Die Bio-Pausenbrot-Aktion

Ein Erfolg auf dem Weg zur Biostadt Augsburg

Im Herbst ist es wieder soweit: Etwa 1.900 Augsburger Erstklässler*innen bekommen Brotboxen mit leckerem Bio-Pausenbrot geschenkt. Dazu dürfen sie selbst Obst und Gemüse waschen und schneiden, Brote bestreichen oder Tee kochen. Außerdem erhalten sie von den 20 Bioexpert*innen der Stadt Augsburg spannende Informationen rund um ihr Pausenbrot. In so einer Bildungseinheit werden Themen wie „vom Korn zum Brot“ oder „aus Sahne wird Butter“ spielerisch vermittelt. Beim „Pausenbrot-Puzzle“ wird der Pausenimbiss in seine Bestandteile zerlegt.

So früh wie möglich für gesunde Ernährung begeistern

„Ziel der Biopausenbrot-Aktion ist es, Kinder, Lehrkräfte und Eltern für eine gesunde Ernährung mit umweltfreundlich produzierten Lebensmitteln zu begeistern. Sie sollen erleben, wie gut gesundes Essen schmeckt und teilweise auch unbekannte Nahrungsmittel ausprobieren. Die Vermittlung einer gesunden Lebensführung mit gesunden Biolebensmitteln steht dabei im Vordergrund. Je früher wir damit beginnen, umso besser“, erklärt Alexandra Wagner. Sie ist Ökotrophologin und Ernährungsberaterin des Gesundheitsamtes Augsburg und hat die Inhalte der Aktion erarbeitet.

 

Stadtratsbeschluss definiert als Ziel die gesunde Ernährung

Hintergrund der Bio-Pausenbrot-Aktion ist die Umsetzung des  Stadtratsbeschluss von 2007, der die „Gesunde Ernährung - Biostadt Augsburg“ als Ziel definiert hat. Die Biopausenbrot-Aktion lebt von Sponsor*innen und ehrenamtlicher Arbeit. Alexandra Wagner freut sich sehr, dass die Aktion von den Schulen so gut angenommen wird. Beteiligten sich vor zehn Jahren drei Schulen, so sind es 2017 immerhin 26 Schulen mit insgesamt 93 Klassen und 1.891 Kindern. „So viele waren wir noch nie“, berichtet Alexandra Wagner.

 

Energiespender zwischendurch

Die kleine Mahlzeit zwischendurch ist ein wichtiger Energiespender. Denn nicht nur die Intelligenz ist ausschlaggebend für die Leistungsfähigkeit unserer Kinder, das Gehirn möchte auch bestmöglich mit Nährstoffen versorgt werden. Ein gesundes Frühstück zu Hause reicht meist nicht aus,  um über vier, sechs oder acht Schulstunden hinweg aufnahmebereit zu bleiben. Neue Energie erhält der Körper mit der richtigen Wahl des Pausenbrotes. Bio-Lebensmittel sind nicht nur gut für die Gesundheit, die Umwelt, das Klima, die Tiere und die Menschen. Die Biostadt Augsburg setzt sich dafür ein, dass mehr Essen aus frischen Lebensmitteln angeboten werden – nach Möglichkeit aus der Region und in Bio-Qualität.

Als Schirmherr*innen sind 2017 folgende Sportler*innen bei der Bio-Pausenbrot-Aktion dabei: Florian Breuer, Elisabeth Micheler-Jones, Hannes Aigner, Sideris Tasiadis, Selina Jones, Birgit Ohmayer und Alexander Grimm.

Die Biostadt Augsburg ist auch in der Stadtgesellschaft angekommen: Im Juli 2012 wurde die „Arbeitsgemeinschaft Biostadt Augsburg“ als ein Forum der Lokalen Agenda 21 gegründet. Sie ist Teil des Augsburger Nachhaltigkeitsprozesses der „Lokalen Agenda 21 – für ein zukunftsfähiges Augsburg“. Außerdem befassen sich zwei Masterarbeiten mit der Bio-Pausenbrot-Aktion.

Die Bio-Pausenbrot-Aktion des Gesundheitsamtes der Stadt Augsburg macht Lust auf gesunde Pausensnacks. Foto: Stadt Augsburg
Die Bio-Pausenbrot-Aktion des Gesundheitsamtes der Stadt Augsburg macht Lust auf gesunde Pausensnacks. Foto: Stadt Augsburg
Die Bio-Pausenbrot-Aktion des Gesundheitsamtes der Stadt Augsburg macht Lust auf gesunde Pausensnacks. Foto: Stadt Augsburg
Gesundes Pausenbrot Foto: Pixabay RitaE

Über die Autorin

Cynthia Matuszewski

Cynthia Matuszewski ist Journalistin und Fotografin. Sie ist ein Fan von konstruktivem Journalismus. Der fragt nicht nur: „Was ist das Problem?“, sondern auch „Gibt es Lösungen oder Teillösungen – und wenn ja, welche?“ und „Sind diese Ideen auch alltagstauglich?“. Deshalb ist sie seit 2013 begeisterte Chefredeakteurin vom Lifeguide Augsburg. Denn hier kann sie von Menschen und Projekten erzählen, die unsere Welt verändern wollen – und zwar so, dass sie gerechter, umweltfreundlicher und lebenswerter wird. Von diesen Mutmacher*innen gibt es viele – und zwar direkt vor unserer Haustür, sagt Cynthia. Geprägt hat sie ihre heitere Kindheit in Köln und ihre Zeit im zweigeteilten Berlin – wo sie eine Lehre zur Fotografin absolvierte und mit Fotoaufträgen ihr Studium an der Freien Universität Berlin finanzierte. Sie hat sowohl für Printmedien und Hörfunk gearbeitet, als auch als PR-Referentin. Sie engagiert sich für Frauenrechte und glaubt nach wie vor an die Kraft der Sprache. Deshalb befürwortet sie auch das holprige, für notwendige Veränderungen aber in ihren Augen unentbehrliche, Gender-Sternchen*. Seit 2019 ist sie – zusammen mit den anderen Macher*innen des Lifeguide – stolze Trägerin des Augsburger Zukunftspreises.

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