Zehn Jahre Wildpferde im Stadtwald

Natursschutzscout für Przewalskipferde gesucht

Im Juni 2007 begann mit der Ankunft von drei Rothirschen und drei Przewalskipferden das „Beweidungsprojekt Stadtwald Augsburg“. Neben der guten „Arbeit“ der Weidetiere war und ist vor allem das Engagement der ehrenamtlichen Naturschutzscouts ein Garant für den Erfolg des Projekts. Nun sucht der Landschaftspflegeverband Menschen, die sich für die Wildpferde, die Lechheiden und den Naturschutz begeistern und Scouts werden möchten.

Zu den Aufgaben der ehrenamtlichen Helfer*innen gehören Tier- und Zaunkontrollen, Info-Gespräche mit Besucher*innen und die Mitwirkung bei Aktionstagen. Ganz Mutige können beim Einfangen von Wildtieren helfen.

 

Informieren über das Beweidungs-Projekt

Jeder Scout teilt sich seine Zeit selbst ein. Die Kontrollgänge der Scouts erfolgen freiwillig und ohne Terminabsprachen – ein Verfahren, was sich bewährt hat. „Im Durchschnitt ist alle 1,5 Tage ein Naturschutzscout vor Ort – dies ist eine unglaubliche Unterstützung für uns bei der Tier- und Zaunkontrolle“, freut sich Projektleiter Norbert Pantel vom Landschaftspflegeverband.

„In den vergangenen Jahren haben unsere Scouts darüber hinaus  tausende von Gespräche mit Besucherinnen und Besuchern geführt“, berichtet Pantel. Das ist wichtig, um über die Hintergründe des Beweidungsprojekts zu informieren und damit die Akzeptanz und Unterstützung der Menschen zu garantieren – denn die Königsbrunner Heide ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel.

 

Entschleunigung vom Alltag beim Beobachten der Wildpferde

In den vergangenen zehn Jahren arbeiteten 15 Scouts für den Landschaftspflegeverband und verbrachten über 4.000 Stunden vor Ort. Einige Naturschutzscouts verknüpfen ihr Engagement mit dem Hobby der Naturfotografie und stellen dem Landschaftspflegeverband hochqualitatives Bildmaterial zur Verfügung (siehe www.naturfoto.michaelthoma.de). Drei der seit 2007 aktiven Naturschutzscouts wurden für ihr ehrenamtliches  Engagement von Staatsministerin Ulrike Scharf mit dem „Grünen Engel“ausgezeichnet.

„Uns ist es ein wichtiges Anliegen, dieses Engagement auch für die nächsten zehn Jahre aufrechtzuerhalten und wir suchen deswegen nun „Nachwuchs“, der sich für unsere Wildpferde und die Lechheiden begeistert und als Naturschutzscout bei uns dabei sein will“, erläutert Pantel, „durch den regelmäßigen Austausch kriegen die Scouts einen Blick hinter die Kulissen des Naturschutzes in Augsburg und nehmen aufgrund ihres Hintergrundwissens Veränderungen auf den Flächen bewusster wahr. Außerdem dient die Zeit beim Beweidungsprojekt immer auch der Entschleunigung – das Beobachten der Przewalskipferde ist ein guter Ausgleich zum stressigen Alltag.“
 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Norbert Pantel
Projektleiter
Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e.V.
Telefon: 0821/324-6094
Mobil: 0176/20794726
E-Mail: n.pantel [at] lpv-augsburg.de

Wildpferde vom Beweidungsprojekt Stadtwald Augsburg. Foto: Landschaftspflegeverband

Über die Autorin

Cynthia Matuszewski

Cynthia Matuszewski ist Journalistin und Fotografin. Sie ist ein Fan von konstruktivem Journalismus. Der fragt nicht nur: „Was ist das Problem?“, sondern auch „Gibt es Lösungen oder Teillösungen – und wenn ja, welche?“ und „Sind diese Ideen auch alltagstauglich?“. Deshalb ist sie seit 2013 begeisterte Chefredeakteurin vom Lifeguide Augsburg. Denn hier kann sie von Menschen und Projekten erzählen, die unsere Welt verändern wollen – und zwar so, dass sie gerechter, umweltfreundlicher und lebenswerter wird. Von diesen Mutmacher*innen gibt es viele – und zwar direkt vor unserer Haustür, sagt Cynthia. Geprägt hat sie ihre heitere Kindheit in Köln und ihre Zeit im zweigeteilten Berlin – wo sie eine Lehre zur Fotografin absolvierte und mit Fotoaufträgen ihr Studium an der Freien Universität Berlin finanzierte. Sie hat sowohl für Printmedien und Hörfunk gearbeitet, als auch als PR-Referentin. Sie engagiert sich für Frauenrechte und glaubt nach wie vor an die Kraft der Sprache. Deshalb befürwortet sie auch das holprige, für notwendige Veränderungen aber in ihren Augen unentbehrliche, Gender-Sternchen*. Seit 2019 ist sie – zusammen mit den anderen Macher*innen des Lifeguide – stolze Trägerin des Augsburger Zukunftspreises.

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