Mehr Fahrräder in Augsburg!

Der Augsburger Radentscheid soll die Mobilitätswende in Augsburg entscheidend voranbringen

Am 1. März 2020 startet die Unterschriftensammlung für den Augsburger Radentscheid. Die Ziele dieses Bürgerbegehrens sind unter anderem ein durchgängiges Netz von Radwegen in ganz Augsburg, die Entschärfung von Unfallgefahren an Kreuzungen und mehr Fahrradparkplätze in der City.

Die Vorteile einer Fahrradstadt Augsburg liegen auf der Hand: Weniger Autos in der Stadt verringern den CO2-Ausstoß, Fußgänger*innen profitieren von weniger Lärm und besserer Luft, die Innenstadtbewohner*innen von mehr Lebensqualität und die ganze Gesellschaft von weniger Unfällen.

Mindestens 13.000 Unterschriften brauche die Initiator*innen, zu denen das FAL (Forum Augsburg lebenswert), der ADFC Augsburg, FFF Augsburg und zahlreiche Einzelpersonen gehören. Sie können optimistisch sein: Das Bürgerbegehren, das nach dem Vorbild Münchens und sieben weiterer Städte Bayerns auch in Augsburg die Mobilitätswende voranbringen soll, war bisher sehr erfolgreich. In München unterschrieben beispielsweise160.000 Menschen und der Stadtrat setzt seitdem Schritt für Schritt die Forderungen um.

 

Augsburger Fahrradziele

Der genaue Wortlaut des Bürgerbegehrens befindet sich derzeit noch in juristischer Prüfung. Die Unterschriftensammlung startet nach Abschluss dieser Prüfung auf der FFF-Demo am 1. März um 15 Uhr auf dem Augsburger Rathausplatz. Dies sind die Forderungen, Stand 18.Februar 2020:

  • Durchgängiges Radwegenetz ohne abrupte Unterbrechungen, kein ständiger Wechsel der Radwegeführung auf einer Strecke
  • Mehr Sicherheit an Kreuzungen. Vor allem Unfallschwerpunkte sind zu entschärfen, zum Beispiel in dem die Sichtbarkeit der Radfahrer*innen verbessert wird.
  • Beseitigung des derzeitigen Mangels an gut zugänglichen und sicheren Radabstellmöglichkeiten. Orte des öffentlichen Lebens und ÖPNV-Knoten erhalten neue Radabstellplätze.
  • Änderung der Stellplatzsatzung, sodass Bewohner*innen vor allem von Mehrfamilienhäusern ihre Räder sicher und bequem unterbringen können.
  • Schaffung von mehr Platz für das Rad durch Umwidmung von jährlich 3 % der öffentlichen Kraftfahrzeugstellplätze in der Innenstadt.
  • Verbesserung der Kommunikation zwischen Bürger*innen und Stadtverwaltung durch eine Online-Meldeplattform, auf der Radfahrer*innen jederzeit störende und gefährliche Wegstellen melden können.
  • Schaffung der personellen und finanziellen Voraussetzungen zur Umsetzung des Bürgerentscheids in den städtischen Behörden.

 

Radlbotschafter*innen und Unterstützer*innen willkommen

Unterstützt wird die Unterschriftensammlung von  Radlbotschafter*innen, also Menschen, die in ihrem Umfeld Unterschriften für das Bürgerbegehren sammeln: in der Familie, im Freundeskreis oder auf der Arbeit. Unterstützer*innen, Radlbotschafter*innen und Helfer*innen sind den Initiator*innen des Augsburger Radentscheids sehr willkommen. Alle Fragen zum Radentscheid beantwortet Ingo: radentscheid [at] fff-augsburg.de, +49 176 95110311
Eine Website ist geplant. Hier finden Sie die Radlbotschafter*innen

cm/pm

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