Dünger aus Lechtal-Wolle

100% ökologischer Pflanzendünger von Augsburger Schafen

Was haben Merinoschafe mit eurem Gemüsebeet, eurem Balkonkasten oder eurer Blumenwiese zu tun? Eine ganze Menge, wenn ihr Euch dafür entscheidet, eure Pflanzen mit 100% ökologischem Dünger aus Schafwolle zu versorgen. Die kleinen Pellets gibt es jetzt bei unserem Augsburger Hüteschäfer Christian Hartl zu kaufen – so lange der Vorrat reicht. Ihr könnt sie in Mühlhausen vorbestellen und direkt am Hof abholen.

Christian Hartl zieht seit Jahren mit seinen Merino-Landschafen über die Weiden in und um Augsburg. In den Sommermonaten trefft ihr ihn zum Beispiel auf den Lechheiden oder in der Firnhaberau. Seine Schafherden betreiben aktive Landschaftspflege und tragen dazu bei, dass der Lebensraum für viele andere Tiere und Pflanzen erhalten bleibt.

Zum Start der Gartensaison hat Christian Hartl für euch einen ganz besonderen Tipp: Pflanzendünger für Garten- und Topfpflanzen aus „Lechtal-Wolle“. Die Pellets bestehen zu 100 Prozent aus Schafwolle: ungewaschen, zerkleinert und gepresst.

Dieser Dünger ist nicht nur zu 100 Prozent ökologisch, sondern er hat auch weitere Vorteile: Die Pellets sind aufgrund der verzögerten Freisetzung ihrer Nährstoffe für Pflanzen mit einer Kulturdauer von 10-14 Wochen besonders gut geeignet. Außerdem sind die Schafwollpellets ein idealer Wasserspeicher, lockern den Boden auf und fördern das Bodenleben. Die Pellets können auch zum Mulchen verwendet werden.

 

Verarbeiten...

Im Garten werden die Pellets vor oder nach der Aussaat auf das Beet gestreut und locker in die obere Bodenschicht eingearbeitet. Pellets sollten immer mit ca. 5 cm Erde abgedeckt sein. Bis zur Verarbeitung die Pellets kühl und trocken lagern. Bei Topfpflanzen werden die Schafwollpellets gleichmäßig mit Erde unter oder um den Wurzelballen eingearbeitet.

 

Dosieren...

1 gehäufter Esslöffel entspricht 20g.
Gemüse:

  • stark zehrende Gemüsearten (z.B. Tomaten, Gurken, Kohlarten): bei Aussaat ca. 150g/m², Nachdüngung ca. 100g/m²
  • mittelstark zehrende Gemüsearten (z.B. Karotten, Kopfsalat, Rettich): bei Aussaat ca. 100g/m², Nachdüngung ca. 60g/m²
  • schwach zehrende Gemüsearten (z.B. Erbsen, Radieschen, Bohnen): bei Aussaat ca. 70g/m², Nachdüngung ca. 40g/m²

Balkon- und Topfpflanzen

  • ca. 20g pro Liter Substrat

Stauden, Beeren, Obstbäume, Ziersträucher

  • Im Frühjahr und Sommer ca. 60g/m² rund um die Pflanze ausbringen und leicht in den Boden einarbeiten.

 

Bestellen und abholen...

Die Schafwollpellets können nach Vorbestellung beim Schäfer in zwei Packungsgrößen (1 kg für 10 € oder 2,5 kg für 19,80 €) direkt am Hof abgeholt werden – solange der Vorrat reicht! Für Großabnehmer ab 10 kg liegt der Preis bei 7,00 € pro kg.

Schäferei Christian Hartl, Birkenweg 9a, 86444 Affing-Mühlhausen, Tel.: 08207/9638451, E-Mail: bestellungen [at] lechtal-lamm.de

Mehr zum Lechtal-Lamm findet ihr unter www.lechtal-lamm.de.

 

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Düngepellets, Lechtal-Wolle, Augsburg. Foto: Landschaftspflegeverband Augsburg

Über die Autorin

Cynthia Matuszewski

Cynthia Matuszewski ist Journalistin und Fotografin. Sie ist ein Fan von konstruktivem Journalismus. Der fragt nicht nur: „Was ist das Problem?“, sondern auch „Gibt es Lösungen oder Teillösungen – und wenn ja, welche?“ und „Sind diese Ideen auch alltagstauglich?“. Deshalb ist sie seit 2013 begeisterte Chefredeakteurin vom Lifeguide Augsburg. Denn hier kann sie von Menschen und Projekten erzählen, die unsere Welt verändern wollen – und zwar so, dass sie gerechter, umweltfreundlicher und lebenswerter wird. Von diesen Mutmacher*innen gibt es viele – und zwar direkt vor unserer Haustür, sagt Cynthia. Geprägt hat sie ihre heitere Kindheit in Köln und ihre Zeit im zweigeteilten Berlin – wo sie eine Lehre zur Fotografin absolvierte und mit Fotoaufträgen ihr Studium an der Freien Universität Berlin finanzierte. Sie hat sowohl für Printmedien und Hörfunk gearbeitet, als auch als PR-Referentin. Sie engagiert sich für Frauenrechte und glaubt nach wie vor an die Kraft der Sprache. Deshalb befürwortet sie auch das holprige, für notwendige Veränderungen aber in ihren Augen unentbehrliche, Gender-Sternchen*. Seit 2019 ist sie – zusammen mit den anderen Macher*innen des Lifeguide – stolze Trägerin des Augsburger Zukunftspreises.

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