Coolrider mit Zivilcourage

Ehrenamtlich gegen Randale in Bus und Tram

Seit 2013 sind in Augsburg „Coolrider“ in Bussen und Straßenbahnen unterwegs. Das sind Jugendliche aus siebten und achten Schulklassen, die in Punkto Zivilcourage und Deeskalation von den Stadtwerken Augsburg (swa) und der Polizei geschult werden. Sie sollen Streit schlichten, Vandalismus in Fahrzeugen vorbeugen und helfen, tätliche Auseinandersetzungen unter Jugendlichen zu vermeiden.

Oberstes Gebot ist die Prävention

Wenn es möglich ist, sollen sie bei aufkommenden Konflikten vermitteln, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen. Die Idee der Coolrider stammt von den Verkehrsbetrieben Nürnberg (VAG). Die Stadtwerke Augsburg haben 2013 das Beispiel aufgegriffen. Insgesamt wurden allein in Augsburg in sieben Jahren - also von 2013 bis 2020 -  über 620 Schülerinnen und Schüler ausgebildet. Immer  wieder werden sie für ihre  Zivilcourage und ihr Engagement geehrt. Anfang 2020 wurden beispielsweise 50 Nachwuchs-Coolrider aus Augsburg und Gersthofen von Staatssekretär Gerhard Eck (MdL) und Polizeipräsident Michael Schwald ausgezeichnet.

Die Jugendlichen werden von den swa und der Polizei vor allem in den Themen Zivilcourage und Deeskalation geschult. Um im Ernstfall richtig zu handeln, enthält die Ausbildung auch mehrere praktische Übungen in Bussen und Straßenbahnen. Das Projekt Coolrider wird vom Bayerischen Innenministerium, dem Polizeipräsidium Schwaben Nord, der ÖPNV-Akademie, der VAG Nürnberg sowie der Versicherungskammer Stiftung und dem Bündnis für Augsburg unterstützt.

Schulen, die Interesse an einer Coolrider-Ausbildung haben, können sich bei den Stadtwerken Augsburg melden.

Kontakt:
Stadtwerke Augsburg
andreas.adam [at] sw-augsburg.de
 0821 / 6500-5717

pm/cm

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