei spätem Frost die Blüten zu schützen.

Wer so viel Weitsicht in seine Pflanzen investiert, hat meist eine lange Reise hinter sich. Christoph Seibold verbrachte zwölf Jahre auf dem elterlichen Betrieb, bevor er 2023 den mutigen Schritt wagte, seinen eigenen Hof zu gründen – ausgestattet mit Traktor, durchdachter Fruchtfolge und einer klaren Vision moderner Landwirtschaft. Das Ergebnis ist ein Betrieb, der nach den strengen Naturland-Richtlinien zertifiziert ist und eindrucksvoll beweist, dass Bio kein flüchtiger Trend, sondern eine tief verwurzelte Haltung ist.

Vielfalt pur

Ein Spaziergang über die 59 Hektar von Christophs Hof ist ein Erlebnis für die Sinne. Mit guter Laune und festen Schuhen ausgestattet, entdeckt man Weizen, Hafer, Ackerbohnen, Sojabohnen und Kleegras, die das Rückgrat der Fruchtfolge bilden. Dazwischen leuchten die bereits erwähnten Kirschen, Äpfel und Beeren hervor. Ein farbenfrohes Mosaik, das zeigt: Gesunde Böden bringen nicht nur Ertrag, sondern auch eine beeindruckende Artenvielfalt hervor.

„Auf meiner Plantage geht es kunterbunt zu: Äpfel, Pflaumen, Himbeeren, Stachelbeeren – genauso wie in der Natur ist hier alles vertreten."

Christopf Seibold, Obstbaumeister

Hört man Christoph über seine Arbeit sprechen, wird schnell klar: Er redet nicht nur über Nachhaltigkeit, er lebt sie. 

Boden gut machen

2024 wurde dieses Engagement belohnt: Alnatura und der NABU zeichneten Christoph im Rahmen des Förderprojekts „Gemeinsam Boden gut machen" aus – eine Anerkennung für Betriebe, die sich besonders um Bodenqualität und Humusaufbau verdient machen. Kein Wunder, dass die Jury überzeugt war, denn wer so viel Sorgfalt in seine Äcker steckt, verdient auch mal ein Schulterklopfen.
Wenn Christoph gerade nicht zwischen seinen Beerensträuchern unterwegs ist, widmet sich der gelernte Obstgärtner den Streuobstwiesen der Region und schneidet Obstbäume – Landwirtschaft eben als Rundum-Paket, nicht als Nine-to-five-Job.

Pflücken & Genießen

Ab Anfang bis Mitte Juli, je nach Wetterlage, heißt es dann: Körbchen schnappen und selbst pflücken! Die Pflückfelder liegen an der Verbindungsstraße zwischen Inningen und Bobingen, aktuelle Infos zum Erntestart gibt's auf der Homepage oder auf Instagram. Wer lieber schon fertig gepflücktes Obst mit nach Hause nehmen möchte, wird in den Dorfladenboxen in Ober- und Untermeitingen, an den Verkaufsständen von Seibold Erdbeeren, bei Augsburg Unverpackt in Lechhausen sowie bei der Gärtnerei Koch/Hagenbusch in Inningen fündig.
Wer Lust auf einen Ausflug mit Beergeschmack im Mund und gutem Gewissen im Herzen hat, sollte sich Christophs Biohof merken. Bio schmeckt hier nicht nur gut – es hat auch eine Geschichte.
 

Öffnungszeiten
Selbstpflücken im Juli
Mi, Fr, Sa 9 - 12 Uhr
16 - 19 Uhr

Regional einkaufen rund um die Uhr

24/7 regional einkaufen in Augsburg: Hofläden, Automaten und Selbstbedienung rund um die Uhr – Bio-Lebensmittel direkt vom Erzeuger
Sonntags keine Milch mehr da? Kein Problem! In und um Augsburg gibt's Hofläden, Automaten und Selbstbedienungshäuschen, die rund um die Uhr regional erzeugte Lebensmittel anbieten – oft in Bioqualität.
Biohäusle der Familie Schedler

Der Salat ist aus? Die Milch alle? Kartoffeln und Gemüse für ein leckeres Abendessen fehlen? Und das ausgerechnet nach 20 Uhr oder am Sonntag… 
Kein Problem! In und um Augsburg gibt es jede Menge Hofläden, Selbstbedienungshäuschen und Automaten, die 24/7 ihre Produkte feilhalten. Das Beste daran: Es handelt sich in der Regel um regional erzeugte Lebensmittel – oft in Bioqualität – direkt vom Erzeuger. Das schont die Umwelt, stärkt die heimische Landwirtschaft und schmeckt!

Einkaufen per App

Um den Kund*innen den Einkauf rund um die Uhr zu ermöglichen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. So werden viele Köstlichkeiten in Automaten angeboten oder man vertraut auf die Ehrlichkeit der Kund*innen und bietet die Waren in kleinen Hütten oder Schränken mit Bezahlung auf Vertrauensbasis zum Kauf an. Aber es gibt auch Systeme, die den Eintritt sowie den Einkauf rund um die Uhr per App ermöglichen. 

Herzstück: Bioregional via Handy

Ein besonders innovatives System bietet das Herzstück Horgau in seinen beiden Läden in Diedorf und Horgau. Nach dem Download der Lokbest-App aus dem Google Play Store oder dem Apple App Store registriert man sich und schon kann man in den Laden „einchecken“ und die feinen Bio-Produkte aus der Region ohne viel Verpackungsmüll auswählen. Während des Einkaufs scannt man den Code der Produkte, am Ende wird bezahlt. 
Das System wurde von der Lokbest GmbH aus Wertingen gemeinsam mit dem Herzstück entwickelt und gibt es inzwischen an vielen Standorten in ganz Deutschland, Österreich und sogar in Südtirol. 
Übrigens: Das Herzstück ist eine Genossenschaft, die vor allem Landwirte und Betriebe aus der Region unterstützt. Tagsüber gibt es weiterhin wie gewohnt Bio-Genuss mit persönlicher Beratung – egal ob der Einkauf per App oder herkömmlich abgewickelt wird. 

Mit QR-Code in die Dorfladenbox

Ganz ähnlich funktioniert die Dorfladenbox Dorfladenbox - Regional einkaufen in deiner Nähe, wo an inzwischen drei Standorten in der Region das Einkaufen von regionalen Produkten ausgewählter Produzenten aus der direkten Umgebung rund um die Uhr möglich ist. Nach dem Download der Dorfladenbox-App auf das Mobilgerät richtet ihr euch ein kostenloses Kundenkonto ein und schon könnt ihr mit einem QR-Code die nächste Dorfladenbox betreten, einkaufen und direkt in der App bezahlen. 
Die Dorfladenbox-Container sind mit ihrem einheitlichen Design gut zu erkennen. Auf der Homepage finden sich die Standorte in Deutschland und Österreich, für jeden einzelnen gibt es die jeweiligen Lieferanten auf einer Karte und deren Produkte übersichtlich dargestellt.

  • Dorfladenbox Neusäß: Weishauptstraße 8, 86356 Täfertingencom
  • Dorfladenbox Untermeitingen: Lechring 3, 86836 Untermeitingen
  • Dorfladenbox Obermeitingen: Lechfelderstraße 13, 86836 Obermeitingen 

Auf Knopfdruck lecker: Automaten in der Region

Nur mit etwas Bargeld in der Tasche, manchmal auch per Kartenzahlung, bekommt ihr an vielen Automaten in der Region leckere Köstlichkeiten direkt vom Produzenten. Ihr findet verschiedene Wurst- und Fleischprodukte, feinen Käse aus Kuh-, Ziegen- oder auch Schafmilch und weitere Milchprodukte in Kühlautomaten. Eigene Milchautomaten liefern frische Milch. Daneben warten auch Obst, Kartoffeln, Eier und weitere regionale Lebensmittel in Automaten auf Abholung. Und sogar Eis lokaler Hersteller gibt es im Automaten.
Hier nur einige Beispiele:

Einen umfassenden Überblick über Automaten in der Region erhaltet ihr auf der Homepage von liesLotte, dem Familienmagazin für Augsburg, Schwaben und Allgäu: Frischeautomaten in Augsburg: Frischeautomaten in Augsburg: Übersichtskarte - liesLotte Augsburg
Wo ihr direkt in Stadt und Landkreis Augsburg Bioprodukte ab Hof kaufen könnt, erfahrt ihr auf unserer Schwester-Seite Der bio-regionale Einkaufsführer | Der bio-regionale Einkaufsführer wenn ihr den Filter „Direktvermarktung“ eingebt. 

Augen auf am Straßenrand

Neben Verkaufsstellen, die per App oder Automat die Bezahlung der mitgenommenen Artikel ermöglichen, bieten Höfe in der Region ihre Produkte auf Vertrauensbasis in kleinen Häuschen oder Regalen direkt am Straßenrand an. Bei der Fahrt durch die Region heißt es: „Augen auf! “ Schilder oder Holztafeln weisen meist auf frische Eier, Kartoffeln, Obst, Gemüse oder andere Kleinigkeiten wie Marmelade oder Honig hin.
Auch hier könnt ihr rund um die Uhr einkaufen. Bargeld nicht vergessen und bitte den angegebenen Preis wirklich zahlen – so zeigt ihr eure Wertschätzung gegenüber den Landwirten! Damit unterstützt ihr diesen unkomplizierten Direktvermarktungsweg für kleinere Betriebe.

Alle 24/7-Einkaufsmöglichkeiten im Überblick

Eine Übersicht über viele 24/7-Einkaufsmöglichkeiten in der Region erhaltet ihr, wenn ihr in unser Rubrik Essen & Trinken den Filter „Selbstbedienung“ auswählt: Essen & Trinken: Selbstbedienung

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Regionalwert-Initiative Lechrain - Die Idee, die regionale Bio-Lebensmittelwirtschaft zu stärken und gleichzeitig einen nachhaltigen Beitrag zur Gesellschaft und Umwelt zu leisten, gewinnt in der Region zunehmend an Dynamik.

Ernährungswende durch bio-regionale Lebensmittel - Bio Lebensmittel aus der Region sorgen für mehr Nachhaltigkeit vor Ort. Warum das so ist verraten uns die Expertinnen von der Biostadt Augsburg.

Recup & Rebowl – Nachhaltig to-go genießen! - Kaffee auf die Hand oder das Essen zum Mitnehmen? Das geht nachhaltig und ohne Abfall mit dem Mehrwegssystem Recup und Rebowl. Zahlreiche Gastro-Betriebe machen mit.

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Lieferservice & Catering
vegan

Vegane Fleischerei - fleischlos glücklich in Augsburg

Mitten in der Augsburger Altstadt hat die Vegane Fleischerei ihre Pforten geöffnet – und beweist, dass bayerische Schmankerl auch ohne Tier funktionieren. Ein Besuch lohnt sich.

Vegane Fleischerei Augsburg
Bauerntanzgäßchen 6
86150 Augsburg
Deutschland

Außenansicht der Veganen Fleischerei Augsburg mit Logo im Schaufenster, Kreidetafel-Speisekarte und einem Passanten vor dem Eingang.

Im Herzen der Augsburger Altstadt verschmelzen Tradition und Nachhaltigkeit auf überraschende Weise: Wer die Schwelle der Veganen Fleischerei überschreitet, betritt eine Welt, die auf den ersten Blick wie eine klassische Metzgerei anmutet – doch hier gibt es ausschließlich pflanzliche Köstlichkeiten.

Bayerisch, aber pflanzlich

Das vielfältige Sortiment reicht von Fleischalternativen bis hin zu veganem Käse wie dem Simply Blue, einer raffinierten Alternative zum Blauschimmelkäse. Neben Feinkostsalaten finden sich hier veganer Leberkäse, Blauschimmelkäse und Thunfisch – und wer etwas Warmes bevorzugt, greift zur Leberkässemmel oder zur Bärlauchbratwurst.

Der Laden mit Imbiss im Herzen Augsburgs ist eine von neun Franchise-Filialen des Dresdner Startups, das mit seiner Philosophie „Friends Not Food" die deutschen Fleischtheken revolutioniert. Alle Produkte werden beim Franchise-Geber in Dresden aus Soja, Seitan, Raps oder Erbsen hergestellt und zeichnen sich durch einen hohen Proteingehalt aus. Was auf dem Papier technisch klingt, entfaltet auf der Zunge einen erstaunlich vertrauten Geschmack.

"Kein Braten" bringt Tradition auf den Tisch

Besonders zu Familienfesten wie Weihnachten oder Ostern bringen Angebote wie „Kein-Weihnachtsbraten“ oder „Kein Lammrücken“ ein veganes Festmahl auf den Tisch. Das Angebot spricht sowohl Traditionsbewusste als auch neugierige Neuentdecker an. Wer noch nie veganen Leberkäse probiert hat, wird hier freundlich beraten und ist in besten Händen.

Alle eigens hergestellten Produkte sind handgemacht und kommen ohne künstliche Zusatzstoffe oder Konservierungsmittel aus. Wer wissen möchte, was wirklich drin ist, findet auf der Website zu jedem Produkt die vollständige Zutatenliste – Transparenz inklusive.

Für die Mittagspause

Wer schnell etwas Leckeres braucht, wird an der To-Go-Theke fündig: Ein Schnitzelbrötchen, eine vegane Bratwurst oder Leberkäse – und das Mittagessen ist gerettet. Die Filiale hat montags bis samstags geöffnet. Wer vorab bestellen möchte, kann dies bequem online tun und die Ware dann in der Filiale abholen.

Veganes Catering

Auch für besondere Anlässe ist gesorgt: Wer keine Lust hat, neben dem Planungsstress einer Firmen-, Geburtstags- oder Hochzeitsfeier stundenlang in der Küche zu stehen, kann auf die veganen Catering-Platten zurückgreifen – mit Wurst-, Käse- und Imbissplatten nach Wahl, entweder zur Abholung oder auf Wunsch mit Lieferung.

Öffnungszeiten
Wochentag Uhrzeit
Mo-Sa 11:30 - 18:30 Uhr
bewusst konsumieren
Lebensmittel kaufen
Soziales & Teilhabe

Foodcoop Genusskollektiv – Gutes günstig kaufen

Das Genusskollektiv Augsburg e.V. im Grandhotel Cosmopolis sorgt für eine nachhaltige und preisgünstige Grundversorgung. Die Mitglieder organiseren Gemüse, Obst und Alltagsprodukte, die jeder vor Ort abholt.

Abolstelle des Genusskollektivs
Grandhotel Cosmpolis
Springergässchen 5
86152 Augsburg
Deutschland

Ein Abholer zeigt stolz die von der Foodcoop abgeholten Lebensmittel. © Genusskollektiv

Alles für das tägliche Leben an einer Stelle – preisgünstig und trotzdem nachhaltig? Klingt für viele nach einem Traum. Das Foodcoop Genusskollektiv Augsburg e.V. macht ihn wahr. Mitglieder suchen sich aus einer langen Liste von Obst, Gemüse und Grundnahrungsmitteln alles aus, was sie benötigen. Engagierte Vereinsmitglieder suchen dafür die besten, preisgünstigsten Quellen für möglichst ökologische, nachhaltige Produkte – und tragen sie an der Verteilstelle im Grandhotel Cosmopolis zusammen. 

„Wir wollen dafür sorgen, dass sich die Menschen gesunde und nachhaltige Lebensmittel leisten können.“

Emanuel Denzel, Vorstand Genusskollektiv Augsburg

Von der Idee zur Wirklichkeit

Die Geschichte beginnt 2020: Eine Gruppe rund um Gründer Emanuel Denzel wollte eine gemeinschaftlich organisierte, bezahlbare Grundversorgung aufbauen – und damit Kontrolle über Grundbedürfnisse zurückgewinnen, die heute schwer vereinbar scheinen: gute Ernährung, Nachhaltigkeit, bezahlbare Preise. Dass Denzel auch im Wohnprojekt „Para*dieschen" in Pfersee aktiv ist – einer Hausgemeinschaft, die seit Frühjahr 2026 in einem selbst renovierten Haus lebt –, ist da kein Zufall. Es ist Teil einer größeren Idee vom gemeinschaftlichen Leben.
Bis aus der Vision Realität wurde, verging einige Zeit. Erst im Herbst 2024 wurde im Grandhotel Cosmopolis ein passender Raum frei. Seitdem holen Vereinsmitglieder alle zwei Wochen ihre Bestellungen dort ab.

So funktioniert das Kollektiv

Produktpatinnen und -paten übernehmen die Verantwortung für einzelne Produkte, vergleichen Preise und organisieren die Anlieferung. Bei der Auswahl der Produkte achten sie auf Verpacksvermeidung, nachhaltige Kriterien und regionale Herstellung – ohne den Preis aus den Blick zu verlieren. Denn es gehört zu den zentralen Anliegen des Foodcoop Genusskollektivs, dass sich wirklich jeder eine gesunde, nachhaltige Lebensführung leisten kann.

Das Sortiment konzentriert sich auf lang haltbare Trockenprodukte wie Nüsse, Mehl oder Haferflocken, die in großen Gebinden geliefert werden. Frischeprodukte lagern im Kühlschrank. Günstig ist das alles, weil der Overhead minimal bleibt: keine Verkaufsräume, kein Personal, keine Werbung. „Es geht hier nicht um Gewinn. Hier kommen Lebensmittel rein und gehen schnell wieder raus – fertig", erklärt Emanuel Denzel.

Was ist eigentlich eine Foodcoop?

Foodcoops gibt es in vielen Varianten: als Selbstversorger-Kooperative, Einkaufsgemeinschaft, Mitgliederladen oder Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft. Allen gemeinsam ist das genossenschaftliche Prinzip – alle Mitglieder haben eine Stimme. In Deutschland existieren einige hundert solcher Zusammenschlüsse, von kleinen Privatinitiativen mit einer Handvoll Mitgliedern bis hin zu großen Strukturen wie der Verbrauchergemeinschaft in Dresden mit mehreren Tausend Beteiligten.

Mitmachen – und das Kollektiv stärken

Wer einsteigen möchte, meldet sich per E-Mail und bekommt vor Ort eine persönliche Einführung. Die erste Bestellung wird gemeinsam durchgeführt; für Fragen gibt es eine Signal-Gruppe. „Wir suchen noch Leute, die mitmachen wollen", sagt Emanuel Denzel. Je mehr Mitglieder, desto günstiger die Preise – und desto mehr Schultern tragen die Arbeit.
Gesucht werden auch Menschen, deren Gärten mehr abwerfen, als sie selbst verbrauchen – und die ihr Überschussgemüse oder -obst an die Foodcoop abgeben möchten. Eine gute Adresse also für alle, die nachhaltiges Leben nicht als Privilege, sondern als Gemeinschaftsprojekt verstehen.

Info:

Wie das Projekt genau funktioniert und welche Produkte findet ihr auf der Seite des Genusskollektivs.
Mehr Informationen zu Foodcoops bietet die Bundesarbeitsgemeinschaft der Foodcoops
 

Verteilstelle im Grandhotel Cosmopolis e.V.

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Biospargel Seibold – frisch vom Feld in Inningen

Als einziger biozertifizierter Spargelbauer im Stadtgebiet bringt Stephan Seibold den Augsburgern in Stadt und Landkreis das weiße und grüne Gold auf den Tisch – auf Wunsch geschält.

Seibold Erdbeeren und Spargel
Oktavianstrasse 61
86199 Augsburg
Deutschland

erkaufsstand von Biohof Seibold mit Bio-Spargel-Banner an der Straße in Inningen

Der Spargel- und Obsthof der Familie Seibold, am südlichen Stadtrand von Augsburg gelegen, wird bereits in der dritten Generation als mittelständischer Familienbetrieb geführt. Mit einem unerschütterlichen Bekenntnis zur Qualitätssicherung setzen sie auf höchste Standards und werden dafür regelmäßig mit dem renommierten QS-GAP-Siegel ausgezeichnet. Seit dem letzten Jahr trägt ihr Spargel zudem das begehrte Bio-Zertifikat. Dies bedeutet den Verzicht auf mineralische Dünger und chemischen Pflanzenschutz – eine Entscheidung, die zwar den Ertrag schmälert, aber die Qualität des Spargels auf ein neues Niveau hebt.

Unter dem Motto „Tägliche Frische von hoher Qualität direkt vom Feld“ wird hier mit Hingabe produziert, gesteckt und geerntet.

Informationen 

Der frische Augsburger Spargel ist sowohl in weißer als auch in grüner Variante erhältlich – auf Wunsch (ab 2 kg und bitte vorbestellen) sogar geschält!

Hier finden sich die Verkaufsstände:

  • Bobingen - Oberottmarshauser Straße
  • Königsbrunn – Wertachstraße
  • Inningen - bei Edeka Gropper
  • Haunstetten - Unterer Talweg, zwischen Lidl und Hasenbräu Logistikzentrum
  • Haunstetten - Inninger Straße, gegenüber Fahrradland Böhm/ATU
  • Augsburg-Spickel - Siebentischstraße direkt bei AVIA
  • Neusäß – Lohwaldstraße – beim Schuh Schmid
Öffnungszeiten
Mo - Fr 9:00 - 17:45 Uhr
Sa 8:00 - 15:30 Uhr
So 8:30 - 15:30 Uhr
Cafés & Restaurants
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via bakery – Backhandwerk mit Haltung

In der Zeuggasse backen Moritz Zeising und Benjamin Mitschele Sauerteigbrote mit Tiefe: regionale Bio-Zutaten, offene Backstube – und eine klare Haltung gegen Überproduktion.

via bakery GmbH
Zeuggasse 9
86150 Augsburg
Deutschland

Der Verkaufsraum der Augsburger Bäckerei Viabakery

Schon von weitem strömt der verlockende Duft von frisch gebackenem Sauerteigbrot, feinem Gebäck und geröstetem Getreide durch die Luft. Hinter der Glasfront in der Augsburger Zeuggasse wird gebacken – offen einsehbar für alle.

Wo einst Teppiche feilgeboten wurden, dominiert heute eine große Theke mit Backwaren das Bild. Von Mittwoch bis Samstag verwandelt sich die Bäckerei in eine lebendige Mischung aus Tagesbar, Café und Treffpunkt. Gäste genießen ihr Frühstück an hohen Holztischen, nippen an dampfenden Tassen Kaffee und schauen den Bäckerinnen und Bäckern bei ihrer Arbeit in der zentral gelegenen Backstube zu. Hier entstehen Brote, die Zeit und Hingabe erfordern und nach echtem Sauerteig schmecken. Die via bakery steht für authentisches Bäckerhandwerk, kompromisslose Qualität und eine klare Haltung. Die Zutaten stammen aus der Region, sind ausschließlich bio und werden von ausgewählten Betrieben bezogen.

Gründer mit Erfahrung und Leidenschaft

Hinter der via bakery stehen Moritz Zeising und Benjamin Mitschele – zwei Köpfe, die in Augsburg wohlbekannt sind. Zeising erlernte sein Handwerk in Rom, arbeitete in europäischen Spitzenküchen und war zuletzt bei Carls Hofbäckerei tätig. Mitschele ist vielen aus der Alten Liebe bekannt, die seit 2022 einen Michelin-Stern trägt.

Gegründet als Verbindung von Handwerkskunst mit kulinarischer Tiefe, entstehen hier Croissants, Zimtknoten und Sauerteigbrote mit langer Teigruhe, regionalen Bio-Zutaten und Kaffee von JB-Kaffee aus Sulzemoos – abgestimmt auf das, was gerade aus dem Ofen kommt.

Backen, was gebraucht wird

Nach dem Prinzip der Zero-Waste-Philosophie vermeiden sie Überproduktion und wirtschaften kreislauforientiert. Was übrig bleibt, wird nicht weggeworfen, sondern zu neuen Produkten verarbeitet. Die via bakery backt bewusst begrenzte Mengen – wer zu spät kommt, findet manches ausverkauft. Das ist kein Marketingtrick, sondern Konsequenz. Geplant sind außerdem Workshops und Backkurse – die Bäckerei als Lernort, nicht nur als Verkaufsraum.

 

 

Öffnungszeiten
Mi - Sa 10:00 - 18:00 Uhr
Essen & Trinken
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TAGWERK - Biometzgerei am Augsburger Stadtmarkt

Bio-Fleisch aus bäuerlicher Landwirtschaft, handwerkliche Verarbeitung und nachvollziehbare Herkunft: TAGWERK bringt sein Genossenschaftsmodell auf den Augsburger Stadtmarkt.

TAGWERK Biometzgerei Vertriebs GmbH
Stadtmarkt
Fuggerstraße 12a
86150 Augsburg
Deutschland

Der Tagwerkstand in der Viktualienhalle des Augsbuger Stadtmarkts.

Wer durch die Viktualienhalle des Augsburger Stadtmarkts schlendert, findet dort seit März 2026 einen festen Stand der TAGWERK Bio Metzgerei. In der offenen Verkaufstheke gibt es Bio-Fleisch und handwerklich hergestellte Wurstwaren, dazu Brotzeiten, Snacks und warme Gerichte.

Hinter dem Marktstand steht die TAGWERK Verbraucher- und Erzeugergenossenschaft. Sie verbindet seit vielen Jahren Bio-Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung und bringt dieses Modell nun auch mitten in die Augsburger Innenstadt. Landwirt*innen, Mitarbeitende sowie Verbraucher*innen tragen die Genossenschaft gemeinsam.

Das Leitmotiv der Metzgerei lautet: „Wenn Fleisch, dann so.“ Gemeint ist damit ein bewusster Fleischkonsum, bei dem Herkunft, Tierhaltung und Verarbeitung eine zentrale Rolle spielen.

Bio-Fleisch mit nachvollziehbarer Herkunft

Verarbeitet werden Rind, Schwein und Lamm aus bäuerlicher Bio-Landwirtschaft. Das Sortiment reicht von Frischfleisch über hausgemachte Würste, Bratwürste und Wiener bis zu Schinken, Salami und klassischem Aufschnitt.

Auch für die Mittagspause bietet der Stand etwas: Neben Brotzeiten und gekühlten Snacks gibt es warme Gerichte aus der heißen Theke. Damit ist der TAGWERK-Stand nicht nur eine Einkaufsmöglichkeit für Bio-Fleisch und Wurst, sondern auch eine Anlaufstelle für einen schnellen Imbiss auf dem Stadtmarkt.

Ein wichtiges Prinzip ist die Transparenz. TAGWERK arbeitet mit landwirtschaftlichen Bio-Betrieben zusammen und setzt auf nachvollziehbare regionale Wertschöpfungsketten.

„Wir wollen, dass wieder sichtbar wird, was hinter gutem Fleisch steckt: verantwortungsvoll gehaltene Tiere, bäuerliche Bio-Landwirtschaft, ehrliches Handwerk und Menschen, die mit Überzeugung arbeiten. Genau diese Wertschätzung wollen wir mit TAGWERK weitergeben – in einer Qualität, die man schmeckt, und in einem Genuss mit Haltung.“

Jürgen Weig, Betriebsleiter TAGWERK Bio Metzgerei

Verbraucher- und Erzeugergenossenschaft

Eine Besonderheit von TAGWERK ist die Organisationsform. Das Unternehmen ist eine Verbraucher- und Erzeugergenossenschaft. Damit sind nicht nur die landwirtschaftlichen Betriebe und Mitarbeitenden Teil des Modells: Auch Kund*innen können Mitglied werden und sich an der Genossenschaft beteiligen.

Die Mitglieder entscheiden über die Entwicklung der Genossenschaft mit. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, TAGWERK über Genussrechte Kapital zur Verfügung zu stellen. Die Verzinsung kann als Warengutschein ausgegeben werden. Auf diese Weise lässt sich unmittelbar in regionale Bio-Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung investieren.

Kurze Wege bis zur Schlachtung

Zum Konzept gehört auch der Blick auf einen Teil der Fleischproduktion, der beim Einkauf leicht aus dem Blick gerät: die Schlachtung. Denn für das Tier macht es einen Unterschied, wie lang der Transport zum Schlachthof ist und unter welchen Bedingungen die letzten Stunden vor der Schlachtung ablaufen.

Bei TAGWERK werden Rinder und Schweine bereits am Vortag zur Metzgerei gebracht und können dort über Nacht im Stall bleiben. So soll der Ablauf möglichst ruhig gestaltet werden.

Schlachtung und Verarbeitung liegen bei TAGWERK eng beieinander. Das ermöglicht auch die traditionelle Warmfleischverarbeitung: Das Fleisch wird unmittelbar nach der Schlachtung verarbeitet, bevor es vollständig auskühlt.

Dieses heute selten gewordene Verfahren hat auch Auswirkungen auf die Herstellung von Wurstwaren. Bei bestimmten Produkten kann dadurch auf Zusatzstoffe wie Phosphate verzichtet werden.

Was passiert mit den Kälbern der Milchkühe?

TAGWERK beschäftigt sich außerdem mit einer weniger bekannten Herausforderung der Bio-Milchviehhaltung. Damit Kühe Milch geben, müssen sie Kälber bekommen. Die männlichen Kälber von auf Milchleistung gezüchteten Rassen sind für die klassische Rindermast jedoch häufig weniger wirtschaftlich interessant.

TAGWERK versucht, diese Tiere in der ökologischen Wertschöpfungskette zu halten. Männliche Bio-Milchkälber werden in der Region in ökologisch wirtschaftenden Betrieben aufgezogen und anschließend über die eigene Metzgerei vermarktet.

Damit wird ein Zusammenhang sichtbar, der beim Einkauf von Milch und Fleisch häufig getrennt betrachtet wird: Auch zur Milchviehhaltung gehören Kälber – und damit die Frage, wie diese Tiere aufgezogen und vermarktet werden.

Handwerk sichtbar machen

Der Stand in der Viktualienhalle bringt diese Themen an einen Ort, an dem Lebensmittel unmittelbar verkauft und gegessen werden. Die offene Gestaltung der Verkaufstheke gehört deshalb zum Konzept: Fleisch soll nicht als anonymes Produkt erscheinen, sondern mit Landwirtschaft, Tierhaltung und Metzgerhandwerk in Verbindung gebracht werden.

Das bedeutet nicht, dass nachhaltiger Fleischkonsum allein durch den Kauf von Bio-Fleisch gelöst wäre. TAGWERK selbst bringt seine Haltung mit „Wenn Fleisch, dann so“ auf eine einfache Formel: Fleisch bewusst konsumieren und dabei auf Herkunft, ökologische Tierhaltung und handwerkliche Verarbeitung achten.

Für Augsburg schafft der Marktstand dafür eine zusätzliche Möglichkeit. Bio-Fleisch und Wurstwaren sind hier offen an der Bedienungstheke erhältlich – mit Ansprechpartner*innen, bei denen Kund*innen auch nach Herkunft, Haltung und Verarbeitung fragen können.


Infos

Angebot: Bio-Frischfleisch von Rind, Schwein und Lamm, Wurst- und Schinkenspezialitäten, Salami, Aufschnitt und Brotzeiten sowie Snacks und warme Gerichte

Besonderheiten: Bio-Fleisch aus bäuerlicher Landwirtschaft, handwerkliche Verarbeitung, nachvollziehbare Herkunft, eigene Schlachtung und Warmfleischverarbeitung

Träger: TAGWERK Verbraucher- und Erzeugergenossenschaft eG

 

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