1 - 2 von 2 wird angezeigt

Biotonne; Besserer Kompost durch Mülltrennung

Biotonne; Besserer Kompost durch Mülltrennung
Was darf in die Bio-Tonne und was nicht?
Augsburg, AWS, Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb, Biomüll,

Was passiert eigentlich mit unserem Müll, nachdem wir ihn in die braune Biotonne geworfen haben? Zu dieser Frage kursieren die absurdesten Gerüchte und führen dazu, dass Müll häufig nicht ordentlich getrennt wird.

In die braune Tonne gehören nur organische Abfälle, wie die Schalen von Obst oder Gemüse. Diese dürfen auf keinen Fall in Plastiktüten, auch nicht in „bio“ oder „abbaubare“ Plastiktüten gepackt werden. Die AWS empfiehlt den Biomüll, falls er zu feucht ist, in Zeitungspapier einzuwickeln.

 

So geht’s richtig!

Folgende Abfälle gehören in die Biomülltonne:

Küchenabfälle:

  • Speise-, Gemüse-, Obstreste
  • Schalen von Kartoffeln, Eiern, Früchten und Nüssen
  • Kaffeefilter, Teebeutel
  • Papiertüten (keine Kunststoffbeutel), Küchentücher

Gartenabfälle:

  • Baum-, Strauch-, Hecken- und Grasschnitt, Laub, Unkraut
  • Blumen, Pflanzenreste (kein Saatgut), Stroh, Zierpflanzen

Sonstiges:

  • Kleintier-Einstreu (Hamster, Vögel, etc. aber keine Katzenstreu)
  • Federn, Haare, Holzspäne, Papiertaschentücher

 

Topp 3 Fehlwürfe:

1. Ganz klar: Plastiktüten! Diese werden zwar aussortiert, dann aber bei der AVA verbrannt. Das erzeugt zum einen CO2, zum anderen sind in Plastiktüten Weichmacher und Farbstoffe enthalten, die zusammen mit andere Stoffen beim Verbrennen entstehen.

2. Kompostierbare Tüten. Kompostierbare Tüten zersetzen sich nicht so schnell wie Obst und Gemüsereste, daher müssen auch diese verbrannt werden. Also lieber gleich weglassen!

3. Glasscherben – das überrascht vielleicht den ein oder anderen. Zwar sind es nur relativ wenige, dafür aber meist sehr kleine Teile welche daher nur sehr schwer aussortiert werden können. Sie landen dann in Dünger und Kompost.

Beim Mülltrennen ist jede*r einzelne gefragt. Nicht was „die Anderen“ machen ist richtig, sondern ganz wichtig: Jeder entscheidest selbst, wie er seinen Müll trennt!

 

Aus Biomüll wird Biogas

In Augsburg werden die Mülltonnen regelmäßig von der AWS abgeholt. So auch die Biotonne. Der Inhalt landet anschließend bei der AVA (Abfallverwertung Augsburg). Dort wird der Biomüll zunächst geschreddert. Zu große Teile, wie zum Beispiel Plastiktüten, werden aussortiert und verbrannt. Dazu gehören neben Plastiktüten zum Beispiel auch Glasscherben.

Der Rest, also die kleinen Teile, werden dann fermentiert und in der Biogasanlage der AVA Energie gewonnen: So werden jährlich 35 Millionen Kilowattstunden Bioerdgas erzeugt. Das reicht für die Wärmeversorgung von 3.900 Haushalten oder für 57 Millionen Kilometer mit dem PKW.

 

Biomasse wird zu Kompost

Die Fremdstoffe auszusondern ist technisch aufwendig und sehr teuer. Die Kosten hierfür müssen über die Abfallwirtschaftsgebühren finanziert werden. Daher ist es wichtig, dass der Müll in der richtigen Tonne landet. Denn die übriggebliebene Biomasse wird als Flüssigdünger und Kompost von Landwirten in einem Umkreis von etwa 25 Kilometern abgenommen und auf den Feldern verteilt. Sprich: Unser Biomüll landet auf den Feldern um uns herum. Und genau deshalb ist es so wichtig, dass der Biomüll richtig getrennt wird. Schließlich will ja keiner mit giftigen Plastikpartikeln gedüngte Felder, auf denen dann unser Essen wächst. Zudem gelangen diese giftigen Stoffe dann ins Grundwasser.

 

 

 

Biomüll, Biomüll richtig entsorgen,
So kann der Biomüll in die Tonne geworfen werden.
Biomüll, feuchter Biomüll,
Feuchter Biomüll sollte in Zeitungspapier gewickelt werden.
Biomüll, Biomüll richtig entsorgen,
Jeder hat einen Behälter zu Hause der für die Zwischenlagerung von Biomüll in der Küche benutzt werden kann.
Augsburg, AWS, Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb, Biomüll, Mülltrennung, Fehler beim Mülltrennen, Biomüll Kampagne, Kompost, Dünger, organische Abfälle, Sticker, Biomülltonnensticker
Der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb von Augsburg, AWS, hat diesen Biomülltonnensticker entwicklet, um für richtige Mülltrennung zu sorgen
×

Manos Verdes

Manos Verdes
Umweltbildung für Kinder
Logo von Manos Verdes Januar 2017

Die Initiative setzt auf Umweltbildung von Kindern und startete 2009 in Argentinien. Jetzt gibt es einen deutschen Sitz in Neusäß und bereits erfolgreiche deutsch-argentinische Kooperationen.

Mit dem Handabdruck einen Umweltvertrag unterzeichnen

Jahr für Jahr unterzeichnen tausende Grundschulkinder mit einem grünen Abdruck ihrer Hand einen Vertrag. Einen Vertrag, auf die Umwelt zu achten, das Gelernte nicht zu vergessen und ihren Beitrag zu leisten. So beginnt Umweltbildung schon bei den Kleinsten in Buenos Aires.

Im Jahr 2009 startete die kurz darauf gegründete Stiftung „Manos Verdes“ mit dem Pilotprojekt „Usa la basura“, welches fünf Jahre später bereits über 25.000 Menschen erreicht hatte. In diesem Projekt lernen die Schüler*innen spielerisch die „3 Rs“ (Reducir, Reutilizar, Reciclar) im Umgang mit Müll kennen. Vielerorts  ist die Trennung des Mülls, noch bevor dieser auf einer Deponie endet,  eine Neuheit. In Kooperationen wurde im Rahmen der Umweltbildung beispielsweise auch ein integriertes Abfallmanagementsystem für eine Gemeinde für Ökotourismus aufgebaut. Über Exkursionen, eigene Recherchen, künstlerisches Gestalten und im Stundenplan verankerte Unterrichtseinheiten gelingt es, die nächste Generation schon früh in die Lösung von Umweltproblemen einzubinden und wertvolle Aufklärungsarbeit zu leisten.

 

Der deutsche Sitz von Manos Verdes

Ziel der Stiftung ist es, Umweltbewusstsein und nachhaltiges Handeln in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu verankern. Auch auf internationaler Ebene soll Zusammenarbeit sowie ein Transfer von Wissen und Technologie erfolgen. Ermöglicht wird das auch durch die Gründung eines deutschen Zweiges der Stiftung, Manos Verdes Deutschland e.V., in Neusäß. Seither gab es mehrere deutsch–argentinische Kooperationen und gemeinsame Projekte.

Auch auf schulischer Ebene zeichnet sich ein internationaler Wissenstransfer ab. Durch das Projekt „Usa la basura“ und die daraus entstandene Mülltrennung konnte die Hermann–Schmid–Akademie in Augsburg beispielsweise bereits rund 600 € an Müllgebühren einsparen.

Zahlreiche weitere Projekte und Formate für unterschiedliche Zielgruppen sind bereits in Planung. Diese sind, um nur ein paar zu nennen, eine internationale Online-Plattform, eine Vortragsreihe in Augsburg, oder der „ökologische Rucksack“.

Weitere Infos hier

×
KONTAKT