Sand

Wir brauchen Alternativen für das wichtige Baumaterial!

Gastbeitrag von Maike Radermacher

Wenn wir an Sand denken, taucht vor unserem inneren Auge meist ein Bild von unendlichen, weißen Stränden auf. Oder der Sandkasten, in dem Kinder mit Sandeis spielen. Sand scheint im Übermaß vorhanden zu sein. Das ist er aber nicht. Hier finden Sie eine gute Grafik, die alle Fakten zum Thema Sand zusammenfasst.

Die boomende Baubranche

Die UNEP, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen, hat bereits 2014 zum ersten Mal offiziell auf die Sandknappheit hingewiesen. Bislang hat sich an der Sandnachfrage jedoch nichts geändert. Der Sandverbrauch der Bauwirtschaft in den Industrieländern, China, Indien und anderen Schwellenländern lag 1990 bei 7.963 Millionen Tonnen. Schätzungen zufolge wird der Verbrauch bis 2050 um 460% auf 37.215 Millionen Tonnen ansteigen.

 

Sandabbau

 

Die Bauindustrie wächst unaufhaltsam. Bis 2100 wird die Weltbevölkerung um 21% wachsen. Außerdem zieht es die Menschen in den urbanen Raum: Zum ersten Mal in der Geschichte lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Bis 2050 soll dieser Prozentsatz auf 66% ansteigen. Außerdem bleibt Wohnungsbau aufgrund von historisch niedrigen Zinsen und explodierenden Immobilienpreise sehr lukrativ. Alle diese Entwicklungen benötigen enorme Mengen an Baumaterial – allen voran Sand.