Klassenfahrt zum Bio-Bauernhof

Wo kommen das Ei, der Apfel oder die Kartoffel auf meinem Teller her?

Erfolgreiches Projekt der Biostadt Augsburg auch im Schuljahr 2017/2018: Stadtkinder erfahren auf dem Bauernhof, woher ihr Essen kommt. Das soll ihren Appetit auf gesunde Lebensmittel anregen.

Wo kommen das Ei, der Apfel oder die Kartoffel auf meinem Teller her? Was muss geschehen, damit Weizen und Roggen auf dem Feld wachsen oder Kühe Milch geben? Diese und viele andere Fragen rund um die Herkunft von Lebensmitteln stehen im Mittelpunkt der „Klassenfahrt zum Bio-Bauernhof“ für Augsburger Grundschüler*innen.

Die „Klassenfahrt zum Bio-Bauernhof“ ist eine Idee der Biostadt Augsburg und hat sich zu einem wahren Renner entwickelt. Was 2015 mit einer Klassenfahrt zu einem Bio-Bauernhof begann, wurde begeistert angenommen und ist inzwischen ein begehrter Ausflug bei Lehrern wie Kindern. Mittlerweile gibt es neun Bio-Bauernhöfe im Einzugsgebiet Augsburg. 2017 besuchten 32 Klassen die Höfe. Etwa 1200 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte hatten hierbei die Gelegenheit hautnah mitzuerleben, wie moderne und nachhaltige Lebensmittelproduktion heute geht. Die BKK (Betriebskrankenkasse) der Stadt Augsburg unterstützt das Projekt und finanziert die Busfahrten.

 

„Vom Ei zum Huhn“ -  „Von der Milch zur Butter“

Jeder der neun Höfe bietet authentische und erlebnispädagogische Lernprogramme an. Dazu gehören: „Vom Ei zum Huhn“, „Von der Milch zur Butter“, „Die Streuobstwiese“ und „Kartoffel, die tolle Knolle“. Auf dem Hof von Marlies Hammerl in Pöttmes wird beispielswiese Milchvieh gehalten. Hier gibt es Kühe und Kälbchen zu bestaunen. Außerdem baut sie Getreide an und hat einen Wald. Marlies Hammerl ist zertifizierte „Erlebnisbäuerin“, das heißt, sie hat eine pädagogische Weiterbildung zur Erlebnispädagogik absolviert. Bei ihr können die Kinder Schritt für Schritt erleben, wie aus der Milch Butter wird.

„Unser Ziel ist es, den Kindern die Herkunft von gesunden, natürlichen Lebensmitteln nahe zu bringen. Das  trägt dazu bei, dass sie diese wertschätzen und damit wächst die Bereitschaft solche Lebensmittel auch zu essen. Unsere Besuche bei den Bio-Bauernhöfen fördern also ein gesundes Ernährungsverhalten und sind damit ein wesentlicher Baustein eines gesunden Lebensstils“, berichtet Alexandra Wagner.  Sie ist Ökotrophologin und Ernährungsberaterin des Gesundheitsamtes Augsburg und hat die Inhalte der Aktion erarbeitet. „Wir freuen uns sehr, dass wir auch im Schuljahr 2017/ 2018 wieder Klassenfahrten zu den Bio-Bauernhöfen anbieten können.“

 

Folgende Bio-Bauernhöfe haben die Augsburger Kinder 2016/2017 betreut:
•    Biolandhof Ellenrieder in Ustersbach
•    Biolandhof Kreppold in Aichach
•    Biolandhof Ritter in Balzhausen
•    Biobetrieb Hammerl in Pöttmes
•    Bio-Milchziegenhof Liebert in Wertingen
•    Ferlhof in Hilgertshausen
•    Kerlehof in Altomünster-Wollomoos
•    Lukashof in Tandern
•    Wengerhof in Mittelneufnach

Interessierte Lehrkräfte können sich gerne beim Biostadt Augsburg Team im Gesundheitsamt informieren und sich zur Teilnahme im Schuljahr 2017/2018 anmelden.

Gesundheitsamt, Alexandra Wagner
Telefon: 0821 324 20 62
Internet: www.augsburg.de/biostadt
E-Mail: ernaehrung.gesundheitsamt [at] augsburg.de
Facebook-Seite: „Biostadt Augsburg“
https://www.facebook.com/Biostadt-Augsburg-1868094200136508/

 

Klassenfahrt zum Bio-Bauernhof, Biostadt Augsburg, Ernährung, Lebensmittel, Bildung, Geswundheit, Foto: Michael Hochgemuth, Stadt Augsburg
Klassenfahrt zum Bio-Bauernhof, Biostadt Augsburg, Ernährung, Lebensmittel, Bildung, Geswundheit, Foto: Michael Hochgemuth, Stadt Augsburg
Klassenfahrt zum Bio-Bauernhof, Biostadt Augsburg, Ernährung, Lebensmittel, Bildung, Geswundheit, Foto: Michael Hochgemuth, Stadt Augsburg

Über die Autorin

Cynthia Matuszewski

Cynthia Matuszewski ist Journalistin und Fotografin. Sie ist ein Fan von konstruktivem Journalismus. Der fragt nicht nur: „Was ist das Problem?“, sondern auch „Gibt es Lösungen oder Teillösungen – und wenn ja, welche?“ und „Sind diese Ideen auch alltagstauglich?“. Deshalb ist sie seit 2013 begeisterte Chefredeakteurin vom Lifeguide Augsburg. Denn hier kann sie von Menschen und Projekten erzählen, die unsere Welt verändern wollen – und zwar so, dass sie gerechter, umweltfreundlicher und lebenswerter wird. Von diesen Mutmacher*innen gibt es viele – und zwar direkt vor unserer Haustür, sagt Cynthia. Geprägt hat sie ihre heitere Kindheit in Köln und ihre Zeit im zweigeteilten Berlin – wo sie eine Lehre zur Fotografin absolvierte und mit Fotoaufträgen ihr Studium an der Freien Universität Berlin finanzierte. Sie hat sowohl für Printmedien und Hörfunk gearbeitet, als auch als PR-Referentin. Sie engagiert sich für Frauenrechte und glaubt nach wie vor an die Kraft der Sprache. Deshalb befürwortet sie auch das holprige, für notwendige Veränderungen aber in ihren Augen unentbehrliche, Gender-Sternchen*. Seit 2019 ist sie – zusammen mit den anderen Macher*innen des Lifeguide – stolze Trägerin des Augsburger Zukunftspreises.

Neuen Kommentar schreiben